cinesamples_start

2. Mai 2012
von Dominik Raab
3 Kommentare

Interview: Noah Gladstone von Hollywood Scoring

Die Kalifornier von CineSamples haben sich zuerst durch kleine virtuelle Sample-Instrumente wie Drums of War, dann zunehmend durch größere Projekte wie CineBrass einen Namen in der Musik- und Musiksoftware-Szene gemacht. Statt dem Komponisten nur virtuelle Instrumente in die Hand zu geben, bieten sie nun auch einen “leibhaftigen” Service an.

CineSamples hat “Hollywood Scoring” vorgestellt – die Möglichkeit, eigene Werke von Orchestern aller Größen einspielen zu lassen. Eine MP3- und eine MIDI-Datei genügen den Spezialisten von Hollywood Scoring, um zuerst die Partitur zu erstellen, dann Musiker zu buchen und schließlich in einer von drei Hollywoodhallen aufzunehmen: Die Sony Scoring Stage, in der unter anderem John Williams seine berühmte Filmmusik aufzeichnen lässt, die Recording-Halle von FOX und die von Warner Bros. Hollywood Scoring kümmert sich um sämtliche Arbeiten, die anfallen, um aus einem digitalen Musikstück ein “echtes” zu machen. Der Komponist muss sich weder mit dem Buchen von Musikern und Hallen noch mit dem Equipment und dem Mixing beschäftigen: All diese Schritte übernimmt Hollywood Scoring. Es ist anzunehmen, dass diese Dienstleistung einen stolzen Preis hat. Dazu schweigt der Anbieter sich öffentlich allerdings aus. Details zum Preis ließ sich auch Noah Gladstone, der Manager und Kontaktmann des Unternehmens, auch im Interview mit ReleaseTime nicht entlocken – dazu hängen die Kosten viel zu sehr von Größe und Umfang des Projektes ab. Zu anderen Aspekten hat Noah sich aber als sehr kontaktfreudig erwiesen.

Weiterlesen →

25. April 2012
von Dominik Raab
2 Kommentare

Kolumne: Marketingsprache

Als Redakteur eines Onlinemagazins muss man sich regelmäßig am Riemen reißen: In Newsmeldungen gehört keine überschwängliche Werbung, Testberichte müssen objektiv sein und ein ärgerlicher Bug in der Software darf nicht dazu führen, dass im Review das gesamte Produkt schlecht dargestellt wird. Das geht jedem Menschen so, der die Sprache zu einem (Neben-)Beruf gemacht hat. Mit einer Ausnahme: Als Werbetexter sind Emotionalität und grenzenlose Begeisterung nicht nur gern gesehen, sondern inzwischen regelrecht Pflicht. Jedes Produkt auf dem Markt wird als alternativlos, bahnbrechend und so innovativ beworben, dass die Entdeckung des elektrischen Stroms oder die Erfindung des Rades wie unwichtige Nebensachen erscheinen. Das Problem an dieser Lobhudelei: Die Zielgruppe gewöhnt sich daran. Also wird beim nächsten Produkt noch eine Schippe Enthusiasmus draufgepackt. Diese Steigerung findet erst ihren Höhepunkt, wenn man vor lauter positiven Adjektiven die eigentlichen Features nicht mehr erkennen kann. Das Lesen von Neuankündigungen und Produktbeschreibungen wird anstrengender und irgendwann so unübersichtlich, dass es sogar vertretbarer erscheint, einfach auf “in den Warenkorb” zu klicken und sich die Stärken und Schwächen eben selbst anzusehen. Wer sich selbst aufgrund von Fakten eine Meinung bilden will, der kauft. Auf wenige Alternativen zum eigenen Erwerb ist noch Verlass.

Weiterlesen →

vsl_start

25. April 2012
von Markus Cremer
Keine Kommentare

Test: Vienna MIR PRO 24

Seit dem Erscheinen von Vienna MIR im Jahre 2009 war ich von der dahinterliegenden Idee begeistert. Das Konzept des grafischen Mischens verbunden mit tausenden von Impulsantworten eines Raumes zur Erzeugung eines authentischem Raumklanges mit echter Tiefenstaffelung hatte mich schon “auf dem Papier” überzeugt. Leider lief Vienna MIR seinerzeit nur auf 64 bit Windows 7 Systemen. Endlich spielt es in der zweiten Generation (Vienna MIR PRO und MIR PRO 24) auch zusammen mit den Wildkatzen von Mac OSX und somit landet MIR PRO 24 zu Testzwecken auf meinem iMac. Die 24er Version unterscheidet sich zur “normalen” PRO Version übrigens nur dadurch, dass maximal 24 Instrumente oder Ensembles auf der virtuellen Bühne platziert werden können. Ansonsten gibt es keine Einschränkungen, was diese Version auch in Anbetracht des Preises interessant macht.

Weiterlesen →

Steinberg_Start

23. April 2012
von Holger Obst
Keine Kommentare

Test: Cubase 6.5 (Teil 3: Effekte)

Cubase 6.5 hat nicht nur zwei neue Synthesizer zu bieten (Retrologue und Padshop haben wir bereits getestet), sondern auch drei neue Effekte an Bord, die wir uns in diesem dritten und letzten Teil unserer Testreihe genauer ansehen wollen: Neben dem DJ EQ und dem MorphFilter hat der virtuelle GitarrenAmp/Speaker/Effekt-Simulator mit zwei neuen Effektpedalen, einem Maximizer und einem Limiter, Zuwachs bekommen. Für User, die gerne auf Presets zurückgreifen, dürfte zudem eine Kollektion von neuen Vorlagen für das Gitarrenrack interessant sein. An den Presets haben namenhafte Bands gefeilt, beispielsweise die Ärzte. Wir werden uns hier jedoch auf die Funktionalität der Effekte konzentrieren.

Weiterlesen →

heil sound

20. April 2012
von Harry Kraft
Keine Kommentare

Test: Heil PR 31BW und PR 35 Mikrofone

BIGGER IS BETTER?

Die Marke Heil konnte sich in Deutschland bislang nur in Insider-Kreisen einen Namen als Mikrofon-Hersteller machen. In den Staaten genießt die Marke jedoch ein deutlich breiter aufgestelltes Ansehen als Erzeuger mittel- und hochpreisiger Dynamik-Mikrofone, nicht zuletzt seit der Comeback-Tour der Kultband Kansas, bei der die Produkte der Firma Verwendung fanden. Jetzt hat Heil seine Produktserie PR um zwei Ausführungen erweitert, die beide den Nimbus „größte Membran“ in einem dynamischen Mikrofon ihrer Bauart für sich in Anspruch nehmen: dem PR 31 BW und dem PR35 Handheld.

Weiterlesen →

orchestral tools

14. April 2012
von Dominik Raab
Keine Kommentare

Test: Orchestral Tools Symphonic Sphere

Dem ein oder anderen Musiker sagt der Name Orchestral Tools vermutlich etwas: Das Team um Hendrik Schwarzer trat erstmals mit Orchestral String Runs in Erscheinung – ein durchaus gelungenes Erstlingswerk. An diesen Erfolg möchte man mit Symphonic Sphere nun anknüpfen, einer Sammlung diverser “Odds & Ends” aus dem Bereich sinfonischer Musik. Neben Standardeffekten wie Tremolo- und Trillerartikulationen sollen vor allem eine Harfe mit spielbaren Glissandi sowie der “Trills Orchestrator” das Produkt von der Konkurrenz abheben. Letzterer ermöglicht es, Triller per Angabe von Start- und Endton zu kreieren, statt sich auf unmusikalische Keyswitches zu verlassen.

Weiterlesen →

Toontrack_start

11. April 2012
von Andi Saitenhieb
6 Kommentare

Test: Toontrack EZKeys

Toontrack ist bekannt geworden mit dem EZDrummer, der ein geniales Konzept verfolgt: Für kleines Geld wird auch dem schlagzeugtechnisch unbedarften Homerecordler die Möglichkeit geboten, amtliche Schlagzeugspuren zu erstellen. Dabei helfen die einfache Bedienung und die mitgelieferten MIDI-Grooves, die vorgehört und per Drag and Drop in den Song integriert werden können. Die EZMix-Reihe verfolgt dasselbe Konzept und liefert die Effekte und Mixer-Presets für’s Abmischen. Nun folgt das erste Piano-VSTi mit demselben Konzept. Lesen Sie im folgenden Test, warum EZKeys Grand Piano mich begeistert.

Weiterlesen →

pre_JimMarshall

5. April 2012
von Albrecht Wuersig
Keine Kommentare

Zum Tod von Jim Marshall

Am heutigen Tag, den 5. April 2012, ist der “Father of Loud” Jim Marshall im Alter von 88 Jahren verstorben. Als Gründer einer der bekanntesten Firmen für Gitarrenverstärker und Elektroniken ging er nicht nur in die Geschichtsbücher des Rock ein, sondern war durch seine Arbeit maßgeblich an der kreativen Ausgestaltung und Formung der gesamten modernen Musikgeschichte verschiedenster Genres beteiligt. Seine legendären Designs und konsequenten Soundentwürfe sprachen über Dekaden hinweg unzähligen Musikern und Klangtüftlern aus dem Herzen und verhalfen der Elektrogitarre und einer ganzen Horde neuer Musikstile und frischen Künstlern nicht nur zu einer ungeahnten Blüte, sondern ebneten den Weg für ein neues, extrovertiertes Musik- und kreatives Selbstverständnis verschiedenster Liebhaber; vom Hörer über den Hobbymusiker bis hin zum Profi-Gitarristen. Zahlreiche Verstärkergenerationen gelten bis heute als unangefochtene Referenz und stehen im Namen von Jim Marshall für Leidenschaft und Beständigkeit, ergänzt durch unerreichtes rebellisches Flair.

Weiterlesen →

Steinberg_Start

1. April 2012
von Holger Obst
Keine Kommentare

Test: Cubase 6.5 (Teil 2: Padshop)

Padshop nutzt Samples bzw. Audiodateien als Grundlage der Klangerzeugung, jedoch nicht in Form eines klassischen Samplers. Padshop benutzt die Granularsynthese und eignet sich, wie der Name schon andeutet, in erster Linie für Flächensounds, Texturen, Klangevolutionen und Effekt-Klangkulissen. Zentrale Anwendugsbereichs sind damit Filmmusik, Multimedia, Ambient und Klangexperimente. Rhythmische und temposynchrone Klänge gehören darüber hinaus ebenfalls zum Potenzial von Padshop.

Weiterlesen →

Pressefoto-Andi_Saitenhieb2

29. März 2012
von Andi Saitenhieb
Keine Kommentare

Report: Musikmesse 2012

Ein ganz persönlicher Messebericht von Andi Saitenhieb

In diesem Messebericht gebe ich auf der einen Seite eine Übersicht über die wichtigsten Neuheiten der ganz großen Hersteller, auf der anderen Seite habe ich ein paar ganz persönliche Highlights herausgesucht, über die sonst nicht berichtet wird (ganz kleine Hersteller, besonders Skurriles…).

Weiterlesen →

Line6_start

26. März 2012
von Albrecht Wuersig
Keine Kommentare

Test: Line 6 POD HD 300

Line 6 gilt als eines der Urgesteine, wenn es um das Thema Verstärkeremulationen geht. Die berüchtigte rote Bohne, POD genannt, hat so einiges in der Gitarrenwelt auf den Kopf gestellt und dessen Technik zog eine Reihe sehr erfolgreicher Produktlinien von Line 6 nach sich. Eine davon sind die Pedalboards, die Amp-Modeling-Technologie mit bühnentauglicher Peripherie vereinen. Die aktuelle Generation wurde nun auf die neue POD-HD-Technik getrimmt und mit verändertem Konzept ins Rennen um die Gunst der Saitenkünstler geschickt. Wir werden uns an dieser Stelle den POD HD 300 genauer anschauen.

Weiterlesen →

Steinberg_Start

13. März 2012
von Holger Obst
2 Kommentare

Test: Steinberg Cubase 6.5 (Teil 1: Retrologue)

In der letzten Zeit hat Steinberg etwa alle 2 Jahre eine neue Vollversion und in den Jahren dazwischen ein großes Update für sein Sequencer-Schlachtschiff Cubase herausgebracht. Das gilt auch für 2012: Turnusmäßig ist Cubase 6.5 soeben erschienen und bringt eine ganze Menge an Erweiterungen. Dazu gehören zwei neue virtuelle Klangerzeuger, Retrologue und Padshop (letzterer mit Granularsynthese), neue Effekte, darunter ein Morph Filter, verbessertes Comping, FLAC-Unterstützung und Direktexport der eigenen Songs zu SoundCloud. Zudem ist die Bearbeitung von Audiomaterial mittels Hitpoints und Warp verbessert worden. In Anbetracht dieser Menge an Neuigkeiten relativiert sich der Obolus von knapp 50.- EUR, den Cubase 6 – Besitzer entrichten müssen, um in den Genuß der aktuellen Version zu kommen. Wir widmen uns Cubase 6.5 in mehreren kleinen Tests und starten hier mit Retrologue.

Weiterlesen →