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Test: Flux IRCAM Tools Trax

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Mit den IRCAM Tools präsentiert Flux drei innovtive Plug-ins, die in Zusammenarbeit mit IRCAM entstanden sind. Die französische Edel-Softwareschmiede Flux ist unseren Lesern bereits ein Begriff: Das mehrkanalfähige Mastering-Tool “Alchemist” konnte in allen Punkten überzeugen und hat unseren Redaktionstip als besondere Auszeichnung erhalten. Diesmal wird es noch ein wenig spannender, und der Grund hierfür ist der andere Partner der Kooperationsgemeinschaft.

Bei IRCAM handelt es sich nicht um eine Softwareschmiede oder ein ambitioniertes Tonstudio-Projekt, sondern um das 1969 von Georges Pompidou gegründete “Institut de Recherche et Communication Acoustic/Musique” zu deutsch: Forschungs- und Kommunikationszentrum für Akustik und Musik. Dahinter verbirgt sich ein Netzwerk von akademischen Institutionen, Künstlern und Wissenschaftlern, welches an das Centre Pompidou, Paris angeschlossen ist. Man darf annehmen, dass hier sehr gründliche akademische Grundlagenforschung unter Einbeziehung künstlerischer Anforderungen betrieben wird – und tatsächlich weist der Hersteller darauf hin, dass die Entwicklung unserer Testkandidaten sich über mehr als eine Dekade hingezogen hat. In Kenntnis solcher Hintergründe steigen die Erwartungen auf ein hohes Niveau, auch getrieben von Features wie der Unterstützung einer exorbitanten Sampling Rate von bis zu 384kHz. oder dem Betrieb von Trax im 8-Kanal Input/Output-Modus – wir werden sehen, ob die musikalische Qualität der Klangtransformationen den Hoffnungen gerecht wird.

Öffnen die Ircam-Tools eine weitere Tür ins Reich innovativer Sound-Performance? Funktioniert alles stabil und ist die Bedienung benutzerfreundlich – oder benötigt man das Wissen eines akademisch geschulten Toningenieurs, um mit den neuen Werkzeugen zielgerichtet arbeiten zu kommen?

In diesem Test geht es um das Plug-in Trio “Trax”, seinerseits Teil des IRCAM-Bundles aber auch einzeln erhältlich. Während bei “Spat” und “Verb” die Namen bereits ankündigen, worum es geht, nämlich um Hall- oder besser: Raumsimulationsprogramme, läßt “Trax” solch direkte Rückschlüsse auf sein Wesen nicht zu.

Lüften wir also das Geheimnis: Es geht handelt sich hier um ein Werkzeug, welches subtile bis dramatische Veränderungen des Klangcharakters von Gesangs- und Instrumentenaufnahmen ermöglichen soll.

Installation

Falls Sie diesen Test mit den Demo-Versionen begleiten möchten, sei hier darauf hingewiesen, dass dafür kein Dongle erforderlich ist. Die Trials besitzen bezüglich der Sampling-Rate und der Kommunikation mit dem Host-Programm Einschränkungen (kein Load/Save eigener Kreationen, keine Automation) und laufen jeweils 30 Minuten, dann müssen sie neu gestartet werden. Käufer der Vollversion benötigen hingegen einen Flux- oder iLok-Dongle. Nach der Entrichtung des Kaufpreises und der Einrichtung eines Flux-Accounts erhält man den License-Code und lädt die Vollversion über den Account herunter. Es gibt keine langatmigen Fragebögen und kein mehrfaches Hin- und Her. Alles läuft schnell und unproblematisch.

Autor: Holger Obst

Erste Studioerfahrung zu Zeiten von Atari und Steinberg Twenty-Four. Experimenteller Pop mit Ethno-Einflüssen. Veröffentlichungen bei Magnatune unter dem Namen The Headroom Project. Testautor seit 2006.

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4 Kommentare

  1. Besonders empfehlenswert: dieser Test! Ausführlicher und genauer erklärt, als im (englischen) Manual.

    Ich habe Trax auch ausprobiert, unter Logic funktioniert anscheinend der Latenzausgleich nur in Einzelspuren, nicht in Bussen. 64-Bit wird leider nur unter Windows unterstützt, wer AU Plug-ins neu herausbringt, sollte Mac-User nicht benachteiligen.

  2. Hallo Andreas,

    nein, danke für den Tipp! Alle Plug-ins die ich sonst kenne haben das Problem nicht, deshalb habe ich auch nicht nach so einer Einstellung gesucht.

    Gruß
    Jürgen

  3. Hallo,

    vielen Dank fuer diesen sehr ausfuehrlichen Test. Ich wollte eine kurze Bemerkung zu der Transposition unter verwendung der Stimmlagen (Bass, Tenor, Sopran) machen.
    Diese Stimmlagen haben an sich nichts mit Oktaven zu tun. Daher kann eine Oktavtransformation bei transformation von Sopran in Mezzosopran nicht erwartet werden.
    Die Regler sind gedacht, um aus einer beliebigen eingangs Stimmlage eine Sopranstimmlage zu erzeugen.
    Dabei haben wir alls Stimmlagen durch einen mittleren ton der Stimmlage representiert. Fuer genaue Kontrolle der transposition zur erzeugung eines gewuenschten intervalls koennen dann die regler verwendet werden.

    Insofern ist das hier beschriebene Vorgehen ziemlich genau das, was wir erreichen wollten.

    Kritk ist hier natuerlich moeglich. Das vorgehen ist musikalisch sub-optimal. Aktuell sind die verwendeten Transpositionen nicht auf musikalische intervalle beschraenkt. Dies werden wir in der naechsten version einfuehren, so das die transponierte Stimme zumindest eingeschraenkt zur stimm verdoppelung mit musikalischen intervallen verwendet werden kann. Die veraenderung der Intervalle kann dann leicht uber die manuellen regler erreicht werden.
    gruss
    Axel

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