Test: FXpansion BFD 2

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Nicht nur die Datenmenge, auch der Funktionsumfang lässt den hohen professionellen Anspruch erkennen: Die Drums sind nicht nur für den Einsatz im Studio, sondern auch für die Live-Anwendung in Kombination mit Trigger-Pads (V-Drums etc.) gedacht. Zudem ist eine Rhythmusmaschine integriert, sodass sich BFD auch als Groove-Box nutzen lässt. Soundmäßig kann man neben der 50 Gigabyte schweren BFD 2 Library auch (soweit vorhanden) auf alle BFD 1 Sounds zugreifen, incl. der Deluxe-Edition, die mit bis zu 127 Velocity-Layern die maximale (Midi-) Dynamik der Schlaginstrumente auslotet. (Im Verlauf dieses Tests werden einige Abbildungen mit Instrumenten aus diesen optionalen Bibliotheken auftauchen).

Installation

Die Installation verlief auf unserem Testsystem (BFD-Audiodaten auf einer externen Firewire-Festplatte mit 7200 Upm) problemlos.

Autorisation

Für die weitgehend automatisch ablaufende Autorisierung gibt es eine Art Service-Center. BFD 1 – Libraries werden innerhalb dieses Centers für BFD 2 neu autorisiert; auch das geschieht reibungslos.

Der Detailreichtum der Sounds ergibt sich nicht nur aus einer Vielzahl an Velocity-Layern (und hier hat man nicht gespart: BFD 2 Instrumente liegen in bis zu ca. 100 Velocity-Layern vor), sondern auch aus der umfangreichen Mikrofonierung. BFD 2 stellt ein breites Spektrum von sogenannten Multi-Channel-Kit-Pieces zur Verfügung. Hinter diesem Begriff verbergen sich 12-Kanal-Wave-Dateien: Jedes Instrument, sei es die Bass Drum oder die Kuhglocke, liefert Samples, die über folgende Mikrophone aufgenommen wurden: Direkt, Snare Top 1&2, Snare Button, Bass Drum in & out (diese alle in mono); Overhead, Room und Ambience (in stereo). Die Kick- und Snare-Mikrophone wurden auch bei der Aufnahme der anderen Instrumente verwendet, womit der Übersprechungseffekt bei der Abnahme eines Schlagzeugs im Studio berücksichtigt ist. Kein Wunder also, dass ein Snare-Ordner schnell 300 MB Festplattenspeicher beansprucht, ein Becken über 1 GB. Schnelles Streaming ist gefordert!

Lädt man ein Kit-Piece im Startfenster (Kit-Window), kann man den Ladevorgang beobachten: Zwei vertikalen Balken im Instrumenten-Icon zeigen den Ladestatus des gesamten Instruments und der einzelnen Artikulationen an.

Jeder Drummer weiß, was man alles aus einer Hi-Hat herausholen kann – je nach Spielweise (geschlossen, per Pedal, halboffen, diverse Zwischenpositionen, ganz offen, per Schlag auf den Beckenrand oder in die Mitte …). BFD trägt diesen Spielweisen Rechnung und weist sie verschiedenen Tasten zu. Bei einem herkömmlichen Sampler sind es in der Regel zwei bis drei Tasten, auf die die Hi-Hat verteilt wird; BFD bringt es auf elf. Der Ladevorgang dauert bei aufwendigen Instrumenten ein kleines Weilchen (nein, zum Kaffeekochen reicht es definitiv nicht): Wir laden x Velocity-Layer von 12er Multichannel-Samples in y Artikulationen. Man wird jedoch mit einem so noch nie erlebten Reichtum an Variationsmöglichkeiten und einer extrem realistischen Dynamik belohnt.

Damit das Ganze bei einem kompletten Kit hinterher auch reibungslos funktioniert, sollte man schon mindestens 1GB RAM zur Verfügung stellen, und, noch wichtiger: eine 7200er Festplatte.

Dass die Samples an sich hochwertig sind, hat ebenfalls seinen Grund: Sie wurden mit High-End-Equipment in den Londoner AIR-Studios minutiös aufgenommen; in den Gründerjahren des Pop waren hier auch schon die Beatles zu Gast.

0 Kommentare

  1. Sehr schöner und ausführlicher Test.

    BFD2 ist für mich ein Meilenstein unter den VST Instrumenten.

    Die Möglichkeiten sind erschlagend aber wenn mann mal alles
    eingerichtet hat wird man mit dem besten Drum VSTI belohnt
    das der Markt zu bieten hat.

    Gruß Tom

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