Symphobia 2 wendet sich (wie der Vorgänger) in erster Linie an die Komponisten/Produzenten von Film- und Fernsehmusik, Werbung, Game-Vertonung sowie Multimediaanwendungen. Das schließt die Verwendung in allen möglichen anderen Genres, die für symphonische Klänge offen sind, nicht aus.
Etwa zwei Jahre ist es her, dass das niederländische Unternehmen ProjectSAM mit Symphobia eine praktisch spielfertige Library für satte symphonische Hollywood-Sounds lieferte, eine große Abteilung mit einzigartigen Effektsounds inbegriffen. Die hohe Audioqualität, die Authentizität und der bombastische Sound füllte eine bis dahin nicht oder nur unzulänglich besiedelte Nische im Repertoire: Als Besonderheit bietet Symphobia unter anderem Samples von Orchestergruppen. Hier müssen also nicht Schritt für Schritt einzelne Instrumente zu individuellen Multis zusammengestellt werden, häufig verwendete Gruppen liegen schon fix und fertig vor. Der Ensemble Sound ist so packend, lebendig und überzeugend, dass nicht mehr viel abgemischt werden muss.

Mit Symphobia 2 ist vor einigen Monaten das nächste Kapitel erschienen, und diesmal sind auch Legato-Instrumente mit an Bord, ein Feature, das bei der ersten Version fehlte. Daneben gibt es eine Auswahl an neuen Orchester-Spielweisen und wiederum ein sattes Paket an symphonischen Effektsounds mit dem Namen “Dystopia”. Symphobia 2 versteht sich dabei als eigenständige Library, die nicht zwingend den Besitz des ersten Pakets verlangt, will man ein komplettes Orchester in Szene setzen. Gleichwohl gibt es beide Pakete auch im vergünstigten Bundle.
Installation
Mit 18,27 GB hält sich der Anspruch an Festplattenspeicher im Vergleich zu anderen Symphonieorchestern in Grenzen. Verantwortlich hierfür ist eine verlustfreie Komprimierung. Beim Laden ins RAM werden die Samples entpackt. Insgesamt umfasst der Sample-Pool ein Volumen von etwa 33 GB unkomprimierten Files in 44,1 kHz Sampling-Rate und 24 Bit. Symphobia 2 nutzt die Kontakt-Engine als Plattform und kann damit Standalone oder als VST, AU und RTAS-Plug-in überall dort betrieben werden, wo der im Lieferumfang enthaltene kostenlose Kontakt Player bzw. die Vollversion von Kontakt 4 zu Hause ist.
Autorisation
Die Autorisierung vollzieht sich über das NI Service-Center – unproblematisch wie gewohnt; man muss nicht mehr tun, als die Seriennummer einzutippen. Das Service-Center sucht eigenständig nach Updates – nicht immer wird hier alles angezeigt, was auf den Seiten der Drittanbieter bereits verfügbar ist. Im vorliegenden Fall gibt es ein Hotfix zum irischen Dudelsack/Legato, welches man auf der ProjectSAM Seite nach vorheriger Registrierung in seinem Account findet.
Lizenz
Mit dem Öffnen der 3 DVDs beinhaltenden Box akzeptiert man bereits die Lizenzbestimmungen für das Produkt. Die Versiegelung enthält einen entsprechenden Hinweis. Auf www.projectsam.com/license kann man zuvor die Bedingungen einsehen. Erfreulicherweise umschließt die kommerzielle Lizenz jede musikalische Verwendung, die als Musikkomposition verstanden werden kann (nicht den Weiterverkauf von Samples oder bearbeiteten Samples). Zwei Lizenzen sind frei, dürfen also parallel auf zwei Rechnern vom Käufer benutzt werden. Für die Education-Version gibt es eigene Bestimmungen.
