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Test: ProjectSAM True Strike Cinematic Orchestral Percussion

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Vor kurzem haben wir für Sie Symphobia 2 getestet – mit dem hier vorliegenden Test blättern wir ein paar Kapitel in der Geschichte des niederländischen Unternehmens ProjectSAM zurück. True Strike ist eine Sample Library, die sich zentral mit orchestraler Percussion auseinandersetzt, doch dieser Begriff wurde vom Hersteller großzügig interpretiert, sodass sich in dem Paket auch zahlreiche Schlaginstrumente finden, die für gängige Pop-Produktionen geeignet sind. Inzwischen gibt es auch eine Fortsetzung mit dem Titel “True Strike 2″, die sich mit dem Thema “World & Effects Percussion” auseinandersetzt.

ProjectSAM True Strike Cinematic Orchestral Percussion

Installation, Registrierung und Update

True Strike benutzt Kontakt oder den kostenlosen Kontakt-Player in der Version 3.5 aufwärts. Die Registrierung erfolgt über das NI Service Center wie gewohnt halbautomatisch und reibungslos. True Strike (1) erschien 2010 in überarbeiteter Version; Updates für User, die das Produkt in der Ursprungsversion erworben haben, finden diese unter My Account auf der ProjectSAM Homepage. Die Library beansprucht 15,57 GB Festplattenspeicher.

Überblick

ProjectSAM hat sich dem symphonischen, cineastischen Sound verschrieben. Die “Cinematic Orchestral Percussion” wenden sich ebenso wie die anderen Libraries des Herstellers an Produzenten von Film- und Fernsehmusik sowie an die Entwickler von Videospielen – was niemanden davon abhalten sollte, die Instrumente auch in anderem Kontext einzusetzen. Wenn es genreübergreifende Instrumente gibt, dann sind es Drums & Percusion. Aufgenommen wurde die Library in der für klassische Instrumente gängigen Mikrofonierung: Close (2-3 Meter Entfernung), Stage (7 Meter Entfernung) und Far (15 Meter Entfernung) – mit entsprechend steigendem Anteil von Rauminformationen in den Samples. Aufnahmeort war eine Konzerthalle. Dies führt dazu, dass auch bei der Close-Mikrofonierung keine gänzlich trockenen Samples zu erwarten sind.

Die Liste der Instrumente unterteilt sich in Kesselpauken, Kits, Drums und Toms, Becken und Gongs, Tonale Percussion, Small Percussion und Verschiedenes.

ProjectSAM True Strike Cinematic Orchestral Percussion

Allein das Kesselpauken-Ensemble wiegt inklusive aller Artikulationen und Mikrofonpositionen 5 GB. Unter “Kits” finden sich zwei Zusammenstellungen: Klassisches Orchesterschlagwerk und Drums. Die dritte Kategorie, Drums and Toms, umfasst diverse Spielarten der Konzerttrommel, von “Military and Field Drum” bis “Snare Ensemble”, Toms und Roto-Toms, Bongos und Congas sowie kubanische Timbales und nicht zuletzt die Gran Casa (große Basstrommel). Sollten Sie einmal eine wirklich wuchtige akustische Bassdrum benötigen, gehört dieses Schwergwicht in Ihre engere Wahl.

ProjectSAM True Strike Cinematic Orchestral Percussion

Unter den Cymbals gibt es auch abgedämpfte Versionen, ostasiatische Tam-Tams, mit filzbezogenen Klöppeln zum Schwingen gebracht. Die Sammlung von melodischer, also tonaler Percussion sieht so aus:

ProjectSAM True Strike Cinematic Orchestral Percussion

Kuhglocken, Tempelblock und Vieles mehr finden sich einen Ordner weiter:

ProjectSAM True Strike Cinematic Orchestral Percussion

Ratschen, wabbernde Bleche, Schnalzer und sogar eine alte Sirene finden sich in der Tastaturbelegung “Various Percussion”. Einen Schritt weiter vom orchestralen Zentrum der Library entfernt liegt der letzte Ordner “Verschiedenes”: Bodypercussion, Küchengerät, Claps und Fingerschnipser, sehr weich klingende Thai-Gongs und eine Fundgrube für Metallisches: Kettengerassel, Eisenstangen, Blechdeckel, gefährliche Spiele mit dem Schmiedehammer laden zu experimentell-kreativen Abenteuern ein.

Viele Instrumente liegen in verschiedenen Spielweisen vor, als Round-Robin-Samples (linke/rechte Hand), und auch bei den Velocity-Layern war man nicht knausrig. Wir sehen uns die Details anschließend noch genauer an.

Alle Instrumente werden als separte Patches mit den drei genannten Mikrofonierungen angeboten. Schöner wäre es, wenn in einem Patch die Option der drei Mikrofonpositionen angewählt werden könnte und die Samples bei Aktivieren derselben geladen würden. Die getrennte Auswahl gewährleistet allerdings Mehrkanal-Abmischungen bei entsprechender Verteilung der Mikrofonierungen mit dem Surround-Panner des Host.

Autor: Holger Obst

Erste Studioerfahrung zu Zeiten von Atari und Steinberg Twenty-Four. Experimenteller Pop mit Ethno-Einflüssen. Veröffentlichungen bei Magnatune unter dem Namen The Headroom Project. Testautor seit 2006.

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