Test: TechSmith Camtasia 9

Die Programmgattung ‚Video-Editor‘ lässt sich hauptsächlich in zwei Marktsegmente einteilen: rudimentäre Einsteigerprogramme und hochkomplexe Profiprogramme. Camtasia 9 verspricht neben einem großartigen Screen-Recorder auch einen umfangreichen Video-Editor mit intuitiver und schneller Bedienung. In diesem ausführlichen Test schauen wir, ob der Spagat gelingt …

Recording und Studiotechnik

 

Übersicht

Die Firma TechSmith hat mit Camtasia und Snagit gleich zwei heiße Eisen im Feuer, die in ihrem jeweiligen Bereich zu den Marktführern zählen. Snagit hat zwar auch eine einfache Screen-Recording-Funktion, ist aber primär für Screenshots und Bildbearbeitung gedacht. Einen ausführlichen Test zur brandneuen Version Snagit 2018 gibt es HIER.

Camtasia 9 hingegen ist für bewegte Bilder zuständig und bietet zwei Produkte in einem: Den Screen-Recorder ‚Camtasia Recorder‘ und das Video-Bearbeitungsprogramm ‚Camtasia Editor‘.

 

Camtasia Recorder

Mit dem Camtasia Recorder kann der Nutzer Bildschirmaufnahmen erstellen und / oder die Webcam aufzeichnen. Dabei können optional verschiedene Audio-Signale mit aufgezeichnet werden:

  • internes Mikrofon
  • Kamera-Mikrofon
  • System-Audio

Weitere Audiospuren wie zum Beispiel Hintergrundmusik können später bei der Bearbeitung im Camtasia-Editor hinzugefügt werden.

Typische Anwendungsbeispiele sind:

  • Video-Tutorials, bei denen die einzelnen Schritte auf dem Bildschirm gezeigt werden
  • YouTube-Videos
  • Videos zur Produkt-Präsentation
  • Power-Point-Präsentationen können durchgearbeitet und optional mit live gesprochenen Erklärungen unterlegt werden
  • Video-Spiele (Anleitungen oder High-Score-Beweis)

Nach der Aufnahme kann das Video für eine spätere Bearbeitung gespeichert werden oder automatisch im Camtasia Editor geöffnet werden.

 

Camtasia Editor

Neben den mit Camtasia Recorder aufgezeichneten Videos können auch zahlreiche Video-Formate zur Bearbeitung importiert werden. So kann jeder schon mit einem Smartphone zum Video-Produzenten werden.

Diese Videos können nun umfangreich bearbeitet werden:

  • Zusammenschneiden mehrerer Videos / Fotos
  • Entfernen von Fehlern
  • Ein-, Aus- und Überblendungen
  • Bild-im-Bild, Überlagerungen
  • Titel & Untertitel
  • Zoom
  • Zeitraffer und Zeitlupe
  • Callouts, Pfeile etc.
  • Animationen
  • Verhaltenseffekte

Die fertig bearbeiteten Videos können anschließend in zahlreichen Größen (Presets und manuelle Einstellungen) und Formaten (zum Beispiel MPEG-2, MPEG-4, WMV, AVI und Adobe Flash) exportiert werden.

Anstatt das Video als Datei auf der Festplatte zu speichern, kann es auch gleich zu verschiedenen Plattformen wie YouTube, Vimeo oder GoogleDrive hochgeladenen werden.

 

Praxis

Bedienung & Tutorials

Die Bedienung von Camtasia 9 ist – insbesondere gemessen am Funktionsumfang – überraschend leicht. Meine Vorerfahrung mit der Nutzung von Video-Editoren beschränkte sich auf das simple Zurechtschneiden von Smartphone-Aufnahmen mit dem kostenlosen Windows-eigenen MovieMaker. Genervt von der umständlichen Bedienung und den sehr eingeschränkten Bearbeitungsmöglichkeiten habe ich mir Tutorials und Demo-Versionen von zahlreichen anderen Video-Editoren angeschaut. Nach ausführlichen Vergleichen ist Camtasia in Sachen Screen-Recording, intuitiver Bedienung und ausreichenden Bearbeitungsmöglichkeiten schnell mein Favorit geworden.

Nach dem Herunterladen der kostenlosen Testversion von Camtasia kann man sofort erste einfache Videobearbeitungen durchführen. Mit den kostenlosen Tutorial-Videos auf der TechSmith-Website dringt man schnell in die Tiefe der umfangreichen Möglichkeiten vor. Diese Video-Tutorials sind in deutscher und englischer Sprache verfügbar. Sie zeigen klar verständlich und ohne unnötiges Geschwafel die einzelnen Funktionen und Anwendungsmöglichkeiten. Sowohl vom Umfang als auch von der Qualität sind die Tutorials vorbildlich!

Deutsche Tutorials
Englische Tutorials

 

Tutorials, Hilfe und Support-Anfragen können direkt aus dem Menü aufgerufen werden.

Camtasia Recorder

Camtasia kann so ziemlich alles vom Computer aufnehmen:

  • den Bildschirm
  • PowerPoint Präsentationen
  • die interne PC-Kamera oder eine USB-Webcam
  • das System-Audio
  • das interne Mikrofon oder ein externes Mikrofon

In der Windows-Version kann das Aufnahme-Fenster an ein Software-Fenster angedockt werden. Die Aufnahme schneidet also auf Wunsch nicht aus Versehen etwas vom Programmfenster ab und fügt auch keinen unnötigen Rand hinzu. Bei gleichzeitiger Aufnahme von Bildschirm und Webcam werden automatisch zwei Videospuren erzeugt und übereinandergelegt. Die Bildschirmaufnahme nimmt dabei den gesamten Bildschirm ein und die Webcam wird rechts unten klein darübergelegt. Das nenne ich eine perfekte Voreinstellung! Natürlich kann die Position und die Größe beider Videos verändert werden.

Die Aufnahme kann mit Tastaturbefehlen gestartet, pausiert (beide F9) und beendet (F10) werden.

Außerdem ist es bei der Windows-Version möglich, dass der Mauszeiger nach der Pause wieder an der Stelle ist, an der er vor der Pause war. So werden merkwürdige Maussprünge im Video vermieden.

Bei der Bearbeitung in Camtasia können sogenannte Cursor Effekte hinzugefügt werden:

 

Cursor Effekte

Bei Bildschirmaufnahmen sind Cursor-Effekte oft wünschenswert, so dass der Bereich um den Cursor vergrößert oder hervorgehoben wird. Ebenso sollten Mausklicks klanglich und optisch hervorgehoben werden. Wenn solche Effekte auf einen Clip gelegt werden, werden sie automatisch für den ganzen Clip verwendet. Man muss also nicht jeden einzelnen Mausklick mit dem Klick-Sound unterlegen, das geschieht bei Verwendung des Effekts automatisch. Maus-Effekte wie Vergrößerung, farbliche Hervorhebung, Klickgeräusch und optische Klickhervorhebung können miteinander kombiniert werden.

In Sachen Screen-Recorder führt fast kein Weg an Camtasia vorbei. Denn bei diesem anscheinend simplen Problem ist Camtasia die vielleicht beste Lösung. Dazu eine kurze Erklärung:

Was auf dem Computer-Bildschirm angezeigt wird, ist für diese Anzeige optimiert und nicht für Video. Ein Screen-Recorder muss also parallel zur aufzuzeichnenden Software laufen, die Daten der Bildschirmausgabe abzweigen, für die Videoaufnahme umwandeln und aufzeichnen und gleichzeitig die originalen Daten an den Bildschirm weitergeben. Und all das, ohne die aufzuzeichnende Software zu stören – egal wie rechen-intensiv diese Software ist. Bei der Aufzeichnung muss äußerst effizient mit den Computer-Ressourcen umgegangen werden, um das aufzuzeichnende Programm nicht zu stören. Und all das muss auch noch mit einer Vielzahl unterschiedlichster Programme funktionieren.

Camtasia löst diese Aufgabe mit Bravour. Man könnte also sagen, dass das wichtigste Merkmal der Software Camtasia unter der Haube passiert und gar nicht auf den ersten Blick ersichtlich ist.

Ein weiteres Problem ist das Aufnehmen eines Teilbereichs des Bildschirms. Das Video soll nachher ja im Regelfall trotzdem Fullscreen angeschaut werden können. Camtasia bietet zahlreiche Presets, die sofort funktionieren und all die notwendigen Einstellungen automatisch machen. Auf Wunsch können diese aber auch detailliert angepasst werden.

 

Camtasia Editor

4 Hauptbereiche

Der Camtasia-Editor hat vier Hauptbereiche:

  1. in der Mitte das große Vorschaufenster, auch Leinwand genannt (abkoppelbar & skalierbar)
  2. unten die Zeitleiste mit all den Tracks, auf denen die Video-Clips, Bilder, Audio-Files, Effekte, Übergänge, etc. zusammengefügt werden
  3. links die Medien-Bibliothek & Effekt-Auswahl (die von hier aus per Drag’n’Drop auf die Zeitleiste oder auf die Leinwand gezogen werden)
  4. rechts die Eigenschaften des in der Zeitleiste selektierten Clips / Effekts

 

Spuren

Camtasia hat eine unlimitierte Anzahl von Spuren, begrenzt nur durch die Fähigkeiten des verwendeten Computers. Dateien können beliebig zwischen den Spuren verschoben werden. Es gibt also keine speziellen Spuren nur für Audio, Video oder Bilder. Das ist sehr praktisch und erleichtert das Verschieben von Dateien enorm.

 

Medien hinzufügen & arrangieren

Um ein Video-Projekt aufzubauen, zieht man nacheinander die Medien (Video-Clips, Bilder, Audio-Dateien) und die Effekte auf die Spuren der Zeitleiste. Alternativ können auch Medien über die Medienbibliothek importiert werden. Elemente auf den oberen Spuren überlagern dabei Elemente auf unteren Spuren.

Ein Video mit Audio wird auf einer Spur angezeigt. Beides kann aber auch mit einem Rechtsklick auf den entsprechenden Clip und die Auswahl ‚Video und Audio trennen‘ auf zwei Spuren getrennt werden.

Um Medien auf verschiedenen Spuren gemeinsam zu bearbeiten, können sie zu einer Gruppe zusammengefasst werden. Einerseits können diese Elemente so schneller bearbeitet werden, da sie nicht einzeln geschnitten, getrimmt, etc. werden. Andererseits werden so auch typische Bearbeitungsfehler vermieden.

 

Vorschau im skalierbaren und abtrennbaren Vorschaufenster

Das Vorschaufenster ist abtrennbar und kann frei skaliert werden. So ist es möglich, das Vorschau-Video auf einem zweiten Bildschirm zu betrachten und die Bearbeitungen auf dem anderen Bildschirm zu machen.

Das Projekt kann jederzeit ab einer beliebigen Stelle im Vorschaufenster angeschaut werden. Neben den Abspielbuttons kann auch die Leertaste zum Starten und Stoppen verwendet werden. Abgespielt wird jeweils ab der aktuellen Position des Cursors.

Mit den Tasten, (Komma) und . (Punkt) kann man den Cursor Frame für Frame zurück oder vor bewegen.

 

Schneiden

Um am Anfang oder Ende eines Clips zu kürzen, wird einfach das entsprechende Ende des Clips mit der Maus angefasst und verschoben. Da es sich hier – wie bei fast allen Operationen von Camtasia – um nicht-destruktives Editieren handelt, kann das später jederzeit verändert oder rückgängig gemacht werden. Um ein Stück aus der Mitte des Videos zu entfernen, klickt man nach dem Positionieren des Cursors den Schneiden-Button oder die Taste S (Mac: Command-T). Nach dem Schnitt hat man zwei Clips, deren Anfang und Ende wieder justiert werden kann. Durch Verschieben des rechten Clips wird die Lücke geschlossen. Alternativ kann man den Cursor auch aufziehen und den selektierten Bereich entfernen. Dann wird die Lücke automatisch geschlossen und der Schnitt durch eine Naht angezeigt. Bei Verwendung der Funktion ‚Löschen und Lücke schließen‘ werden auch die nachfolgenden Clips nach vorne gezogen und ersparen so zahlreiche Arbeitsschritte und Fehlerquellen.

 

Übergangseffekte

Camtasia verfügt über die üblichen Übergangseffekte. Ihre Verwendung ist wieder extrem einfach: Gewünschte Überblendung aus dem Auswahl-Menü auf die Schnittstelle zwischen zwei Clips einer Spur ziehen – fertig. Optional kann die Länge der Blende durch einfaches Ziehen an einem Ende verändert werden.

 

Anmerkungen

Unter dem Menüpunkt Anmerkungen verbergen sich gleich mehrere nützliche Werkzeuge:

  • Callouts
  • Pfeile
  • Formen
  • Unschärfe & Hervorheben
  • Animationszeichnungen
  • Tastaturbefehl-Callouts

 

 

Eigenschaften

Exemplarisch für die Eigenschaften eines Elements oder Effekts schauen wir uns kurz die Einstellmöglichkeiten eines Callouts an.

Im ersten Tab kann neben der Größe und der Deckkraft auch die Rotation in alle Richtungen und die Position genau eingestellt werden. Die Position lässt sich aber auch ganz einfach per Drag’n’Drop im Vorschaufenster einstellen, ebenso die Größe durch Ziehen eines Griffes. Der Schatten kann extrem genau justiert werden.

Im zweiten Tab wird die Art, Größe und Ausrichtung der Schrift gewählt. Eine Umrandung des Textes (sogenannter Stroke) ist leider nicht möglich. Der Text selbst wird durch Doppelklick auf den Beispieltext im Vorschaufenster geändert.

Im dritten Tab wird die Farbe, Form und Deckkraft des Callouts geändert.

 

Frame erweitern (Bild einfrieren)

Camtasia 9 kann nicht nur Bilder für eine frei wählbare Dauer anzeigen, sondern auch Bilder aus einem Video-Clip einfrieren. Das ist zum Beispiel nützlich, wenn man während der Intro- oder Outro-Musik eines Video-Clips ein stillstehendes Bild aus dem Video zeigen möchte.

 

Animationen

Die sichtbaren Eigenschaften eines Objekts sind Position, Drehung, Größe und Deckungskraft. Mit Animationen können diese Eigenschaften geändert werden. Während der Animation – in der Zeitleiste dargestellt durch einen Pfeil – ändert sich die entsprechende Eigenschaft stufenlos. So können Zooms, Drehungen, Einblendungen etc. realisiert werden. Die Länge und Position der Animation wird einfach durch Ziehen bzw. Verschieben des Pfeils in der Zeitleiste geändert.

Auch wenn ich mich in diesem Test wiederhole: Das ist klasse gelöst und super-einfach umzusetzen.

 

Verhaltenseffekte

Mit den Verhaltenseffekten wird festgelegt, wie ein Element auf dem Bildschirm erscheint, was es während seiner Sichtbarkeit macht und wie es wieder verschwindet.

Zuerst wird auf der linken Seite wieder das gewünschte Verhalten ausgewählt:

Optional kann unter den Eigenschaften auf der rechten Seite wieder genau eingestellt werden, was passiert. Im ersten Tab wird festgelegt, wie und aus welcher Richtung ein Element erscheint:

Im zweiten Tab wird festgelegt, was das Element zwischen Erscheinen und Verschwinden macht und wie oft und wie schnell das passiert:

Und im dritten Tab wird festgelegt, wie und in welche Richtung ein Element verschwindet:

Die Grundeinstellungen der jeweiligen Effekte können direkt verwendet werden. Drag‘n‘Drop des Effektes auf ein Element und fertig. Auf Wunsch können aber auch kleinste Details feinjustiert werden. Klasse!

 

Visuelle Effekte

Mit den visuellen Effekten kann man einem Clip auf der Zeitleiste einen Rahmen oder einen Schatten hinzufügen. Außerdem kann eine Farbe entfernt werden (sogenannter Green Screen), die Geschwindigkeit des Clips verändert werden und anderes mehr.

Schon wieder: Drag’n’Drop des gewünschten Effekts auf das entsprechende Element auf der Zeitleiste, optional Feineinstellung, fertig. Hier exemplarisch zwei Beispiele:

 

Green Screen

Camtasia verfügt über ein sehr gutes Green-Screen-Modul. Mit diesem können Hintergründe in einer frei wählbaren Farbe aus dem Video entfernt werden, so dass der Rest vor einem neuen Hintergrund platziert werden kann.

Beim folgenden Bild möchte ich das gelbe Bändchen entfernen und den Hintergrund sichtbar machen:

Dazu ziehe ich den entsprechenden Effekt auf das Element „Buch“ und wähle mit der Pipette der Farbauswahl die entsprechende Farbe des Bändchens aus:

Schon ist das Bändchen verschwunden und der Hintergrund wird an dieser Stelle sichtbar.

 

Clip-Geschwindigkeit

Zeitraffer und Zeitlupen sind mit dem Effekt Clipgeschwindigkeit möglich. Dieser wird einfach auf den entsprechenden Clip in der Zeitleiste gezogen und anschließend nach Wunsch angepasst. Soll nur ein Teil des Clips mit anderer Geschwindigkeit abgespielt werden, setzt man am Anfang und am Ende dieses Bereichs jeweils einen Schnitt, bevor man den Tempo-Effekt hinzufügt.

Beim Effekt Clip Speed kann nicht nur die Geschwindigkeit eingestellt werden (also zum Beispiel 2,5-faches Tempo), sondern auch die Dauer des Clips in Minuten-Sekunden-Frames. Der Nutzen erschließt sich nicht unbedingt auf dem ersten Blick: Soll ein Clip zum Beispiel statt ursprünglich 17,8 Sekunden im Zeitraffer genau 4,5 Sekunden lang sein, wäre das unter Verwendung des Temporeglers ein ziemliches Gefummel, bis man bei 4,5 Sekunden angelangt ist. In Camtasia gibt man einfach die gewünschte Dauer ein und Camtasia stellt das Tempo entsprechend ein. Top!

 

Export

Die fertigen Videos können nicht nur als Datei in zahlreichen Formaten gespeichert werden, sondern auch direkt auf Vimeo, Youtube und GoogleDrive hochgeladen werden.

 

Resources

Eine besondere Erwähnung verdienen die Resources. Hier findet der Camtasia-Nutzer kostenlos weitere Intros, animierte Hintergründe, Icons, Lower Thirds und Musik.

Sie sind unter folgendem Link zu finden:
https://library.techsmith.com/

 

Fazit

Camtasia ist nicht billig. Wer einen ganz simplen und günstigen Video-Editor für die ersten Schritte in Sachen Videobearbeitung sucht, ist mit Camtasia nicht optimal beraten. Es gibt viele Alternativen, die günstiger und teilweise sogar kostenlos sind. Wer aber einen herausragenden Screen-Recorder braucht oder einen Video-Editor, der umfangreiche Bearbeitungsmöglichkeiten mit intuitiver Bedienung verbindet, wird kaum eine bessere Lösung als Camtasia finden.

Wer schnell zu professionell editierten Videos kommen möchte, liegt hier ebenfalls richtig. Falls man gemeinsam an Videoprojekten arbeiten möchte, ist auch die plattformübergreifende Kompatibilität mit Mac und PC ein wichtiges Entscheidungsmerkmal zugunsten von Camtasia. Camtasia eignet sich vom Anfänger bis zum professionellen Nutzer.

Nutzer, die Multicam-Videos mit vielen Perspektivwechseln erstellen und Nutzer, die eher cineastische Filme machen möchten und daher sehr detaillierte Eingriffsmöglichkeiten in das Aussehen des Bildes brauchen, sind mit anderen – deutlich schwieriger zu bedienenden und teils auch deutlich teureren – Programmen besser beraten.

Die kostenlose Demo-Version von Camtasia 9 ist 30 Tage lang funktionsfähig und kann nach Erstellen eines kostenlosen Nutzerkontos (keine Kreditkarte notwendig) HIER für Win und Mac heruntergeladen werden.

Antesten wärmstens empfohlen!

 

Testautor: Andi Saitenhieb

 

Plus

  • zwei Programme in einem: Screen-Recorder und Video-Editor
  • Flexibilität des Screen-Recorders: Aufnahme von Bildschirm, PowerPoint Präsentationen, interne PC-Kamera, Webcam, System-Audio, internes Mikrofon, Webcam-Mikrofon
  • intuitive Bedienung
  • plattformübergreifend: Mac & PC
  • Seit Version 9 gilt die Lizenz für beide Plattformen und muss nicht mehr separat erworben werden.
  • 64 Bit
  • 4K / Ultra-HD
  • unlimitierte Anzahl Spuren
  • kein Limit bei der Länge des Videos
  • zahlreiche Effekte & Editiermöglichkeiten: Bild-im-Bild, Zoom, Zeitraffer & Zeitlupe, Callouts, Animationen, Übergänge, Green-Screen …
  • Import & Export: zahlreiche Formate
  • ausführliche kostenlose Video-Tutorials – auch auf deutsch!
  • Lizenz gilt für zwei (nur von einem Nutzer und nicht gleichzeitig genutzte) Computer

 

 Minus

  • Keine DV-Kamera-Unterstützung
  • Kein Raster / Lineal / Goldener-Schnitt-Markierung
  • Schrift nur ohne Stroke (Umrandung)
  • Tastaturbefehle: Viele Befehle haben keinen Shortcut und es können keine Shortcuts hinzugefügt / geändert werden

 

Preis

  • Einzel-Lizenz: ca. 200,-
  • Bundle mit Snagit 2018: ca. 230,-
  • Rabatte: Multiuser-Lizenzen, akademische Versionen

 

System-Voraussetzungen

  • Microsoft Windows 7 SP1, Windows 8 und Windows 10 (erforderlich: nur 64 Bit Versionen)
  • 2.0 GHz CPU mit mindestens Dual-Core Prozessor (empfohlen: Quad-Core i5 Prozessor oder besser)
  • 4 GB RAM Minimum (empfohlen: 8 GB oder mehr)
  • 2 GB Festplattenspeicher zur Programminstallation
  • Anzeigeauflösung von 1024×768 oder größer
  • Microsoft .NET 4.6.0 oder höhere Version (eingeschlossen)
  • Dedizierte Windows-kompatible Soundkarte, Mikrofon und Lautsprecher (empfohlen)
  • Windows N erfordert das Media Feature Pack für Windows N

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