Das schrumpfende Studio: Hat die Hardware ausgedient?
Goldkabel und der Schweiß auf der Stirn
Um mit teurer Hardware einschließlich der Goldkabel einen am Ende erstklassigen Mix zustande zu bringen, reicht, und das ist schlimm, das Liebhaben nicht. Da ist akribische Arbeit, viel Lernen, kurz eine mitunter langwierige und frustrationsreiche Eigenschulung notwendig. Und ja doch, ein solches Unterfangen kann grandios gelingen, kann aber dem Hardware-Perfektionisten zwischendurch auch schon einmal die Schweißperlen auf die Stirn treiben, wenn der Sound trotz der tollen Kisten nicht wirklich anbetungswürdig ‚rüberkommt und dann auch noch der zerknirschende Gedanke an das leergeräumte Konto nach adäquaten Luxusklängen schreit – zeitgleich feiert eine kreischende YouTube- und Facebook-Fangemeinde die musikalisch ideenlosen und mixtechnisch plattgewalzten Kreationen der Klau-und Plug-Gilde. Das ist bitter.
Egal ob Sie vor Ideen sprühen, mit Klängen experimentieren oder traditionsbewusst und vintage-mässig einen beeindruckenden Sound erschaffen wollen – wenn Sie sich nicht zu den eingefleischten Liebhabern der Haptik zählen, dann gilt für Sie, wie für 99% der Profis, Semiprofis und Homerecordler: Sie kommen mit guter Software deutlich billiger weg (und hier gehe ich mal vom fairen Einkauf aus) kommen weiter und erreichen um Lägen schneller einen Sound, der nicht nur Ihnen Freude macht.
