Anwendungsbeispiel: Patcha Mama – Teil 1

Als erstes Percussion-Instrument schnappe ich mir eine Ghatam, eine Art Tonkrug indischer Prägung, zu finden in Native Instruments India. Zu diesem Instrument gibt es eine Reihe von wunderbaren Rhythmen, die jedoch stilistisch, wie sollte es anders sein, sehr authentisch auf den indischen Subkontinent verweisen. Das würde mich im Moment zu sehr festlegen, weshalb ich einfach die exzellente Samplequalität nutze und ein paar Noten selbst einklopfe. Dank intelligenter, d.h. näherungsweiser Quantisierung in Cubase muss man kein Wochenendseminar in Percussion belegen, damit es hinterher einigermaßen professionell klingt.

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Wenn man mit fertigen Vocals arbeitet, ist es immer besser, diese möglichst früh in die Komposition zu integrieren; die weiteren Instrumente müssen sich dann an den Vocals orientieren und man spart sich umfangreiche spätere Anpassungen des Gesangs.

Bei Best Service – Ethno World 5 werde ich schnell fündig. Die Library ist zwar nicht gerade allerneuesten Datums, aber die durchweg sauberen Gesangsaufnahmen mit einem breiten Angebot zu den jeweiligen Themen stellen auch 2016 eine grundsolide Basis dar.

Ich entscheide mich für peruanische Quetchua-Vocals. Genau genommen nutzt der Sänger einen Dialekt, der sich der Indianersprache, durchsetzt mit spanischen Vokabeln bedient. Es dreht sich um „Mutter Erde“.

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Der Gesang startet ab Takt 9 und hört sich zusammen mit dem Beat folgendermaßen an: