Test: Audioease Indoor

Die Band spielt in einem leerstehenden Haus

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Hier spielt die Band in einem leeren Haus. Ich öffne nach und nach die Zwischentüren. Das funktioniert in Cubase übrigens nicht ganz optimal und ist mir bereits bei der Auto-Szene aufgefallen. Die Türenöffnung wird nicht genau dann platziert, wenn man klickt und erscheint im Editor später verschoben – als kleine Pünktchen in der Automationsspur Doors:

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Verschiebt man nun die Punkte, so kann es passieren, dass plötzlich zwei Türen gleichzeitig aufgehen. Fügt man einen Punkt hinzu, schließt man unter Umständen die Türen wieder. Ich gehe davon aus, dass sich die Türen unter Pro Tools, für das Indoor in erster Linie gemacht ist, einwandfrei editieren lassen.

Auf unsere Anfrage antwortete Audioease, dass dieses Problem bekannt ist. Es handele sich um einen Bug, der in naher Zukunft im Rahmen eines Updates behoben werden würde.

Hier also die etwas missglückte Türenöffnung (zwei Türen gehen jetzt gleichzeitig auf):

 

Ich transferiere die Band ins Restaurant und platziere Monitor und Mikro recht dicht beieinander:

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O.k., das ist für eine Filmszene optimal, für eine Musikanwendung zu hallig. Der Basis-Modus Direct On gibt alles exakt so wieder, wie es im echten Restaurant klingen würde – man hört genau das, was man sieht. Im Direct Off – Modus kommt man musikalischen Bedürfnissen näher:

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Dort wandelt sich Indoor nämlich in einen Hall mit klassischen Parametern: Pre-Delay, Reverb Spread und Dry/Wet sind kaum weiter erklärungsbedürftig. Oder doch?

Arbeitet man in einem Surround-Gruppenknal, so fällt die Lokalisierung der eingehenden Singalquellen weg, wenn Reverb Spread auf Maximum steht. Deshalb ist diese Position auch mit „everywhere“ bezeichnet. Dreht man den Regler nach links, so werden die Positionen wieder abgebildet („Input Pan following Reverb“). Nun kann man beliebige Schallquellen durch den Raum bewegen. Doch dazu kommen wir später.

Hier zunächst noch einmal die Band, dieses mal mit dieser Einstellung:

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So klingt ein exzellenter Faltungshall. Mal hören, ob Altiverb mithalten kann.

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Das ist natürlich ein ganz anderer Raum (ein Restaurant habe ich überraschenderweise in Altiverbs Bibliothek nicht gefunden), trotzdem:

 

Ja, klingt auch sehr gut, sehr schön rund dieser Hall. Vielleicht hätte ich den Mix-Regler noch ein klein wenig zurückfahren sollen, aber so wird der Effekt deutlicher.

Inhalt:

Die Eckdaten
Rundgang – Positionierung von Mikrofonen und Lautsprechern in verschiedenen Räumen
Auto-Szene mit Audiodemos
Eine Band spielt in der Autowerkstatt
Die Band spielt in einem leerstehenden Haus
Surroundszene im Restaurant
Fazit