Test: Eventide Anthology X
Octavox und Quadravox
Bei beiden handelt es sich um diatonische Echtzeit-Harmonizer mit temposynchroner Zeitverzögerung. Quadravox generiert vier Stimmen …

… bei Octavox sind es deren acht:

Abgesehen von der Anzahl der Stimmen und dem damit einhergehenden unterschiedlichen Bedraf an Rechenleistung, ist die Funktionalität der beiden Plug-ins identisch:
Die Stimmen können separat
- ein- und ausgeschaltet,
- in der Lautstärke gemischt,
- im Panorama verteilt,
- mit Echo und Feedback versehen,
- in Form von Intervallen und mit zusätzlichem Micro-Tuning transponiert,
- in ihrer Zeitverzögerung und Tonhöhe zudem in einem Raster temposynchron eingestellt und
- über MIDI gesteuert werden.
Zudem ist die Tonart und Skala wählbar. Die maximale Zeitverzögerung jeder Stimme liegt bei bis zu 4,8 Sekunden. Damit sollten auch lang anhaltende, experimentelle Stimmen-Cluster möglich sein, denn auch ein globales Loop-Delay mit Feedback ist an Bord.

Octavox und Quadravox können für alle möglichen Eingangssignale verwendet werden, auch für atonales Material wie Drums und Percussion. In diesem Fall schaltet man das Pitch-Tracking aus.
Der Effekt stammt aus dem Eventide Orville, ist also deutlich jünger als die zuvor besprochenen Harmonizer.
Auch hier gibt es eine Reihe von Presets. 32 Einstellungen können als Snapshots abgelegt und mittels Automation bei laufendem Playback abgerufen werden. Globale Snapshots können später auch außerhalb des Projektes wieder aufgerufen werden, „Current“ speichert projektspezifisch ab.
Hier wechsele ich zwischen 6 Snapshots von Octavox:
Ich probiere Octavox mit Gesang aus. Für beste Ergebnisse teilt man dem Effekt mit, um welche Art von Signalquelle es sich handelt:

Zu der einfachen Ooooh – Solostimme blende ich langsam den Effekt ein:
So sieht die Verteilung der Intervalls aus:

Mit crossover stellt man die Dauer des Tonhöhenübergangs bei Notenwechseln ein. Randomize steuert zufällige Tonhöhenabweichungen bei. Im nächsten Audiodemo habe ich sanfte Tonhöhenübergänge und ein hörbares Eiern hinzugefügt. Ein kurzes Loop Delay mit hohem Feedback suggeriert einen größeren Raum.
