Test: Slate Digital FG Bomber
Fazit
FG-Bomber von Slate Digital klingt ausgezeichnet und ist kinderleicht zu bedienen: Man pegelt den Effekt per Drive-Regler so ein, dass der Zeiger des VU-Meters sich im Bereich um 0 dB bewegt, probiert die drei Modi Present, Fat und Tight aus und regelt die Effektstärke mit Intensity. Wem das immer noch zu viel Mausschieberei ist, der findet eine Reihe von Presets – passend für verschiedene Instrumente und Anwendungen.
Hat man sich früher mit einer Kette aus Transientenwerkzeug, dynamischem Equalizer, Röhrensättigung und Kompressor herumgeschlagen, so genügen nun einige wenige Handgriffe. Das kürzt die Arbeit erheblich ab, schont die Nerven, den Geldbetel und auch die CPU, denn FG-Bomber ist auch noch ausgesprochen ressourcenschonend und liegt auch als VST3-Version vor (Virtual Mix Rack).
Intern leistet ein komplexes Netzwerk diverser Effekt-Algorithmen seinen Dienst. Und dieses Netzwerk ist wirklich genial programmiert. Der Zugriff über die wenigen globalen Regler erweist sich als sehr effektiv und praxisnah.
FG-Bomber eignet sich für Pop, Dance, Rock und Jazz in allen möglichen Spielarten, kann einen Mix dezent aufwerten oder auch deutlich nach vorne bringen. Auch Gruppenspuren und einzelne Instrumente einschließlich Gesang können von dem Effekt profitieren. Am besten haben mir die Ergebnisse bei der Bearbeitung von vorab gemischten Drums und relativ dichten (Sub-) Mixen gefallen. Hierfür bietet FG-Bomber eine exzellente Rundumversorgung, verleiht dem Klang zugleich Wärme, Tiefe und Transparenz. Soweit Detailreichtum vorhanden ist, wird dieser fein nachgezeichnet, hervorgehoben und prächtig in Szene gesetzt.
Der Preis für diese Dynamik-Wunderwaffe ist ausgesprochen fair.
Testautor: Holger Obst
Plus:
- exzellente Audioqualität
- zugleich runder, warmer und transparenter Klang
- einfach zu bedienen
- ersetzt aufwändige Dynamikbearbeitungen und umfangreiche Effektketten
- geringe CPU-Leistungseinforderung
Minus:
–
Preis: 95.- EUR (UVP)
Systemanforderung (Virtual Mix Rack):
- Mac ab OSX 10.7 (OSX 10.9 empfohlen)
- PC ab Win 7
- 32 und 64 Bit
- AU, VST2, VST3, AAX
- physikalischer iLok notwendig
Hersteller: Slate Digital
deutscher Vertrieb: Audiowerk
