Test: Sonuscore Trinity Drums

Erste Klangeindrücke

Bevor wir uns die anderen Menüs ansehen, wollen wir in das Repertoire hineinhören. Wir starten mit dem Theme „Anvil“ im Originaltempo von 90 BPM.

 

Man beachte, dass der interne Hall aus dem FX Menü nicht aktiv ist. Der breite Raumklang ist also in den Loops selbst enthalten.

Hier wechsle ich zwischen verschiedenen Varianten des vollen Beats:

 

Die Wechsel habe ich sogar ungenau eingespielt:

Trinity_Bild5

Trinity Drums begradigt diese Einspielfehler durch eine automatische interne Quantisierung (zum nächsten Achtel).

Das Theme „Bulletproof“, zunächst der volle Groove, dann, schrittweise aufbauend, die drei Layer (Ebenen) Low, Mid, und High:

 

Auch hier leben die Drums vom aufwändigen Klangdesign: Die satte Bassdrum virtuell-analoger Prägung hat sicher bereits einen Kompressor und auch einen kurzen Hall durchlaufen, bevor sie in Samples gegossen wurde. Auch sind geschmackvolle, dezente Filterarbeiten am Werk. Diese findet man bei der Library durchgängig vor allem in der High-Ebene. Die Tiefenstaffelung des Mixes und die Bewegungen im Panorama sind bereits fertig.

Bislang haben wir uns Themes der Kategorie „Modern“ angehört. Wir wechseln zu „Cinematic“ und hören uns Variationen des Themas „The Wolf“ an, im Originaltempo bei 140 BPM (mit zwei Bassdrum Hits am Ende).

 

Die Hits eignen sich, um Akzente zu setzen – wie auch vom Hersteller proklamiert. Sie sind weniger zu gebrauchen, um aus ihnen eigene Rhythmen zu basteln, auch nur begrenzt als dynamische Percussion-Instrumente im Zusammenspiel mit anderen Drums oder Beat Machines, denn hier liegen keine Dynamiclayer oder Round Robins vor. Mit steigender Anschlagsstärke erhöht sich zwar der Pegel, es wird jedoch immer ein und dasselbe Sample abgespielt.

Bevor wir zum Mixer-Menü kommen, testen wir noch das Time-Stretching. So hört sich „The Wolf“ bei 120 BPM an:

 

Und so bei 90 BPM:

 

Man sollte das Stretching also nicht überfordern, sonst werden die Transienten verwischt und der Klang verwaschen; das betrifft vor allem die hohe Ebene. In der anderen Richtung, also beim Stauchen bzw. beschleunigen, klingen es hingegen auch weit entfernt vom Originaltempo noch gut.

Die Auswahl an Grooves quer durch alle Tempi ist jedoch so groß, dass man eigentlich immer fündig wird – vorausgesetzt, man liegt auf einer Linie mit der geschmacklichen Ausrichtung des Klangdesigns von Trinity Drums.

Wie wir bereits gehört haben, kommen bei den die Grooves Klangerzeuger aller Art zum Einsatz, häufig kombiniert, also analoge und akustische Percussion. Und auch Effekte sind reichlich in das Klangdesign eingeflossen. Insgesamt ist der Klang modern und trendy, frisch, rund, oftmals wuchtig und tendenziell spektakulär. Trockene Beats, an denen man mit eigenem Klangdesign umfangreich ansetzen kann, sind weniger enthalten. Trinity Drums liefert also eher produktionsfertige Loops mit Hinhör-Effekt. Dazu hier ein weiteres Beispiel, nämlich Variationen des Themes „Prepare For War“ im Originaltempo von 100 BPM:

 

Auch dieses mal sorgt Trinity Drums weitgehend für eine passende Synchronisierung meiner ungenau eingespielten Noten und toleriert die meisten wilden und „undisziplinierten“ Wechsel, ohne dass es zu Brüchen kommt. Das intuitive, unkomplizierte Einspielen macht Spaß.