Test: Sonuscore Trinity Drums
Fazit
Trinity Drums bietet ein großes Angebot produktionsfertiger Grooves, die thematisch sortiert sind und jeweils eine ausreichende Anzahl von Varianten beinhalten. Bei jedem Thema kann man aus dem Vollen schöpfen und in Echtzeit dichte und weniger dichte Rhythmen sowie Teilrhythmen der drei Layer Low, Mid und High kombinieren. Dank Phrase Sync Modus gelingt das auch bei ungenauem Spiel in den meisten Fällen perfekt und macht richtig Spaß.
Klanglich hat sich der Hersteller auf meist effektvolle bis spektakuläre Beats festgelegt, die in vielen Tempi und auch ungeraden Taktarten angeboten werden. Hier wurden Klangerzeuger aller Art und die unterschiedlichsten Effekte verarbeitet und in Samples gegossen.
Man erhält weitgehend fertig produzierte Hybrid-Grooves mit geschmackvollem Klangdesign und angenehmer Tiefenstaffelung, die sich in erster Linie für die Spielevertonung, Multimedia und die Filmmusik eignen. Die Hybrid-Grooves sind überwiegend frisch und modern gestylt, nicht klassisch oder gar puristisch, ethnisch.
Die weiterführende interne Klanggestaltung ist in Zeiten, in denen mancher Hersteller von Kontakt-Instrumenten der Generation 5 ausgefeilte Sonderfunktionen bereitstellt (man denke etwa an Slice-basierte Sequencer), etwas spartanisch. Für ein größer angelegtes Klangdesign fehlt es auch an tiefer editierbaren Effekten. Für externe Bearbeitungen wären Einzelausgänge der Ebenen wünschenswert gewesen. Will man dies über mehrere Instanzen erreichen, so verzichtet man notgedrungen auf den Phase Sync Modus, der wesentlich zum Reiz des Instruments beiträgt.
Der Preis ist angemessen.
Testautor: Holger Obst
Plus:
Vielzahl thematisch sortierter, frischer und moderner Rhythmen
Intuitiver Wechsel zwischen verschiedenen Varianten und Layern durch Phase Sync Modus
produktionsfertiger, moderner Klang
Minus:
eigene Klanggestaltung begrenzt
keine Einzelausgänge für die Layer
Systemvoraussetzungen: NI Kontakt 5 Vollversion
Vertrieb: Best Service
