Test: Sugar Bytes Factory

Komplexes Sound-Morphing

In der Library finden sich zahlreiche Morph-Sounds. Es ist jedoch kein Problem, auch eigene zu erstellen. Dazu drückt man den Aufnahmetaster rechts unterhalb des Morph-Sliders und bewegt ein paar Regler. Den Morph-Slider weist man anschließend einem externen Controller (via MIDI-Learn) zu.

Hier eine Variation des Sounds „Fluffy Piano“ von Tom Cosm; mit dem Morph-Slider springe ich zwischen zwei Varianten hin und her und skizziere damit eine Art Frage-Antwort-Spiel zweier Instrumente (Beats von Groove Agent):

 

Zum Abschluss noch eine selbstgebastelte Orgel. Den Sound habe ich „Orgel kaputt“ getauft – in Erinnerung an unseren Keyboarder Christoph Münster, der auf dem Weg zu einem Gig mit seinem Kombi ins Schleudern geriet, als er versuchte, eine Maus plattzufahren. Das Manöver war derart übel, dass seine Farfisa eine Beule in das Seitenblech des Kombi schlug und fortan bei bestimmten Einstellungen oder Betriebstemperaturen Klangfarben produzierte, die höchst experimentell klangen. Aus meiner Sicht ein Zugewinn, auch wenn mir die Maus leid tat. Christoph sah das genau umgekehrt, und seine Abneigung gegen Mäuse steigerte sich.

Beim Audiodemo moduliert Sample & Hold den Effekt Lofizer. Dadurch entstehen Knistern und Knacken. Mit dem Modulationsrad steuere ich die Klangfarben der beiden Oszillatoren sowie den wunderscherschön schwebenden Chorus-Effekt (ja, den könnte man auch als Plug-in auskoppeln, so gut ist er). Beats: Groove Agent.

Factory_Bild47

 

Ich finde, solche Sounds braucht der Revival-Punk oder vielleicht auch der deutsche Schlager, der ja momentan kräftig im Aufwind ist.