Test: Sugar Bytes Factory

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Der Oszillatorabteilung folgt ein kleiner aber feiner Mixer: Hier lassen sich die Lautstärken der beiden Oszillatoren, des Sub-Oszillators und des Rauschgenerators mischen, und zwar

  • über die Regler mittels Modulationsmatrix
  • und im Lautstärkeverhältnis über die Fader (hier manuell und unmoduliert – aber per MIDI-Learn über externe Controller steuerbar und natürlich auch automatisierbar).

Für den Sub-Oszillator, er eine Oktave unter dem Hauptoszillator arbeitet, stehen folgende Wellenformen bereit:

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Alternativ kann eine Ringmodulation zwischen Oszillator 1 und 2 geschaltet werden.

Die Rauscharten des Noise-Generators:

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Das Multimode-Filter und seine Charakteristika haben wir eingangs bereits kennengelernt.

Kommen wir zum nächsten großen Kapitel: Der mächtigen, beinahe übermächtigen Matrix.

Diese ist Dreh- und Angelpunkt der umfangreichen Klangtransformationen und bietet 8 x 10 Modulationsverknüpfungen und eröffnet durch eine ganze Reihe einzigartiger Besonderheiten manch abgedrehtes Klangdesign.

Die Modulationsquellen:

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Sogar die Oszillatoren und er Rauschgenerator können als Modulatoren auftreten.

Die Modulationsziele:

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Auch hier gibt es eine Zufallsauswahl mittels Würfel. Hat man in der Matrix bereits Quellen und Ziele miteinander verknüpft, kann man über die Würfel zufällige neue Quellen und Ziele generieren (und diesen Prozess über Undo wieder rückgängig machen). Auch lässt sich die Matrix komplett zurücksetzen.

Als Ziel kann die Tonhöhe der Oszillatoren in Halbtonschritten moduliert werden.

Klickt und zieht man auf einen Punkt in der Matrix, so erscheint ein blauer oder roter Kreis. Blau bedeutet, dass positive Parameterwerte generiert werden, rot steht für negative. Die Größe des Kreises gibt das Maß bzw. die Tiefe der Modulation an.

Hier moduliert der Wavetable PWM – Oszillator 1 die Sync-Frequenz des Saw-Sync-Oszillators 2 und den Filter-Cutoff. Der LFO 1 moduliert mit einer Impulswellenform die Tonhöhe von Oszillator 1, wodurch das unregelmäßige, kurze Zirpen entsteht.

 

Eine recht bewegte Angelegenheit. So sieht die Matrix aus:

Die Modulationsmatrix kann aber noch mehr, und zwar über globale Einwirkungen auf die Matrix selbst: Das Rautensymbol mit dem Punkt in der Mitte ist ein hochkant stehender Würfel in Seitenansicht. Zieht man diesen mit der Maus, beginnt er zu kippen und es entstehen mehr Modulationsverknüpfungen. Zieht man ihn wieder zurück, so gelangt man zum Ausgangspunkt.

Der Regler darunter bietet drei Modi: Im Tweak und Mutate-Modus werden alle Modulationen in ihrer Intensität und Richtung variiert. Im Target-Modus weist man einer oder allen Modulationen einen Modultor zu, darunter Aftertouch, Modulationsrad und Pitchbender. Sogar der Audiooutput kann hierfür genutzt werden. Die Einflussstärke ist dosierbar.

Ich habe solche globalen Modulationen mit einer Trompete, genauer gesagt „Donald´s Trumpet“ ausprobiert. Zunächst die unmodulierte Trompete:

 

Donald hatte scheinbar kein Geld für ein Instrument aus Blech und hat sich für dickes Gummi entschieden.

Zunächst habe ich neue Modulationsquellen und -ziele gewürfelt, dann mit der Raute, die eigentlich ein Würfel ist, mehr Modulationszuweisungen erzeugt und diese schließlich mit einem LFO moduliert.

 

Na gut, mit einem andren Basissound wären spektakulärere Modulationen entstanden. garantiert. Habe ich schon erwähnt, dass es eine Demo-Version gibt, mit der Sie selbst solche Dinge machen können?