Test: Ueberschall Glitch Art

Audiobeispiele

Wir hören in das Construction-Kit No. 1 hinein, zunächst der viertaktige Instrumentalmix, nahtlos anschließend die achttaktige Version mit Gesang:

 

Die Loops sind exakt und knackfrei geschnitten. Quantisiert man sie hart, so entstehen keine Brüche an den Nahtstellen. Setzt man bei einem Live-Remix Loops oder Abschnitte zusammen, so muss man die Loops allerdings taktgenau triggern. Eine automatische Quantisierung bei leicht nach vorne versetztem Einspielen, wie sich manche Rhythmusmaschine bei Patternwechseln bietet, kennt Elastik nicht.

Am Sound ist nichts auszusetzen: Die satte Bassdrum, die glitch-typischen, wabernden Synthesizer-Effekte mit lebhaftem Panning geben ein stimmiges Bild ab. Die Stimme von Oana Brutaru

könnte für meinen Geschmack etwas mehr in den Vordergrund gerückt werden – kein Problem, wir haben ja die Einzelloops, und Elastik verfügt nicht nur über interne Lautstärkeanpassungen für jeden Loop, sondern auch über Einzelausgänge. Man kann also eine sehr gezielte und, wenn man will, umfangreiche Detailarbeit auch mit externen Mitteln vornehmen.

Hier habe das Tempo auf 100 BPM eingestellt, den Instrumentalmix und den reinen Gesangsloop über zwei getrennte Ausgänge abgemischt und dem Gesang eine Röhrenvorstufe, einen Exciter, beide von Slate Digital, und noch ein Echo spendiert (Fabfilter Timeless 2). Für den Instrumentalmix kommt ebenfalls ein Exciter und ein Dynamiktool, FG-Bomber von Slate Digital, zum Einsatz.

 

Ich gebe zu, mit der Klangbearbeitung habe ich es etwas übertrieben; das merkt man manchmal erst am nächsten Tag, wenn man mit frischen Ohren an die Sache herangeht …

Construction-Kit No. 2 „Argent“, Full Mix mit Vocals, 90 BPM:

 

Gesang, Synthesizer- und Bassdrum-Loop alleine schaffen auch bereits eine schöne Atmosphäre:

 

Hier habe ich einige Loops aus dem Construction-Kit „Sealed“ übereinandergeschichtet: