Test: Rigid Audio Synferno

Das Mix-Menü

Synferno bietet die Menüs Mix, Edit, FX und Seq. Bislang haben wir uns ausschließlich im Mix -Menü bewegt. Hier kann

  • die Lautstärke,
  • Panoramaposition,
  • ein Tuning um +/- eine Oktave
  • der Anteil am individuellen Hall,
  • der Klang über einen halbparametrischen Zweiband-EQ
  • und die Auswahl der Layer vorgenommen werden.
  • Zudem kann jeder Layer auf Solo geschaltet, die Effekte und der interne Sequencer aktiviert werden.

Im FX-Menü schaltet man zwischen den vier Layern um (ebenso im Edit- und Seq-Menü, dazu später). Für jeden Layer, dessen Einstellungen aus dem Mix-Menü praktischerweise links noch einmal präsent sind, stehen diverse Optionen der Klanggestaltung bereit. Diese werden erst aktiv, wenn der grüne FX-Button im Mix-Menü oder in der linken Spalte des FX-Menüs angeklickt wurde.

Synferno_Bild7

Die Effekte werden anschließend über eine Zeile mit weiteren Buttons separat ein- und ausgeschaltet.

  • Ein Autopan mit dosierbarem Wirkungseinfluss aber fester Frequenz sorgt dafür, dass das Signal im Panorama hin- und herwandert.
  • Ein Bandpassfilter mit fester Frequenz und zusätzlichen Gate sorgt für zappene Filter-Effekte. Hier die Layer Bass und Synth aus dem Instrument „Watercycles“ mit Gate-Step-Filter:

 

  • Degrade ist ein dosierbarer Lo-Fi-.Effekt, der dem Höreindruck nach die Samplefrequenz und Abtastrate reduziert.
  • Skreamer ist ein Verzerrer mit den Parametern Tone, Drive, Mix und Gain und kann deftigen Schmutz in den Sound bringen.
  • Ein Flanger mit den Parametern Tiefe, Geschwindigkeit, Phase, Klangfarbe und Feedback bringt zusätzliche Schwebungen in den Klang. Hier nochmals der Synth-Layer aus Watercycles mit Screamer und Flanger:

 

  • Space Reverb ist ein Faltungshall mit einer üppigen Auswahl an Impulsantworten, darunter auch Effektvarianten abseits der üblichen Raumsimulation. Der Ambient-Layer aus Watercycles mit Autopan, Degrade und einem FX-Reverb:

 

  • Im Vergleich dazu der selbe Layer ohne Effekte:

 

  • Schließlich gibt es noch ein temposynchrones Echo mit Höhendämpfung, Panoramaregler, Feedback und Verzögerungszeit. Eine Kombination zusammen mit dem Step-Filter kann reizvoll sein. Hier der Groove aus Watercycles mit Step-Filter, Space und Delay:

 

  • Im Vergleich dazu ohne Effekte:

 

Hier habe ich die Effekte wieder eingeschaltet und zudem den Sequencer-Button gedrückt:

 

Ich muss sagen, dass ich angesichts des fertigen Klangdesigns der Layer zunächst etwas skeptisch war, was die Einbindung weiterer Effekte betrifft. Effektvolle Sounds nochmals durch eine Effektkette jagen geht oftmals schief. In der Praxis stellt sich aber heraus, dass die Effekte sinnvoll gewählt und durchaus zu gebrauchen sind. Autopan und Filter machen beinahe in allen Fällen eine gute Figur; Screamer und Lo-Fi-Effekt eignen sich dafür, dem runden Originalklang zuzusetzen und mehr Underground-Feeling einzubringen. Nutzt man dann noch die Automations- bzw. Steuermöglichkeiten, so hat man schnell eine spannende Performance realisiert.