Test: Rob Papen SubBoomBass 2

Schon der Vorgänger konnte mehr als nur Basslines erzeugen und war ein vollwertiger Synthesizer mit Sequencer. SubBoomBass 2 glänzt mit Physical Modeling und einer ganzen Reihe weiterer neuer Features.

SubBoomBass enthält die gesamte Funktionalität und Presets der Vorgängerversion. Die Oberfläche wurde jedoch überarbeitet und soll nun intuitiver zu bedienen sein. Zu den virtuell-analogen Wellenformen und Samples kommen in Version 2 Spectrum Waveforms hinzu, neue, frische Samples und die sogenannte Karpius Strong Synthese, die eine Form von Physical Modeling darstellt und vom Erfinder 1983 als Patent angemeldet wurde.

Ein virtuelles XY-Pad ist nun auch an Bord; man kennt das bereits von anderen Rob-Papen-Instrumenten.

In Version 2 gibt es ganze vier Sequencer, deren Linien im Pattern-Modus kombiniert werden können.

Zu guter Letzt kann man seine Lieblingsklänge jetzt als Favoriten markieren und schneller wiederfinden.

So sah die Oberfläche von SubBoomBass 1 aus:

Recording und Studiotechnik

Und so präsentiert sich der Nachfolger:

Der neue SubBoomBass ist auch ein wenig größer. Das kann man bei den beiden Abbildungen oben nicht erkennen, da diese auf unsere maximale Fensterbreite von 640 Pixel reduziert sind.

Bei SubBoomBas 2 lässt sich die Oberfläche nun auch skalieren. Dazu klickt man auf das Logo, gelangt ins Settings-Menü und klickt dort auf „Big Screen“.

 

Klangerzeugung und Features im Überblick

In SubBoomBass 2 gibt es neben dem alten, etwas unübersichtlichen Dateibrowser einen Preset Manager (1) mit übersichtlicher Kategorisierung, Suchfunktionen und Favoritenmarkierung.

Der Cursor im XY-Pad (2) kann live gesteuert werden. Man kann aber auch eine Automation aufnehmen. Für die Zuweisung von Parametern gibt es eine umfangreiche Matrix mit einigen Extras.

Die Basisklänge liefern zwei Oszillatoren mit Sub-Oszillator (3 und 4). Neben einer Reihe von virtuell-analogen Wellenformen und zwei Bänken mit Samples gibt es nun auch Spektral-Wellenformen und ein String Modell mit Physical Modeling.

Die Parameter unterscheiden sich in Abhängigkeit vom Synthesemodell. Virtuell-analoge-Wellenformen verfügen über eine Pulsbreitenmodulation, das String-Modell unter anderem über Länge, Dämpfung der Saite und Klangfarbe. Oszillator 2 verfügt über eine Frequenzmodulation, einen Ringmodulator, Feedback, Filter und String Feedback. Mit letzterem kann man eigentümlich flatternde Saitenklänge erzielen, wenn man Oszillator 1 ebenfalls das String-Modell benutzt.

Beide Oszillatoren werden durch eine einfache, dosierbare Verzerrung (5) geschickt, bevor sie die beiden Multimodefilter erreichen, die seriell, parallel oder im Split-Betrieb geroutet werden.

Das Multimodefilter Nr. 1 (6) ist üppig ausgestattet und bietet Tief-, Band- und Hochpassfilter verschiedener Güte, dazu Noch-, Kamm- und Vowel-Filter. Es reagiert dosierbar auf die Anschlagsdynamik, eine eigene Hüllkurve, einen wahlweise temposynchronen LFO und lässt sich über die Matrix auch dem XY-Pad zuweisen.

Filter Nr. 2 (7) ist deutlich spartanischer ausgestattet, bietet zwar die selben Charakteristika, jedoch lediglich einen Cutoff und einen Regler für die Filtergüte, mit dem man auch scharfe Resonanzen produzieren kann. Aus den Strings des Physical Modeling werden dann feine Glöckchen.

Die ADSFR-Hüllkurve für die globale Lautstärke reagiert auch dosierbar auf die Anschlagsdynamik.

Im Play Modus (9) stellt man die Betriebsart (Legato, Poly, Mono, Sequence) ein, definiert das Portamento und trifft auf einen weiteren Regler für die globale Formung des Lautstärkeverlaufs, der eigentlich in die Amp-Sektion gehört.

Auch findet sich hier ein LFO, der fest der Tonhöhenmodulation zugewiesen ist. Er greift auf zahlreiche alternative Wellenformen zurück, kann zum Tempo synchronisiert und zudem über das XY-Pad dosiert werden.

Der zentrale Bereich mittig unten gehört den vier Sequencern, deren Patterns zu einer komplexen Abfolge kombiniert werden können.

Vom Sequencermenü schaltet man hier zum String Menü um, wo die Physical Modeling – Engine weitere Parameter bereitstellt, die rein platzmässig nicht in die Oszillator-Sektion gepasst hätten.

Weiter geht es mit dem Fenster für die Modulationshüllkurve und dem LFO, der Modulationsmatrix

und der Konfiguration des XY-Pads.

Ganz rechts findet sich die Effekt-Abteilung. Knapp 30 Effekte stehen zur Wahl und können in zwei Slots geladen werden. Die Ausstattung mit Parametern ist teils recht üppig und hängt von der Art des Effektes ab. Jeder Effekt kann hier, also außerhalb der Matrix, bereits zwei Modulatoren zugewiesen werden. Die Modulationsstärke kann man bipolar und mit dosierbarer Stärke einstellen. In der Modulationsmatrix tauchen die Effekte als Zielparameter hingegen nicht auf.

Wem die Bedienung zu kompliziert und die Oberfläche zu eng mit Reglern und Schaltern besiedelt ist, der findet im Easy Mode eine reduzierte Oberfläche, die sich beispielsweise für Live-Anwendungen eignet, wenn man die Presets bereits komplett konfiguriert hat.

 

Presets

Für den Schnelleinstieg bietet sich der Preset-Manager an, der einen besseren Überblick als der alte, nach wie vor vorhandene Preset-Browser bereitstellt.

Alt:

Neu:

Wegen der Verkleinerung und der Datenkomprimierung ist die Qualität unserer Abbildung nicht dem Original entsprechend. Im Original sind alle Einträge gut lesbar.

Rechts haben wir die Bänke, links fünf Spalten mit Presets, darüber Suchfunktionen und in der Fußleiste alle notwendigen Befehle zur Verwaltung der Library. Falls erforderlich gelangt man direkt zum entsprechenden Ordner auf dem Rechner und muss nicht quer durch die Hierarchie navigieren.

Hier noch ein Blick auf die Auswahl an Kategorien und Attributen:

Klickt man auf die Presets, werden diese sofort geladen und können angespielt werden, ohne den Preset Manager zu verlassen.

Zappt man durch die Presets, wird man schnell feststellen, dass

a) der SubBoomBass seinem Namen auch in Version 2 gerecht wird: Soweit ein Subwoofer vorhanden ist, trifft man auf zahlreiche Klänge, die dafür sorgen, dass der Speaker nicht umsonst herumsteht und

b) dass das Instrument noch vielseitiger ist als in Version 1. Kein Wunder, gibt es doch neue Wellenformen und Physical Modeling. Die Sounds lassen sich über die gesamte Tastatur spielen und nutzen – in den höheren Lagen warten einige reizvolle Entdeckungen auf den User, die mit den Bässen im Frequenzkeller nichts mehr zu tun haben.

Hier habe ich das Preset nach acht Takten eine Oktave höher gespielt. Im Hintergrund läuft ein Beat von Rob Papens virtueller Groovebox Punch.

 

Zwei Instanzen von SubBoomBass 2:

 

Das Preset Dirty Flavor 011:

 

Das Preset BassoMetal 1 zusammen mit einem Beat von Arturia Spark:

 

 

Details der Klangerzeugung

Die Architektur habe ich bereits im Kapitel „Überblick“ beschrieben. Hier soll es speziell um die Details gehen, die SubBoomBass 2 von anderen Produkten besonders unterscheiden. Klassische analoge Wellenformen haben viele virtuelle Synthesizer im Gepäck. Mit den Spectrum Waves, dem String Modell und den Samples hat SubBoomBass einiges an Bord, was ihn von Mitbewerbern unterscheidet.

Will man bei Null anfangen, klickt man im Browser auf „New Preset“. Dann lädt man eine Wellenform in Oszillator 1. Unter den Spectrum Waves gibt es diverse Variationen von analog klingenden Basstönen, teils mit Tendenz zum Metallischen, daneben Glöckchen, die auch von einem FM-Synthie stammen könnten, angezerrte Sinuswellen, wie von frühen Digitalorgeln und einiges mehr.

Diese Bass-Wellenform könne von einem frühen digitalen Klavier stammen:

 

Aus dieser Wellenform habe ich mittels LFO-moduliertem Filter und einer einfachen Sequenz diesen Sound gebastelt:

 

Der Klang zeigt, dass es kein Problem darstellt, den SubBoom-Bässen ein detailreiches Obertonspektrum zu verleihen – wozu hier neben dem Filter besonders der zweite Oszillator im FM-Modus beigetragen hat. Leider startet Cubase beim Playback die Sequenz nicht sauber und schneidet auch am Ende des Exports die letzten Millisekunden ab. Dieser Fehler ist mir schon bei anderen Exporten aufgefallen und geht nicht zu Lasten unseres Testkandidaten.

Der String-Oszillator sieht folgendermaßen aus:

Color bestimmt die Klangfarbe und Drahtigkeit der Schwingung.

Length steht für die Zeitdauer der Schwingung (nicht für die Saitenlänge). Ein kurzer Wert für Length führt dazu, dass die Schwingung der Saite früh gestoppt wird, unabhängig davon, ob man die Taste noch hält. Das Stoppen hört sich so an, als würde man mit der Hand die Saite bis zum Stillstand abdämpfen. Es gibt also so etwas wie einen natürlichen Releaseklang. Der ist zwar kurz, verfehlt aber seinen Beitrag zu einem natürlichen Gesamtverhalten des String-Modells nicht: Es wird im Release nicht einfach nur die Lautstärke heruntergefahren.

Der Parameter Dämpfung reduziert die Obertöne und vermittelt den Eindruck, dass die Saite mit der Hand gedämpft wird. Auch hier klingt es natürlicher als eine einfache Höhenbegrenzung per Filter.

Seine Fortsetzung findet das String Modul in einem zweiten Menü, welches anstelle des Sequencers geöffnet wird.

Für den Fall, dass beide Haupt-Oszillatoren das String-Modell benutzen, schaltet man in der oberen Zeile des Menüs zwischen ihnen um.

Im String-Menü trifft man auf zwei Wellenformen, die die virtuelle Saite zum Schwingen bringen. Will man einen reinen Klang einer Saite oder einer Glocke erzielen, so verwendet man mindestens in einem der beiden Oszillatoren Weißes oder Rosa Rauschen. Rauschen in Kombination mit einer Sinus-Wellenform ergibt einen sehr bauchigen, weichen und dunklen Grundklang. Die anderen Wellenformen eignen sich beispielsweise, um Klänge früher Digitalpianos nachzubilden. Auch knurrende E-Bass-Sounds sind mit dem String-Modul möglich.

Die Regler Color, Length und Damp korrespondierenden mit den Reglern, die wir bereits kennen. Hier kann man sie allerdings durch die Anschlagsstärke und die Notenhöhe dosierbar modulieren, über den Inverse-Knopf auch in umgekehrter Richtung, z.B.: Je härter der Anschlag, desto kürzer die Länge und desto obertonreicher der Klang.

Die Attackphase wird durch Impulse (1) mit den Parametern Länge, Lautheit und Verlaufsform, sowie Pluck (2) bestimmt. Dem Höreindruck nach wirkt sich Pluck vor allem auf die allerersten Millisekunden aus. Man kann sich das so vorstellen, dass Pluck den Moment beschreibt, in dem die Saite gezupft oder angeschlagen wird. Pluck kann genauso wie Length und Damp von der Anschlagsstärke und Notenhöhe abhängig sein.

Impulse Length beschreibt das Scheppern der Saite nach dem Anschlag.

Eine Eigenkreation „Großer Draht“:

 

Wenn man im Manager auf Find Preset klickt und dann String eingibt, erscheinen einige Presets, die das String-Modell verwenden.

Hier trifft man überwiegend auf Sounds, die einen prägenden Anschlag mit einem virtuell-analogen Sustain kombinieren.

Hier ein Werkssound, dem man gar nicht mehr seine Entstehung im String-Modul anhört:

 

Trotzdem recht bemerkenswert, wie ich finde. Ein schöner virtuell-analoger Sound.

Die neue Modulationsmatrix dürfte kaum Fragen aufwerfen:

Oder doch? Die beiden rechten Spalten Control Source und Amount bedeuten, dass man den Modulator, der einen Parameter steuert, wiederum modulieren kann. So ist es beispielsweise möglich, mittels Modulationsrad eine LFO-Modulation des Lenght-Parameters aus dem String Modul einzublenden.

Als Modulationsquellen stehen neben den Standards auch Noise, die Velocity-Werte der einzelnen Steps des Sequencers, externe Controller, Aftertouch und Velocity zur Verfügung. Moduliert werden kann alles innerhalb der Oszillator- und Filter-Abteilung, nur die Effektparameter sind hiervon an dieser Stelle ausgeschlossen. (Effektmodulationen adressiert man im FX-Modul.)

Wenn wir noch einmal einen Blick auf den Sequencer werfen, sehen wir die Velocity-Reihe, die in diesem Fall statisch mit dem Maximalwert modulieren würde, da alle Zellen bei 127 stehen. Die beiden Oszillator-Reihen sind interessant: Hier kann man pro Step die Wellenform des Oszillatormodells wechseln. Damit sind auch sehr abwechslungsreiche und wilde Klangexperimente möglich.

Im folgenden Audiodemo hören Sie zunächst nur den SubBoomBass (eine Instanz). Oszillator 1 wechselt zwischen verschiedenen Samples per Sequencer. Anschließend steigt ein Beat von UVI BeatBox Anthology 2 ein, hinzu kommen Vocal Samples aus Soundiron Voices of Rage und ein Gitarrenloop aus Ueberschall Feedback Guitar. Als Effekte kommen Presswerk von u-he für den SubBoomBass und den Beat, sowie Brainworx bx_rockrack V3 für die Gitarre zum Einsatz.

 

Klickt man auf ENV/LFO, so erscheinen die Bedienfelder des freien LFOs, der unter anderem über die Modulationsmatrix einem Ziel zugeordnet werden kann, und zwei freie ADSFR-Hüllkurven.

Der LFO kann zum Tempo synchronisiert, eingeblendet und über einen weiteren Modulator in seiner Intensität gesteuert werden, etwa über ein Expression-Pedal, das XY-Pad oder über eine der beiden freie zuweisbaren Hüllkurven.

Auch die beiden Hüllkurven können ihrerseits moduliert werden. Die Liste der Modulatoren ist umfangreich:

Hier die Liste der Modulationsziele, speziell der Einflussstärken bestimmter Positionen im XY-Feld.

Sechs XY-Positionen können bestimmten Parametern zugeordnet werden, was man wiederum per Rechtsklick auf einen Parameter erreicht:

Fahrten durch das XY-Feld können per Maus erfolgen und als Animation aufgezeichnet werden, über externe Controller, idealerweise über einen XY-Controller oder als Bewegung im Record-Modus festgehalten werden.

Die Zuweisung von Parametern zu XY-Positionen kann auch durch das entsprechende Advanced-Menü stattfinden:

Einzelne Parameterzuweisungen können ausgeschaltet werden (Bypass-Buttons), die Fahrt kann in Tempo und Auflösung des XY-Feldes in Punkte und Bereiche (Space Quant) genauestens festgelegt werden. Aufgezeichnete Fahrten werden entweder einmal durchlaufen oder im Loop-Modus wiederholt.

Ein Bewegungspfad im XY-Feld kann beispielsweise so aussehen:

Je mehr Punkte man zulässt, desto weicher wird die Parameterbewegung. Verkleinert man das Space-Grid, so werden weniger Punkte angefahren und es kommt zu Parametersprüngen mit entsprechend harten Klangübergängen. Die selbe Fahrt sieht in einem geringer aufgelösten Space Grid so aus:

Auch über den Time-Faktor bestimmt man die Auflösung. Setzt man Time beispielsweise auf 1/1, so werden nur noch Positionen angefahren, die auf dem Beginn eines Taktes liegen. Setzt man Time auf 1/32tel, so werden die Positionen angefahren, die auf jeder 32-tel Note liegen, also 32 Positionen pro Takt, vorausgesetzt, das Grid ist entsprechend fein aufgelöst.

Gröbere Taster führen zu körnigeren Klängen. Ein Vowel-Bass mit Space Quantize 4 und Time 1/8tel:

 

Mit Space Quantize 32 und Time Quantize 1/32tel:

 

Reduziert man nun die Punkte bei gleicher Space- und Time-Auflösung, so vereinfacht man den Verlauf der Bewegung. Bei den Abbildungen oben wurden alle Punkte berücksichtigt. So sieht es aus, wenn man die Bahn auf vier Punkte reduziert:

 

Nicht zuletzt können aufgezeichnete Fahrten durch das XY-Feld mittels Speed-Regler verlangsamt oder beschleunigt werden.

 

Die Effekte

Zwei Effektslots bietet SubBoomBass 2. Die Effekte nehmen zwar nicht viel Raum ein, sind aber in den meisten Fällen mit einer üppigen Zahl von Parametern ausgestattet. Auch die Klangqualität kann sich hören lassen. Bevor man sich auf die Suche nach externen Effekten macht, sollte man die internen ausprobieren.

Zudem können die Effekte auch moduliert werden – einschließlich Steuerung über das XY-Pad.

 

Fazit

Rob Papens SubBoomBass gehört zu den vielseitigsten und ausdrucksstärksten virtuellen Klangerzeugern und geht weit über das Generieren von Basslinien hinaus.

Das konnte man zwar schon vom SubBoomBass 1 behaupten, in der zweiten Generation hat das Instrument jedoch noch einmal kräftig zugelegt und ist zu einem Klanglabor herangewachsen, mit dem man sich Wochen beschäftigen kann, ohne dass es langweilig wird.

Der SubBoomBass kombiniert analoge Wellenformen mit Spectrum Waves, Samples und Physical Modeling mittels String Modell. Letzteres deckt für sich alleine bereits einen weiten Bereich von Klängen ab. Drahtige Saiteninstrumente, Metallisches oder gar archaisch klingende E-Pianos lassen sich damit herbeizaubern. Das String-Modell bietet die Möglichkeit, den Anschlag, die Resonanz und das Ausklingen genau zu definieren und wäre (mit Filter und Effekten) für sich alleine schon ein vollwertiger Synthesizer.

Ein exzellentes Multimodefilter mit 22 Charakteristika greift bei Bedarf kräftig in den Klang ein und ist wenn überhaupt nur noch einen Hauch weit von echten analogen Filtern entfernt. Nicht zuletzt stehen knapp 30 Effekte zur Auswahl, die ebenfalls in der Mehrzahl derart beeindruckend sind, dass man sich manchen davon als FX-Plug-in wünscht.

Aus einer Sequenz des Vorgängers sind nun vier Sequenzen geworden, die zudem über einen Pattern-Editor miteinander kombiniert werden können.

Über das XY-Pad können sechs Klangkonfigurationen angefahren werden, und das sowohl fließend als auch stufig in Form hart wechselnder Parameterwerte. Auch Effektparameter kann man mittels XY-Pad modulieren, Parameterbewegungen aufzeichnen und als Loop temposynchron ablaufen lassen. So entsteht eine Modulationssequenz, die komplexe Klangtransformationen ermöglicht.

Die Klangqualität spielt sich auf höchstem Niveau ab. Der SubBoomBass liefert detailreiche, transparente Klänge, wenn man es will. Als mit allen Wassern gewaschenes Klangchamäleon sind verträumte Streicher und warme Bässe ebenso wie derbe Lo-Fi-Sequenzen oder ultrafette Leads möglich. Speziell was den Frequenzkeller betrifft, kann der SubBoomBass auch Ihrem Subwoofer reichlich Arbeit bescheren.

Der SubBoomBass 2 ist auch NKS-kompatibel. Besitzer eines NI-Controllerkeyboards können ungebremst in Modulationsorgien einsteigen.

Die Bedienung erschließt sich Usern mit einer gewissen Vorkenntnis auch ohne einen Blick ins Manual.

Der Preis ist ausgesprochen fair. SubBoomBass ist auch Bestandteil des Explorer 4 – Bundles. Wer bereits andere Produkte von Rob Papen sein eigen nennt, sollte sich über das Kontaktformular vielleicht nach einem persönlichen Crossgrade-Preis auf dieses Bundle erkundigen, bevor er beim SubBoomBass zuschlägt. Das Gleiche gilt für ein Upgrade von SubBoomBass 1.

Testautor: Holger Obst

Plus:

  • erstklassiger Sound
  • Klangchamäleon mit schier unendlichen Möglichkeiten
  • gelungene String-Engine (Physical Modeling)
  • umfangreiche Modulationsmöglichkeiten
  • XY-Feld mit sechs Parameterpositionen
  • sehr gute Effekte
  • umfangreiche Ausstattung mit Presets
  • fairer Preis

Minus:

Preis: 99.- EUR (UVP, Stand Febr. 2018)

System:

Mac/Pc

Formate: AU, VST, AAX

32 und 64 Bit

weitere Angaben, Demoversion, Audiodemos und Videotutorials auf der Herstellerseite

Hersteler: Rob Papen www.robpapen.com

Die Screenshots wurden teilweise mit TechSmith Snagit bearbeitet.

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