Test: Rigid Audio Synferno

Das Sequencer-Menü

Will man Fragmente aus den Loops in mehr oder weniger rascher Abfolge abspielen (zwischen ½ und 1/16 Notenlänge pro Step), so kann man im Sequencer-Menü über Sample Offset den Startpunkt innerhalb des Loops und mit Loop Offset den Loop selbst wechseln. Pro Step kann also ein anderer Loop abgespielt werden.

Der Sequencer mit bis zu 32 Schritten, die über die Regler Start- und End (Offset) in ihrer Anzahl eingeschränkt werden können, ist im Gegensatz zu den bisherigen Menüs, in denen man sich auch ohne Manuals einigermaßen bequem bewegen kann, nicht ganz selbsterklärend. Der kontextsensitive Infotext, der in der Fußteile des Fensters eingeblendet wird, reicht für ein umfassendes Verständnis nicht aus.

Synferno_Bild8

Das Manual im Online Shop habe ich dummerweise erst nach Fertigstellung des Tests gefunden. Und nun bin ich zu faul, alles nochmal neu anzugehen bzw. zu ergänzen, weitere Screenshots und Audiodemos einzuflicken.

Ohne Manual bin ich zu folgenden Ergebnissen gekommen: Bei Experimenten mit Slice und Gate-Modi konnte ich keine hörbaren Veränderungen feststellen. Wie die Aufnahme eigener Pattern erfolgt, die vermutlich als User-Sequenzen abgelegt werden können, konnte ich auch nicht herausfinden.

Die Steps für Loop- und Sample-Offset können mit der Maus gezeichnet werden. Irritierenderweise kann es dadurch jedoch auch zu Verläufen ohne Audiooutput kommen, obwohl im Namensfeld Layer gewechselt werden, also eigentlich Samples getriggert werden sollten. Dieser Bug wird ausgelöst, wenn man mit dem Mauszeiger beim Loop-Offset eine maximale Höhe einzeichnet. Der Hersteller will das Problem in Kürze beseitigen. Falls sie Synferno kaufen möchten und sicher gehen wollen, dass der Bug ausgeräumt ist, schreiben Sie einfach eine kurze Anfrage per Mail an Rigid Audio (wie gesagt: aus Berlin, man spricht also Deutsch).

Der Bug ist andererseits auch nicht wirklich schlimm, denn für den Sequencer gibt es eine Reihe von Presets, die solche Aussetzer nicht aufweisen und ein ausreichendes Archiv an abgedrehten, maschinenartigen Klangcollagen eröffnen, sodass unbefriedigende eigene Experimente nicht notwendig sind.

Das Preset „Gloss“; alle vier Layer zusammen klingen so:

 

Layer 4 im Sequencer-Modus, Sequence-Preset „Crazy A“: