Test: Rigid Audio Synferno
Fazit
Synferno bietet auch Nicht-Musikern die Möglichkeit, einfach und schnell beeindruckende Klangsequenzen zu erzeugen. In vier Layer (Bass, Synth, Ambient und Groove) werden fertige Loops geladen, die in vielen Fällen bereits über ein opulentes Klangdesign und eine fertige Abmischung verfügen. Diese Loops kann man nun übereinanderschichten, abwechseln, ein- und ausblenden. Neben den vielen Werksvorlagen sind auch eigene Zusammenstellungen von Loops möglich.
Die so entstehenden Arrangements eignen sich für moderne, zeitgenössische Filmmusik und artverwandte Genres sowie für Hintergrundsound für unterschiedlichste Gelegenheiten. Auch rhythmische Projekte in Richtung Dance sind möglich bzw. können von Synferno als Ergänzung profitieren.
Im Rahmen der Werksvorlagen begegnet man einem durchweg runden, modernen und gefälligen Klang. Der Detailreichtum einiger Layer tritt dabei klanglich etwas in den Hintergrund. Schaltet man den Sequencer hinzu, so wird der Sound aggressiver und bissiger.
Darüber hinaus bietet Synferno mit den Menüs Edit und FX großzügig angelegte Möglichkeiten der eigenen Klanggestaltung. Von Filtern über Kompressor, Lo-Fi-Effekt und Flanger bis hin zu Autopan und Hall eröffnet sich ein breit angelegtes Klangdesign. Richtig abgedreht wird es, wenn man per Sequencer Loop-Fragmente in rascher Folge wechselt.
Das Manual sollte direkt im Linrary Download enthalten sein. Anstatt dessen findet es sich separat im Internet-Shop. Nicht jeder wird es dort finden. Die kontextsensitive Hilfe über Infotexte reicht an einigen Stellen für ein umfassendes Verständnis nicht aus.
Bei Experimenten mit selbst eingezeichneten Sequencerkurven passierte es mehrfach, dass plötzlich kein Audiooutput mehr vorhanden war. Dieser Bug (Stand: Mai 2016) soll laut Hersteller zügig behoben werden. Bewegt man sich im Rahmen der Werkspresets (für den Sequencer), so treten solche Audioaussetzer nicht auf.
Synferno wird zu einem fairen Preis angeboten; die Lite-Version ist zum Preis einer Spende zu haben.
Testautor: Holger Obst
Plus
- ebenso vielseitige wie unkomplizierte Layer-Architektur
- einfache Bedienung
- produktiosfertiger Klang
- gute Ausstattung mit Effekten
- Loop-Fragment-Sequencer
- fairer Preis
Minus
- unübersichtliche Browser und Pulldown-Menüs
- Manual nur separat im Online-Shop
- Fehlfunktion bei selbst gezeichneten Sequencerkurven (kein Audiooutput). Soll in Kürze behoben werden (Stand: Mai 2016).
Preise:
- Synferno: 83,24 GBP; entspricht rund 108 EUR (regulär, derzeit reduziert für 49,94 GBP)
- Synferno Light: 15,99 GBP
- aktueller Kurs: 1 EUR = 0,77 GBP
Systemanforderungen:
NI Kontakt 5 Vollversion
Hersteller: Rigid Audio (Berlin)
