Anwendungsbeispiel: Patcha Mama – Teil 1
Gegen Ende soll es etwas pompös werden. Dazu müssen ein paar deftige Toms her, die ich mir bei FXpansion BFD 3 ausleihe, auch eine Bassdrum und eine Snare.

Bassdrum, Snaredrum und Toms lege ich auf separate Ausgänge, um sie getrennt mit Effekten bearbeiten zu können; die Übersprechungen zwischen den Mikros schalte ich aus.
Ich wollte schon immer mal ein Phil-Collins-Zitat in einen Song einbauen. (Kleiner Scherz, eigentlich mag ich Peter Gabriel, Frank Zappa, King Crimson und vor allem Aqsak Maboul viel lieber).
Die Toms trocken:
Mit Evenbtide Tverb (und einem Gate auf den Raummikros):
Für die Halleinstellungen beim Tverb braucht es in diesem Fall Fingerspitzengefühl. Es stellt sich als nicht gerade einfach heraus, die Raummikros sauber zu gaten, also ohne unerwünschtes Öffnen und Schließen des Gates in der Ausklingphase. Tatsächlich muss ich trotz aller Mühe bei den Enstellungen später ein paar Fehlstarts des Gates aus den Audiospuren herausschneiden.
Was hingegen richtig Spaß macht, ist, den Klang des Halls durch die Position der Raummikros, die Länge und Dichte des Halls zu bestimmen.

Um mehr Druck zu entfalten, platziere ich den Eventide Omnipressor hinter dem Hall:

Der Omnipressor pumpt bei diesen Einstellungen in den Pausen extrem und zieht das Release der Toms und den Rauschpegel hoch. Daher hänge ich noch das Waves C1 Gate hintendran.
Zusammen mit allen anderen Spuren hört es sich der „Schlußrefrain“ nun so an (Ausschnitt) :
