Das schrumpfende Studio: Hat die Hardware ausgedient?

Ein Vorteil, der viel Zeit und Mühe spart: Presets

Im Gegensatz zur klangbearbeitenden Hardware bieten komplexe Plug-ins, wie etwa Mehrband-Kompressoren oder Modularsysteme abgesehen vom ebenbürtigen Klang einen weiteren Vorteil: Presets.

Ein Beispiel: Multiband-Kompression ist eine Angelegenheit, bei der der Einsteiger schnell in eine Schieflage gerät und in das gefürchtete „Verschlimmbessern“ abgleitet. Der Multiband-Kompressor aus iZotope Ozone 7 hat nicht nur jede Menge Presets an Bord, sondern auch noch einen Lernmodus für die Anpassung der Crossover-Frequenzen.

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Bei der Verwendung von Presets sollte niemandem ein Zacken aus der Krone brechen. „Buuh – Presets – ich mache alles selbst, denn ich bin großartig und nur so kann ich mich verwirklichen.“ Falsch. Presets sind nichts für Weicheier, sondern meist ein guter Start für den eigenen Sound. Einsteigern helfen Sie beim Lernen: „Aha, für´s Mastering stelle ich die Ratio des Kompressors nicht auf 5 sondern auf 2 oder sogar nur auf 1,5“. Presets sind hilfreich. Das gilt auch für Klangerzeuger. Die Presets wurden in der Regel von erfahrenen Kollegen programmiert, davon kann man nur profitieren. An den Reglern schrauben tut man trotzdem, denn kaum ein Preset passt direkt und hundertprozentig zu den eigenen Vorstellungen. Außerdem macht das Ausprobieren immer Spaß.