Test: FXpansion Geist 2
Besonders spannend ist es natürlich, Loops zu laden. Hie kann man beliebige Audioclips auswählen, beispielsweise Beats anderer Rhythmusmaschinen, deren Klang man dann mit den mächtigen Werkzeugen von Geist zu Leibe rückt.
In einem ersten Versuch habe ich eine Sequenz aus meinem Nord Lead 4 genommen:
Diese habe ich als Audiodatei im wav-Format mit 24 Bit exportiert, in Geist importiert, Slices angelegt, auf die Pads verteilt und diese dann zunächst mit dem Timestretching (Sie erinnern sich? Der Zynaptiq-Algorithmus …) bearbeitet und dem Ganzen noch ein paar hübsche Effekte kredenzt.
Herausgekommen ist eine Art Experimental-Glitch-Style:
Kein Zweifel – mit Geist lassen sich tonnenweise sehr individuelle und, wenn man will, total abgedrehte Dinge veranstalten.
Wie wäre es beispielsweise mit ein wenig Menschlichkeit in Form von betörendem Gesang? Solchen findet man in der Library Glitch Art von Ueberschall, und er hört sich so an:
So sieht der Loop nach dem Import aus, wenn man die Funktion Slice eingeschaltet hat:

- Geist setzt die Slice-Punkte vor Transienten (im Transienten-Modus).
- Per Sensitivity-Slider (Empfindlichkeit der Erkennung) lassen sich mehr oder weniger Slices erzeugen.
- Die Schnittpunkte kann man natürlich auch manuell verschieben, löschen oder neue hinzufügen.
- Im Divide-Modus wird der Loop nach einem Temporaster zerlegt.
- Über die Layer-Funktion werden die Slices auch auf die Layer-Slots der Pads verteilt. Ohne Layer-Modus erhält jedes Pad einen Slice – aufsteigend von Pad 1 bis Pad 64.
Das Pattern habe ich in Engine 2 aufgenommen. Anstelle der automatisch generierten Slices spiele ich ein paar ausgesuchte Fragmente ein und bearbeite diese bei laufendem Playback mit Timestretching und Effekten. Das Ergebnis zusammen mit Engine 1 ist ein recht wildes Experiment:
