Test: FXpansion Geist 2
Die TransMod Engine ist – wie so viele Abteilungen / Menüs in Geist – enorm breit und tief editierbar aufgestellt.
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Neben 16 frei belegbaren Slots gibt es als Modulatoren die Amp-Envelope, eine freie Hüllkurve, einen Zufallsgenerator, vier Makros, das Modulationsrad, den Pitchbender, Aftertouch und die Transportfunktion.
Hier die Übersicht der zur Verfügung stehenden Modulatoren:

Geist beschränkt ich auch hier nicht auf Standards. Mini-Sequencer, Formeln und Bouncing Ball eröffnen neue Spielwiesen der Parametersteuerung. Der Mini Sequencer läuft im Drunk-Modus zwischendurch auch mal rückwärts. Die Balkenhöhe lässt sich mit der Maus zeichnen.

Hier steuert der Mini-Sequencer im Drunk-Modus die Frequenz des Sample & Hold – Generators. Dadurch entstehen von Zeit zu Zeit schnelle Pieps-Cluster, die klingen wie der Computer aus Raumschiff Enterprise, wenn er angestrengt denkt.
Die Zuweisung der Modulatoren zu Parametern erfolgt übrigens recht einfach:
- Man klickt auf den Modulator,
- wählt den Zielparameter aus
- und zieht dessen äußeren Kreis in die gewünschte Richtung und im gewünschten Umfang.
- Will man mehrere Parameter über einen Modulator steuern, so wiederholt man diesen Vorgang.
- Per Rechtsklick auf den Parameter öffnet sich ein kleines Aufklappmenü mit den Optionen Reset, Edit (manuelle Zahleneingabe) und Löschen der Verbindung zum zugewiesenen Modulator.
- Modulatoren können auch andere Modulatorparameter steuern.
Das ist alles gut und schön, aber was tut man, wenn ein Filtersweep mit jedem Hit des Toms neu starten soll? Ganz einfach: Pads oder Patternwechsel in einer Engine können den Modulator neu starten:

Das Triggern funktioniert sogar Engine-übergreifend. Hits aus Engine 2 können also Hits aus Engine 1 modulieren.
Hier steuert die Bassdrum aus Engine 1 den Modulator Mini Sequencer in Engine 2. Dieser bewirkt dort ein Time-Stretching des Bleep-Sounds, was diesen für kurze Zeit in eine Art Rauschen transformiert.
Bei einer derart großen Auswahl an Modulatoren, die alle mehreren Zielen dosierbar zugewiesen werden können, fragt man sich im ersten Moment: Wozu eigentlich noch zusätzliche Makros?
Makros dienen dazu, über externe Controller mehrere Parameter gleichzeitig zu steuern. Man klickt auf eines der quadratischen Kästchen M1 bis M4 in der Fußzeile, bewegt den Zielparameter (in der Abbildung unten den Filter-Cutoff) und weist dann über MIDI-Learn einen externen Controller dem kleinen Makro-Regler (unten rechts, in der Abbildung: Macro 1) zu.

MIDI-Learn aktiviert man in der Kopfzeile über das MIDI-Icon, klickt dann auf den Zielregler (z. B. Makro 1), bewegt anschließend den externen Controller und beendet den Lerndialog durch einen erneuten Klick auf das MIDI-Symbol in der Kopfzeile.


Es gibt kaum einen Regler, Fader, Schalter, den man nicht via MIDI-Learn extern steuern kann.
