Test: Native Instruments Symphony Series String Ensemble

Das Mixer-Menü

Bislang haben wir ausschließlich die Stereo-Mikrofonierung gehört, die einen fertigen Mix aus den anderen Mikrofonpositionen bietet. Wie man sieht, war auch der interne Faltungshall mit von der Partie:

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Die Mikrofonpositionen Close (Nahmikrofone), Mid (Deca Tree, mehrere zentral vor der Bühne positionierte Mikrofone) und Far (Mikrofone im hinteren Bereich des Raumes) können separat zugeschaltet werden. Erst dann werden auch die dazugehörigen Samples geladen.

Alle Mikrofonpositionen zusammen beanspruchen beim String Ensemble stolze 2,47 GB Arbeitsspeicher. Das sollte allerdings für einen halbwegs aktuellen Rechner kein Problem sein. Von Vorteil ist es, wenn die Library auf einer SSD Platte installiert ist: Das Laden dauert dann nur wenige Sekunden.

In der Nah-Mikrofonierung klingen die Streicher nicht trocken, sondern verfügen immer noch über einen angenehmen Raumanteil, der ihnen eine körperliche Präsenz verleiht.

 

Nimmt man die Decca-Tree-Mikros hinzu, so wird der Klang voll und plastisch:

 

Die Mikrofone kann man auch im Panorama platzieren:

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Alle drei Mikrofonpositionen zusammen hören sich so an:

 

Einen beeindruckenen Raumklang erreicht man auch ohne externe Reverbs: Der interne Faltungshall bietet eine Reihe von Kategorien, darunter Kathedrale, Outdoor …

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… und Spezialeffekte mit Resonanzen

 

Von besonderem Interesse dürften die Cinematic-Reverbs sein, die sowohl einen modernen, transparenten Klang als auch einen warmen Old-School-Vintage-Sound ermöglichen.

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Wie in der vorletzten Abbildung bereits gezeigt, kann der Raum auch in der Größe, dem Predelay sowie mit Hoch- und Tiefpassfiltern näher bestimmt werden. Durch die Filter können Materialeigenschaften suggeriert werden: Hall-Frequenzspektren mit deutlichem Höhenanteil suggerieren Glas- oder Steinwände; nimmt man die Höhen heraus, so erhält man den Klang eines mit Gardinen, Möbeln oder stoffbezogenen Wänden ausgestatteten Raumes.

Für eine weitere Klanggestaltung steht ein Dreiband-EQ mit vollparametrischen Mitten …

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… sowie ein Kompressor zur Verfügung:

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Besitzer der Kontakt-Vollversion können im Edit-Modus weitere Effekte oder Modulationen einbinden. Unter anderem besteht hier die Möglichkeit, auf die frühen und späten Reflexionen des Faltungshalls separat einzuwirken (Größe, Filter) oder die Impulsantwort rückwärts ablaufen zu lassen.

 

Unter Setup finden sich schließlich vier verschiedene Ensembles: Neben der vollen Besetzung eine kleinere Version mit einer reduzierten Zahl an Violinisten sowie die zwei Divisi-Ensembles mit je halber Anzahl von Spielern (hier handelt es sich um ein manuelles Divisi; zum Auto-Divisi kommen wir bei den einzelnen Sektionen – Kontrabässe, Celli, Bratschen und Violinen).

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Das bis hier besprochene Kontakt Instrument „String Ensemble“ verfügt über feste Größen der Sektionen und eine Auswahl an Basis-Artikulationen. Die separaten Instrumente für Kontrabässe, Celli, Violas und Violinen sind mit zahlreicheren Artikulationen, teils mit weiteren Sonderfunktionen ausgestattet und verfügen über einen weiteren Spielbereich (insbesondere bei den Kontrabässen, Celli und Violas).

Arbeitet man mit mehreren Instrumenten, so lassen sich übrigens Mixer-Settings von einem Instrument zum nächsten übertragen. Das gelingt sowohl innerhalb einer Kontakt-Instanz als auch zwischen mehreren Instanzen.