Test: Native Instruments Symphony Series Woodwind – Teil 1
Überblick
Symphonie Series Woodwind gibt es in der Komplettversion für 499.- EUR und mit einer (verlustfrei komprimierten) Downloadgröße von 54 GB. Unkomprimiert wiegt das Paket stolze 86 GB. Besitzer von Native Instrument Komplete 10 oder Komplete Ultimate erhalten die Holzbläser um 50% vergünstigt. Das gilt auch für die beiden Einzelpakete: Das 36-köpfige Ensemble mit 33 GB Downloadgröße kostet regulär 399.- EUR, die Solisten, bestehend aus sechs Instrumenten, 299.- EUR. Dieser Test bezieht sich auf das Komplettpaket, Teil 1 beschäftigt sich mit dem Ensemble und den Sektionen, Teil 2 mit den Solisten.
Folgende Instrumente sind inbegriffen: Flöten, Oboen, Klarinetten, Saxophone, Kontrafagotte und Bassklarinetten. Da es neben Ensemble- und Quintett-Instrumenten, bei denen (fast) alle Protagonisten beteiligt sind, auch Instrumente für die einzelnen Artikulations-Gruppen für alle Instrumente gibt, beinhaltet die Library stattliche 96 Kontakt-Instrumente.

Ganze 462 Spielweisen hat der Hersteller gezählt, 314 davon entfallen auf das Ensemble und die Sektionen. Dazu zählen auch Legato-Spielweisen mit echten Legato-Samples, Effektklänge und temposynchrone Arpeggien. Hinzu kommen temposynchrone Repetitionen. Ein sogenanntes „Expression Release System“ sorgt für ein natürliches Ausklingen der Note, selbst nach Dynamikwechseln wie Crescendi oder Swells.
Die Arpeggien sind bei den Holzbläsern besonders umfangreich ausgestattet und erlauben zyklische Phrasen, längere Notenläufe und Triller – skalengetreu. Skalengetreu bedeutet: Vom gespielten Grundton aus (der also die Tonart vorgibt) läuft das Arpeggio ab (aufwärts, abwärts und in Kombinationen von auf- und abwärts). Zusätzlich kann man Dur, Moll etc. per Aufklappmenü auswählen.

Vier Mikrofon-Mixe stehen zur Verfügung: Stereo, Close, Mid und Far. Auch die Nahmikrofonierung weist einen deutlichen Raumanteil auf.
Für einen lebendigen Klang sorgt eine Echtzeitkontrolle unter anderem der Dynamik, des Attacks und der Ausklingphase nach dem Note-Off. Bei vielen Spielweisen finden sich stolze acht Round Robins (alternierende Wiederholungssamples). Diese verhindern das unnatürlich klingende, monotone Wiederholen ein und desselben Samples bei Repetitionen mit gleicher Anschlagsstärke.
