Test: Waves Infected Mushroom Pusher
Mit dem Preset „Gentle Giant“:
Der Pusher macht ordentlich Dampf und wird seinem Namen gerecht. Damit werden auch die Stärken des Plug-ins deutlich: Loudness mit einigen schönen Extras -speziell für alle Dance-Genres härterer Gangarten. Balladen mit akustischen Gitarren oder verspielte Jazz.-Nummern mit einer Fülle von Klangdetails würde ich nicht mit dem Pusher konfrontieren, auch wenn der Hersteller meint, das Plug-in sein instrumenten- und genreübergreifend einsetzbnar.
Ähnlich das Preset „Punchy Master“:
Der IMPusher fügt den Mix zusammen und verleiht ihm Kraft.
Um unseren Testkandidaten besser einordnen zu können, lade ich zum Vergleich Ozone 7 mit dem Preset „Depth and Clarity“ und füge noch den Imager zur Stereoverbreiterung hinzu:
Der Mix klingt jetzt regelrecht „fleischig“, und der Beat atmet förmlich im Rhythmus – wunderbar. Gut, damit haben wir die Welt wieder ins Lot gerückt. Izotope Ozone 7 ist überlegen, spielt aber auch preislich in einer anderen Liga. Im Gegensatz zum IMPusher, der bei einer Verbreiterung der Stereobasis Phasenauslöschungen produziert (wie fast alle Tools dieser Art), vermeidet der Imager von Ozone 7 solche unschönen Begleiterscheinungen.
Als vorletzten Vergleichskandidaten lade ich Toontracks EZmix und aus dem Mastering II Bundle das Preset „High Vocals Low Drums Reverb“, … dessen Ergebnis in den Höhen seidiger und durch den Master-Hall etwas runder klingt als der IMPusher-Mix:
… dessen Ergebnis in den Höhen seidiger und durch den Master-Hall etwas runder klingt als der IMPusher-Mix. EZmix ist immer wieder für Überraschungen gut und wird wegen der Einfachheit der Darstellung und der Architektur gerne unterschätzt.
Und zum Abschied soll es unser Kandidat mit dem hauseigenen eMoFD5 Mastering Prozessor aufnehmen:
Mal abgesehen von Ozone 7, der aufgrund des Preisunterschieds, der komplexen Architektur und den vielfältigen Optionen kein geeigneter Vergleichskandidat ist, gefällt mir persönlich bei diesem Beispiel die EZmix-Lösung ab besten. EZmix ist teurer als der IMPusher; in Form von Zusatzpaketen erhält man jedoch ein breites Angebot an instrumenten- und anwendungsspezifischen Effekten, die noch einfacher zu bedienen sind als der IMPusher und weit über dessen Gestaltungsmöglichkeiten hinausgehen.
Die persönliche Wahl ist letztlich Geschmacksache, und es steht außer Frage: Der IMPusher fügt den Mix zusammen und verleiht ihm Kraft, Transparenz und mehr Konturen. Ebenso klar ist auch, dass man solche Ziele (und mehr) auch mit einer Reihe von Mitbewerbern erreicht.
