The Headroom Project: Animationsvideo Polaris

In eigener Sache: Die Kombination von Bildern und Musik hat mich schon immer interessiert. Beim Aufräumen meines Rechners bin ich auf ein Animationsvideo gestoßen, das ich 2013 gemacht habe.

Die Grafik-Animation habe ich mit Cinema 4 D von Maxon, einigen Plug-ins und Poser gemacht, das finale Projekt in Magix Video Deluxe 2013 erstellt, die Musik mit Cubase komponiert.

Das Video ist nicht jugendfrei! Wer unten auf den Link zur nächsten Seite mit dem eingebetteten Video klickt, bestätigt damit, dass er mindestens 18 Jahre alt ist und keine Probleme damit hat, nackte Körper einschließlich der primären und sekundären Geschlechtsmerkmale zu sehen.

Bei den Nackten handelt es sich natürlich nicht um echte Menschen, sondern ebenfalls um Polygon-Figuren, die ich animiert habe. Es war 2013 mit dem Figuren-Animationsprogramm Poser leider immer noch sehr schwierig, dynamische Kleidung zu gestalten, also Kleidung, die harmonisch und natürlich mit den Bewegungen des Körpers mitgeht, ohne dass dabei Artefakte wie etwa ein Durchdringen der Körperoberfläche oder einfach unnatürlich elastische Stoffeigenschaften entstehen. Grafik-Profis mag das gelingen, als Musiker wollte ich aber nicht unbegrenzte Zeit für die Arbeiten an der Grafik aufwenden. Nackte Körper sind zudem ausdrucksstärker als Polygonfiguren mit hübscher Strandkleidung.

Das Video erzählt keine Geschichte, sondern ist eine atmosphärische Komposition aus Bildern und Musik, gemacht von einem ambitionierten Amateur, nicht von einem Profi. Die Szenen sind beim Experimentieren mit verschiedenen Funktionen und Modulen von C4D entstanden.

Um zu überprüfen, ob einzelne Szenen oder kompositorische Änderungen an der Grafik funktionierten, waren oft mehrere Minuten für das Rendern eines einzelnen Bildes nötig bzw. Stunden und Tage für einen Clip von 20 Sekunden. Mit solchen Wartezeiten bei der Arbeit hat man als Musiker nicht zu kämpfen. Im Audiobereich funktioniert fast alles mehr oder weniger in Echtzeit.

Wer mit Grafikanimation arbeitet und Musik komponiert, wird feststellen, dass der Workflow und das Erlebnis bei der Gestaltung gänzlich verschieden sind. Musik hat für mich meist etwas Intuitives, Nicht-Rationales. Die Arbeit am Klangdesign oder einer Komposition kann psychisch regelrecht ausbalancierend und wohltuend sein.

Ist man hingegen mit Grafik-Animationsprogrammen unterwegs, so muss man meist logisch und rational vorgehen. Man arbeitet in einem 3D Koordinatensystem, teils mit mathematischer Präzision. Die Zusammenhänge zwischen einzelnen Funktionen wollen verstanden und rational verinnerlicht sein. Blickt man nicht durch, entstehen die merkwürdigsten Fehler. Es erfordert einige Anstrengung, damit die einzelnen 3D-Objekte in der 3D-Landschaft unter ausgeklügelten Lichtverhältnissen und mit einer spezifischen Kamera kein ungewolltes Eigenleben entfalten und einfach unbrauchbare Bilder entstehen.

Polaris ist als Amateur-Projekt daher auch nicht perfekt; es gibt z.B. Texturfehler, und auch die Animation einiger Figuren würde ich heute anders machen. Die schlimmsten Patzer habe ich natürlich weggeschnitten. Nochmal ranzugehen und das Video zu verbessern ist mir zu mühsam. Ich arbeite schon am nächsten Projekt.

Trotzdem bin ich der Meinung, dass Polaris nicht völlig unbemerkt auf meinem Desktop ruhen sollte …

Danke für Euer Interesse,

Andreas Ecker (alias Holger Obst).

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