Test: Eventide Tverb

Tverb im Detail

Kopfzeile und Presets

Eine grobe Beschreibung haben Sie ja bereits gelesen. Das Plug-in hat jedoch eine ganze Reihe von Feinheiten zu bieten, zu denen wir jetzt kommen.

Jeder Hall benötigt einen Mix-Regler, damit er auch als Insert-Effekt betrieben werden kann. Bei Tverb sucht man diesen unter Umständen eine Weile, denn oben rechts in der Kopfzeile des Plug-ins ist er – als unscheinbares Zahlenfeld – ganz gut versteckt.

Die Kopfzeile hat noch mehr zu bieten: Über das kleine i gelangt man zum Handbuch (auf Englisch, versteht sich).

Speichert man eigene Raum-Micro-Mixer-Konstellationen ab, so lassen sich diese über load ohne umständliches Navigieren durch die Ordnerhierarchie des Rechners sofort wiederfinden. Nicht jedes Plug-in bietet diesen Komfort.

Bevor man sich ans Werk macht, bieten sich eine Reihe von Presets an. Der Meister selbst hat sich mit dieser Auswahl ein kleines Denkmal gesetzt:

Tverb_Bild2

Wie Sie bereits sehen, sind alle Presets mit Insert (für Einzelinstrumente) und Bus (für Instrumentengruppen) gekennzeichnet.

Hier die Übersicht aller Presets in alphabetischer Reihenfolge:

Tverb_Bild3

Überraschenderweise findet man auch Insert-Presets mit 100% Wet, also ohne eine Beimischung des unbearbeiteten Signals.

Das funktioniert nur, weil das vordere Mikrofon sehr direkt und beinahe ohne Raumanteile die Signalquelle wiedergibt – wie im richtigen Leben, bei dem der Sänger ja auch direkt am Mikro steht.

Wir kommen zur Praxis: Statt David Bowie nehme ich Francesca Genko (die sich jetzt bestimmt geehrt fühlt) und nehme die „Heroes Vocal Stereo Version“. Frau Genko singt übrigens im Soundiron-Instrument über zwei Mikros ein.

 

Mit dem Tverb-Preset von Tony Visconti und ohne jegliche Anpassung der Parameter hört es sich so an:

 

Die Stimme wirkt deutlich voller und durchsetzungsfähiger, vom Hall ist allerdings nichts zu hören.

Womit wir direkt ins nächste Kapitel einsteigen, nämlich …