Test: Ueberschall Rare Grooves Vol 1

Zwischen Early Funk, Soul und experimentierfreudigem Rock bewegen sich die zehn Construction Kits dieser Loop Library, die Einzelinstrumente, Gruppen und komplette Abmischungen im Stil der frühen 70er Jahre bietet.

Recording und Studiotechnik

 

Überblick

Wer auf der Suche nach stilechten und außergewöhnlichen Loop-Libraries ist, findet bei Ueberschall ein breites Angebot unterschiedlicher Genres und Epochen – von Blues (wie kürzlich am Beispiel von Blues Colors getestet) bis zu zeitgenössischem Club und Dance.

Rare Grooves eignet sich für Filmmusik und artverwandte Genres – immer dann, wenn die Atmosphäre der 70er Jahre musikalisch belebt werden soll. Darüber hinaus eigen sich zahlreiche Loops auch für Kompositionen abseits des Funk/Rock/Soul-Genres. Die Loops können manche Farbtupfer zu experimentierfreudigen Cross-Genre-Projekten beisteuern und über die Einzelausgänge des Elastik Players bei Bedarf differenziert durch externe Equalizer, Kompressoren und Effekte bearbeitet werden, soweit man das überhaupt für erforderlich hält. Die erfrischend und mit Leidenschaft eingespielten Loops liefern eine Menge künstlerisches Potenzial.

 

Rare Grooves ist, wie ich finde, eine weitere Perle aus dem Ueberschall-Repertoire, denn der frühe 70er Jahre Sound klingt hier absolut waschecht – vom aus heutiger Sicht archaischen Drumsound, über bissige Gitarren bis zum knurrigen, angezerrten Rhodes. Auch thematisch wird die kreative Epoche stimmig abgebildet. Wer die Loops eingespielt hat, der hat sich präzise in diese Ära des musikalischen Aufbruchs zurückversetzt.

 

 

Details

Ganze 2,4 GB, 634 Loops und Samples sind inbegriffen, aufgeteilt in zwei Ordner. Die Construction-Kits bilden komplette Songs mit Intro und Outro, Strophen, Refrain und Variationen sowie Breaks ab.

Innerhalb der Ordner zu jedem Songabschnitt findet man sowohl den kompletten Mix wie auch die Drum-Gruppe und separat alle anderen Begleitinstrumente. Diese produktionsfertigen kompletten Abschnitte (mix und bac) sind allerdings mehr zu Vorhören gedacht. Sie vermitteln einen Eindruck eines möglichen Songs, der entstehen kann, wenn man die einzelnen Loops kombiniert. Mix und Backing kann man vereinzelt verwenden, so wie beispielsweise Zitate aus Vinyl-Scheiben. Man darf und soll aber keinen kompletten Song daraus zusammenbauen. Abgesehen davon, dass diese Arbeit wenig kreativ wäre, kann das zur Folge Haben, dass identische Songs im Netz auftauchen, die sogar von Algorithmen, die nach Plagiaten suchen, erkannt werden.

Songs sollte man also (überwiegend) anhand der Loops der einzelnen Instrumente erstellen.

Hier finden sich Loops der Hi-Hat, Snare, Bassdrum, Crashbecken, Toms, Tamburin, den Bass und diverse alternative Gitarren oder eben ein Rhodes – je nachdem, welche Instrumente beim jeweiligen Song beteiligt sind.

Die von zplane entwickelte Elastik-Engine 2 hat Vieles zu bieten, was mancher ihr auf den ersten Blick gar nicht zutrauen würde, da die grafische Gestaltung des Interfaces eher nüchtern und unspektakulär wirkt.

In unseren Tests zu diversen Uebeschall-Produkten – HIER der Link zur Übersicht – finden Sie zahlreiche Anwendungsbeispiele für das Loop-Management, also das Erstellen individueller Tastaturbelegungen und das umfangreiche Editieren der Loops, welches Elastik 2 bietet, einschließlich Tipps zu extravaganten Gestaltungsmöglichkeiten.

Die wichtigste Eigenschaft der Engine ist, dass mittels zplane Algorithmen die Loops sowohl zum Tempo artefaktfrei in sehr weiten Bereichen angepasst werden können, als auch per Pitch-Shifting über mehrere Halbtonschritte in eine andere Tonart überführt werden können. Auch die Formanten können transponiert werden, etwa um einem Instrument einen anderen Klangcharakter zu verleihen, eine Hi-Hat „kleiner“ zu machen, eine Gitarre bissiger und schneidender, einen Bass bauchiger.

Die Songs wurden zwischen 83 und 127 BPM und in unterschiedlichen Tonarten (überwiegend Moll) eingespielt. Ungeachtet der Leistungsfähigkeit der zplane Algorithmen sollte man mehr oder weniger nahe beim Originaltempo bleiben, will man das ursprüngliche Feeling beibehalten. Das gilt vor allem für die Verwendung kompletter Mixe. Anders sieht es aus, wenn man einzelne Loops für andere Projekte „zweckentfremdet“. Dann ist es unter Umständen kein Problem, das Tempo auch mal um 30 BPM oder mehr zu verändern.

Bodhisattva bei 78 BPM (Original) …

 

… bei 90 BPM …

 

… ohne Artefakte, aber streckenweise ein wenig hektisch – und bei 60 BPM …

 

… technisch in Ordnung, aber etwas schleppend.

Was derzeit noch nicht geht (aber für die kommende Elastik 3 – Engine in Vorbereitung ist), ist skalengetreues Pitch-Shifting, also beispielsweise das Transponieren eines Gitarrensolos um ein Intervall, ohne dabei Noten zu produzieren, die außerhalb der Tonart liegen.

Für solche Operationen benötigt man derzeit noch externe Pitch/Time-Software wie etwa Celemony Melodyne, das grundsätzlich sogar mehrstimmige Loops eines Instruments transponieren kann (seit der Einführung von Melodyne DNA – Direct Note Access – im Jahr 2008). Allerdings sind die Instrumente bei Rare Grooves in vielen Fällen mit Effekten wie Verzerrer, Wah oder Echo und Hall bearbeitet. Diese Effekte sind Bestandteil der Samples, nicht etwa abschaltbare interne FX (solche kennt Elastik 2 nicht). Effektbeladene Signale erweisen sich in Melodyne erfahrungsgemäß als schwierige Kandidaten, wenn es darum geht, Grundton und Oberton bzw. einzelne Noten und deren Echos oder Raumanteile zu trennen.

Eine andere wichtige Ausstattung von Elastik 2 sind die bereits erwähnten 16 Stereoausgänge, die auch bei der Verwendung von nur einer Instanz des Players reichen sollten, differenzierte eigene Mixe zu erstellen.

Installation, Autorisierung, Demo-Version und Drumherum

Rare Grooves wird als Soundbank vom Setup-Menü aus per Challenge-Response aktiviert. Das geht online in Sekundenschnelle, ist aber auch offline und dann über einen zweiten Rechner machbar. Auf der Ueberschall-Seite finden Sie dazu ein ausführliches Video, außerdem eine Demo-Version des Elastik Players mit einer Demo-Soundbank, die mit 1,1 GB und 284 Loops nicht gerade knapp bemessen ist.

Damit kann man recht gut die Funktionen der Engine ausprobieren und testen, ob die kreative Arbeitsweise mit Loops zum persönlichen Kompositionsstil passt. Neben den ausführlichen Funktionsbeschreibungen in unseren anderen Ueberschall-Tests finden Sie auf der Herstellerseite auch Tutorial Videos sowie ein deutschsprachiges Handbuch zu Elastik.

Die Elastik Engine läuft auf dem Mac ab OSX 10.9 und dem PC ab Win 7 in den gängigen Plug-in Formaten (AU, VST, AAX, RTAS und Standalone) in 32 und 64 Bit (RTAS formatbedingt nur 32 Bit).

Wenn man schon im Setup ist, sollte man auch kurz auf den Karteireiter Preferences klicken.

Hier geht es unter anderem um

  • die Synchronisation des Vorhörens im Browser zum Host-Tempo
  • die Fenstergröße und die Einstellung der Zeitverzögerung für Hilfsanzeigen (Tool Tips).
  • Auch der Speicherort, auf dem zum Tempo angepasste Loops zwischengelagert werden, kann gewählt werden. Nicht jeder möchte, dass permanent auf die Systemplatte geschrieben wird. Also navigiert man hier einfach zu einer andere Festplatte. Der Speicher wird kontinuierlich geleert, d.h.: Die ältesten Samples werden gelöscht, wenn die Obergrenze erreicht ist und neue hinzukommen. Mehr als vier GB wird man in der Praxis kaum benötigen. Und keine Bange: Es geht nichts verloren. Lädt man etwa ein älteres Projekt, dessen Loops in dieser Ablage inzwischen gelöscht wurden, berechnet Elastik das Timestretching der betreffenden Samples neu. Das geht mit halbwegs aktuellen CPUs recht zügig – keine spürbare Arbeitsunterbrechung wie noch vor zehn Jahren.

In meinem Fall ist der Ordner mit 3,99 GB randvoll und sieht so aus:

Bild 3

Dennoch hat das keinen Einfluss auf den Workflow. In der Praxis funktioniert das oben beschriebene Entfernen älterter Einträge und gleichzeitige Anlegen neuer reibungslos und unmerklich.

 

Der Sound der 1970er und sein spezieller Charme

Die frühen 70er knüpften soundmäßig nahtlos an die 60er an, deren Rock-Legenden vorgemacht hatten, was passiert, wenn man die Instrumente und das Equipment bis zur Belastungsgrenze ausreizt. Damit meine ich nicht etwa das Verbrennen von Gitarren oder das Traktieren von Amps und Orgeln mit Fußtritten, Äxten und Dolchen.

Es wurde mit den vorhandenen technischen Mitteln wild experimentiert: Übersteuerte Amps, bis zum Anschlag aufgedrehte Verzerrer, köstliche Wahs von Morley & Co, die Gitarren und E-Pianos zum schrillen Quaken brachten, Feedback bei ohrenbetäubender Lautstärke, Bandsättigung am Limit, Bandechos mit mutwillig herbeigeführten Gleichlaufschwankungen und Experimente mit Feder- und Plattenhall.

All das findet in Rare Grooves statt, ohne dass sich die Effekte in den Vordergrund drängen würden – und es ist kein Ausrutscher, sondern gekonnt abgemischt, wenn hier der klassische „Underground-Sound“ der 70er geboten wird. Bei der Auswahl von Instrumenten und Effekten konzentrierte man sich auf das zeitgemäße Equipment.

Rare Grooves ist quasi die Fortsetzung der Ueberschall Library 60s Psychedelic Rock, in die wir deshalb auch am Ende des Tests kurz hineinhören.

Der Sound der 70er Jahre ist durchaus begehrt, weshalb nicht wenige Musiker alte Vinylscheiben durchforsten und daraus kurze Abschnitte entnehmen – lizenzrechtlich ein nicht ganz bedenkenloses Unterfangen, was im schlimmsten Fall auch mal ein Gerichtsverfahren zur Folge haben kann – besonders wenn allzu leicht erkennbare Clips verwendet werden. Wie im Fall von Moses Pelham, der ein Sample mit zwei Sekunden Länge aus „Metall auf Metall“ von Kraftwerk als Loop verwendete und diesen pausenlos durchlaufen ließ. Das Gerichtsverfahren erstreckte sich über 17 Jahre, ging über mehrere Instanzen und endete vor dem Bundesverfassungsgericht mit einem Freispruch – wegen der Kürze der Sequenz. Bei längeren Samples, etwa von Gitarren, dürfte es also anders aussehen. Auf dem Weg zum Freispruch wird das Plagiat den mutigen Zweitverwerter viele Nerven gekostet haben. Abgesehen davon wurde die Verwendung der Produktion nach negativen Entscheidungen von Zwischeninstanzen über viele Jahre untersagt.

Rare Grooves ist hingegen auf der Grundlage der Ueberschall Lizenzbestimmungen in Kompositionen frei verwendbar.

Eingespielt wurde die Library von Michael Fromm (Drums, Percussion), David Milzow (Bläser), Kai Reuter (Bass, Gitarren, Keyboards).

 

Song- und Instrumentenangebot

Wir werfen zunächst einen Blick auf die Construction Kits und deren Kategorien:

 

In Rare Grooves Vol. 1 – A finden sich fünf Songs, alle mit Tempoangabe und Tonart. Im nächsten Sub-Ordner geht es zu den einzelnen Songabschnitten, wieder mit Tempo und Tonart aber ohne Bezeichnungen wie Intro, Verse, Chorus etc..

Unter Samples finden sich schließlich die diversen Loops wie zuvor beschrieben, hier mit Angabe zum Inhalt (Mix, bac = Background Instruments, drm = Drum-Subgruppe, bda = bassdrum acoustic u.s.w.). Nebenbei: Die vom Hersteller in der Produktbeschreibung versprochenen Bottom-Mikrofone (bei der Snare) konnte ich auch nach umfangreicher Suche nicht finden. Wenn es dazu separate Loops gibt, dann sind diese sehr selten. Möglicherweise steuern die Bottom-Mikros auch nur ihren Anteil zum kompletten Mix bei, ohne dass sie als separater Loop ausgekoppelt wurden.

Wenn man mit dem Elastik häufig arbeitet, wünscht man sich nach einer Weile auch einmal andere Farben als das Rot-Orange, welches etwas grell ist und anderswo eher als Warnfarbe verwendet wird. Leider gibt es dazu keine Alternative. Sei´s drumm – schlimm ist es nun auch wieder nicht. Die stufenlos skalierbare Oberfläche (über das kleine Dreieck in der unteren rechten Ecke) ist hingegen lobenswert und kommt besonders älteren Mitmusikern entgegen, die Lebensabschnitt der Lesebrille angekommen sind.

Der Browser ist recht komfortabel und hat neben der temposynchronen Vorhörfunktion noch Einiges mehr zu bieten: Arbeitet man abseits von Construstion-Kits und hat eine ganze Reihe von Ueberschall-Libraries an Bord, so lohnt es sich, bei der Suche nach speziellen Instrumenten die Attribute Instrument und Soundbank anzuklicken.

Unter Brass & Winds → Brass Hits …

… finden sich diese Loops aus Rare Grooves:

Hier Bläser aus Rare Groove mit einem Drumbeat aus Astral Electro Flux (ebenfalls eine Ueberschall Library):

 

Die Bläser habe ich als zweite Stimme rückwärts laufen lassen und dann um eine Quinte transponiert, das Ganze bei 120 BPM (Originaltempo der Bläser: 86 BPM).

Auch mit 86 Beat hört es sich nicht schlecht an, immer noch mit den „falschen“ Drums aus Astral Electro Flux, dieses Mal aber mit dem kompletten Background-Mix des betreffenden Rare-Groove-Kits („Rehearsal“):

 

Das Originaltempo des Beats liegt übrigens bei 150 BPM. Man sieht an diesem Beispiel also sehr gut, welch extremes Stretching mit den zplane-Algorithmen machbar ist.

Hier zum Vergleich der reine Rare-Grooves-Mix mit den dazu vorgesehenen Drums:

 

Ein Ausschnitt aus dem Sound Mescalin:

 

Selbst auf ein zeitgemäßen Rauschpegel wurde nicht verzichtet, was dem Sound keinen Abbruch tut.

Die meisten Loops sind übrigens acht Takte lang. Lang genug, um einzelne Abschnitte herauszulösen und neu zu arrangieren, nicht ohne dabei in die Trickkiste zu greifen und das Resampling und Pitchshifting anzuwenden.

 

Funky Licks bei 103 BPM:

 

Wie versprochen kommt zum Schluss noch ein kleiner Seitensprung zu 60s Psychedelic Rock, die chronologisch und auch vom Feeling her ideale Ergänzung zu Rare Grooves. Hier habe ich die Funk Gitarre und den Bass aus Rare Grooves mit einem Drum-Beat aus Psychedelic Rock kombiniert:

 

Drei Abschnitte des Songs „Feedback“ aus 60s Psychedelic Rock:

 

Fazit

Rare Grooves transferiert den Sound der frühen 70er Jahre authentisch ins nächste Jahrtausend. Die Songs decken die Spanne von Soul über Rock bis zu frühem Funk ab.

Die Library bietet auf der Basis temposynchroner und chromatisch transponierbarer Loops fertige Vorlagen für die Filmmusik und artverwandte Genres und ermöglicht durch zahlreiche Variationen, die Verwendung der Loops einzelner Instrumente und nicht zuletzt durch den Einsatz der tiefgreifenden Editierfunktionen des Elastik 2 – Players auch kreative, eigene Arrangements. Auch Verfremdungen und Klangexperimente, die sich von der vorgegebenen Songstruktur und dem Genre weit entfernen, sind machbar und profitieren immer noch von der rauen Klangfarbe und dem speziellen Charme der Aufnahmen.

Wer also immer noch glaubt, dass Loop-Libraries nur etwas für einfallslose Tastendrücker ohne eigene Inspiration sind, liegt hier definitiv falsch. Im Gegenteil ist Rare Grooves ein Kreativpaket, das zu Song- und Klangexperimenten aller Art einlädt. (Und wenigstens ein Minimum an Kreativität sollte man sowieso mitbringen: Vorsichtshalber möchte ich hier nochmals darauf hinweisen, dass die Loops der fertigen Abmischungen und die der Begleitinstrument-Gruppe aus lizenzrechtlichen Gründen nicht alleine für Songkompositionen verwendet werden sollen und dürfen – wie im Test ausführlich beschrieben und begründet.)

Wenn man sich die Loops anhört, merkt man, dass die Musiker beim Einspielen dieser einzigartigen Sammlung von zehn Construction Kits jede Menge Spaß hatten – und das überträgt sich auf die eigene Arbeit mit dem Material.

Alles passt wunderbar zusammen: Die musikalischen Themen, die Grooves, die Instrumente, die verwendeten Amps, die Aufnahmetechnik und die Effekte ergeben ein rundum stimmiges Bild. Offenbar wurde bei jedem Detail darauf geachtet, sich möglichst im Rahmen der Mittel zu bewegen, die damals zur Verfügung standen, und diese Mittel wurden ebenso konsequent wie professionell eingesetzt. Man fühlt sich tatsächlich in die große Ära des Aufbruchs der Rock- und Pop-Musik zurückversetzt. Hier darf und soll es deshalb auch einmal dezent rauschen. Sogar ein Loop mit Vinylknistern wurde nicht vergessen.

Die Kraft und der musikalische Ausdruck, den diese Library kennzeichnet, macht sie zum Besten, was unter Loop-Paketen derzeit auf dem Markt ist. Von den Drums bis zu den Bässen, Gitarren und Bläsern gilt: So wie diese Instrumente hier eingespielt wurden, kann man sie unmöglich selbst auf den Tasten nachspielen, auch nicht mit den besten virtuellen Instrumenten. Umso mehr wird es zum Vergnügen, mit dem facettenreichen Material zu arbeiten und weitere Instrumente hinzuzufügen.

Wie ich im Test gezeigt habe, passen einige Loops auch hervorragend zu anderen Ueberschall-Libraries. Solche Kombinationsmöglichkeiten sind natürlich nicht auf diesen Hersteller beschränkt. Die einzelnen Phrasen können manche Kompositionen aufwerten, auch solche, die mit dem vorliegenden Genre nicht verwandt ist.

Über die 16 Stereoausgänge des Elastik 2 Players lassen sich die einzelnen Instrumente im Übrigen auch gut mit externen Mitteln abmischen.

Ueberschall-Libraries haben mich schon oft fasziniert, zuletzt Blues Colors. Rare Grooves finde ich besonders gelungen und einzigartig. Die Bezeichnung „Rare“ trägt diese Library zu Recht. Deshalb gibt es hier auch zum ersten Mal auf releasetime den Top-Product Award für eine Loop-Library mit Construction-Kits.

Der Preis ist angemessen.

Testautor: Holger Obst

 

Plus:

  • exzellent und stilsicher eingespielt
  • inspirierende, mitreißende Songvorlagen
  • geschmackvoll abgemischt, authentischer 70er Jahre Sound
  • vielseitig einsetzbar: alle Songabschnitte liegen auch als Loops einzelner Instrumente vor
  • absolut sauber geschnittene Loops
  • weitreichende Gestaltungsmöglichkeiten anhand der Funktionen des Elastik 2 Players
  • niedrige Systemanforderungen

Minus:

System:

  • kostenloser Elastik 2 Player für Mac / PC
  • Mac ab OSX 10.9 (empfohlen)

  • Windows ab Win 7 (empfohlen)

  • 32 und 64 Bit

  • VST, AU, RTAS, AAX, Standalone

Hersteller: Ueberschall

Produktseite: Rare Grooves

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