Test: Zynaptiq PITCHMAP

Das Interface im Detail

Unter Cubase 8.5 kann die Suche nach Werksvorlagen, wenn man das englischsprachige Manual außen vor lässt, eine Weile dauern. Die Presets verbergen sich nämlich hinter dem unscheinbaren Dreieck oben links. Bei anderen Hosts, etwa Logic, werden die Presets auf Host-Level angezeigt.

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Hier finden sich unter anderem Templates für Tonhöhenkorrekturen und MIDI-Anwendungen sowie eine Reihe von Spezialeffekten und Mixing-Vorlagen. Eigene Einstellungen können ebenfalls als Presets abgelegt werden.

Im zentralen Display erscheinen die separaten Teilklänge/Instrumente farblich voneinander abgesetzt. Die Breite der vertikal durchlaufenden, tropfenförmigen Reihen gibt die Amplitude, ihre horizontale Position die Tonhöhe wieder.

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Es werden drei Oktaven dargestellt. In der oberen virtuellen Tastatur dienen zwei schlichte Linien als Slider, die wahlweise Noten von der Bearbeitung ausschließen oder stark unterdrücken können – die Slider definieren hierbei einen Tonhöhen-Bereich, innerhalb bzw. ausserhalb dessen liegende Noten bearbeitet bzw. unterdrückt werden: Bei aktiviertem MUTE-Schalter werden tonale Klänge ausserhalb des mit den zwei Slidern gesetzten Bereiches unterdrückt.

Zudem kann man hier den Darstellungsbereich des Displays transponieren.

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Die leeren Kreise in der oberen Abbildung stellen Anfasser zur Transponierung dar und bilden zusammen mit den vertikalen, halbtransparenten Linien die sogenannten „Pitch Mapping Sliders“. Klickt man auf einen solchen Kreis-Anfasser, so leuchtet er gelb auf und kann nach oben oder unten verschoben werden. Dabei verweist eine horizontale Linie auf die jeweilige aktuelle Zielnote in der Klaviatur am rechten Rand hin.

Diese Anfasser nehmen bei der Definition der Transponierung eine zentrale Rolle ein, denn mit ihnen gestaltet man das harmonische Geschehen. Sie bieten vier Betriebsmodi, die man per Shift-Klick wechseln kann, und zwar für jeden Anfasser separat:

  • Die Transponierung erfolgt innerhalb der Oktave des Originaltons (quadratischer Anfasser)
  • Die Transponierung erfolgt zur nächstgelegenen Oktave
  • Die Transponierung erfolgt zur nächst höheren oder nächst niedrigeren Oktave (Dreieck nach oben oder unten)

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Die untere virtuelle Tastatur erfüllt eine ganze Reihe von Funktionen:

  • Sie zeigt die Tonhöhe der abgebildeten Teilklänge an.
  • Sie gibt Auskunft über die Quell-Tonhöhe der Transponierungsanfasser (während die rechte Tastatur die Ziel-Tonhöhe angibt, s.o.).
  • Sie zeigt im MIDI-Modus die eingespielten Noten an.
  • Per Shift-Klick auf eine Taste wird (zur tonalen Orientierung) ein Sinuston in der betreffenden Tonhöhe abgespielt).
  • Sie dient als Ein-/Ausschalter für Noten der Quelltonhöhen im Key Edit – Modus. Dadurch lassen sich Teilklänge für die Bearbeitung durch PITCHMAP ausschalten.
  • Per Shift-Klick auf eine Taste wird (zur tonalen Orientierung) ein Sinuston in der betreffenden Tonhöhe abgespielt): Je nach Funktionswahl über die Edit-Befehlstasten können einzelne oder alle oktavierten Tasten per Klick zu- oder abgeschaltet werden. Abgeschaltete Quellnoten sind dann für die Transponierung nicht mehr aktiv.

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