Anwendungsbeispiel: Patcha Mama – Teil 1

Es ist klar, dass nach diesem Intro der Song weiter aufgebaut werden muss. Ich entscheide mich für zwei weitere rhythmische Komponenten, und zwar Petroglyph (Steinzeitinstrumente) von Soundiron und Marble von Cinematique Instruments. Beide laufen auf NI Kontakt 5, und für beide nehme ich separate Kontakt-Instanzen. Das bringt den Vorteil mit sich, dass sie nicht über den selben Prozessorkern berechnet werden und außerdem auch getrennt benannt werden können.

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Bei Petroglyph nutze ich den On-Board-Arpeggiator. Den Swell-Regler steuere ich nach MIDI-Learn über einen externen Controller und bringe damit einen fließenden Dynamikverlauf ins Spiel.

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Marble hat unter anderem ein paar schöne Percussion-Loops an Bord, denen ebenfalls per internem Sequencer und fließender Effektsteuerung Leben eingehaucht werden kann. Zuviel Abwechslung führt aber vom Geradeaus-Feeling, das ich hier haben möchte, weg, weshalb ich mich auf ein einfaches Playback eines Loops ohne weitere Automation beschränke. Der Info halber trotzdem ein Blick auf die Marble-Menüs:

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Als dritten Rhythmus-Kandidaten füge ich noch Sugar Bytes Cyclop hinzu, einen Hybrid-Synthesizer mit ausgesprochen kernigem Klang:

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Hier kurze Ausschnitte der drei Rhythmus-Erzeuger:

Petroglyph:

 

Marble:

 

Cyclop:

 

Alle drei zusammen mit den Poppy Pluckers, Native Instruments India und weiteren Versen des Sängers aus Peru:

 

Petroglyph, Marble und Cyclop verfügen noch über keine externen Effekte, im Gegensatz zu den anderen Instrumenten also über keinen Hall. Dadurch spielen sie weit vorne, zerteilen das Klangbild regelrecht und schaffen scharfe Konturen.

Sicher ist Ihnen auch nicht entgangen, dass plötzlich ein Bass mit dabei ist. Dieser stammt von Spectrasonics Trilian und wummert tief und fett vor sich hin. So schafft er ein Gegengewicht zu der nach vorne springenden Percussion.

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Der Bass weist nur zum Taktbeginn einen markanten Filter-Sweep auf. Legato gespielt gehen die folgenden Noten ohne Attack ineinander über.

Der peruanische Sänger liefert eine breite Palette an Versen, darunter dominante und daneben auch leise, verhalten vorgetragene. Aus Letzteren füge ich einen Mittelteil zusammen, der sich so anhört: