Test: Sugar Bytes Factory

Die Architektur im Detail

Anhand der Klangbeispiele haben wir bereits einige Ausstattungsmerkmale von Factory kennengelernt. Nun wollen wir die Lücken füllen.

Hier zunächst der Überblick über die Oszillatoren:

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Pulse Sync: Mehrere miteinander synchronisierte Pulswellen (im Prinzip Rechteckwellen) bilden ein Signal. Die Synchronisationsfrequenz (breit und fett bis körnig und beinahe zirpend), deren Abhängigkeit von der Notenhöhe und die Pulsbreite (dünner, scharfer oder breiter, massiver Klang) kann eingestellt und moduliert werden.

Hier habe ich die Sync-Frequenz und die Pulsbreite mit einem LFO moduliert. Es ist nur ein Oszillator und kein Filter beteiligt. Es überrascht nicht: Das Ergebnis ist ein typischer Sound eines virtuell-analogen Synthesizers,. Erstaunlich hingegen, wie gut der schon ohne Filter klingt.

 

Zum LFO: Bei unserem Beispiel habe ich eine Sinus-Wellenform verwendet.

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Factory bietet zwei identische LFOs, die es in sich haben:

  • Der LFO kann sowohl frei in Hertz (von ultralangsamen 0,05 bis zu schnellen 500 Hertz) als auch temposynchron in Notenwerten eingestellt werden.
  • Neben Standardwellenformen steht auch eine Reihe ausgefallener Betriebsmodi bereit, darunter Impulse für zufällig wirkende, plötzliche Parametersprünge oder unregelmäßige Verlaufsformen.
  • Zudem kann die Phase des LFOs justiert werden.
  • Über das Pfeilsymbol oben rechts schaltet man den LFO in den One-Shot-Modus um: Die Wellenform wird dann nach dem Note-On (im MIDI-Gate-Modus) nur einmal durchlaufen, und der LFO verwandelt sich sozusagen in eine Hüllkurve.
  • Alternativ kann der LFO (unter anderem) auch durch einen der vier Sequencer getriggert werden.
  • Zudem kann er LFO monofon oder polyfon betrieben werden.
  • Die kleinen Dreiecke dienen dazu, LFO-Parameter als Modulationsziele für die Matrix zu definieren.

Man sieht schon: Alleine die LFOs sind mächtige und vielseitige Werkzeuge zur Klangformung. Sie reichen weit über die klassische Form (Standardwellenformen + Geschwindigkeit) hinaus.