Test: Spectrasonics Keyscape, Teil 1

Ein Genuss ist das Duo Plectrum Celeste ..

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Die beiden Klangquellen dieses Hybrid-Instruments sind mischbar, bieten ein dosierbares Release-Geräusch und eine Anpassung der Anschlagsdynamik.

Im Tone-Menü ist über Color Shift wiederum die Klangfarbe einstellbar. Eine Bandsimulation mit Threshold für den Sättigungseffekt und Age für die Alterung (heller versus weicher, dumpfer Klang) bietet weitere Optionen der Klanggestaltung.

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Über Octave mischt man Töne in höherer Oktavlage bei.

Im folgenden Audiodemo liefert Stylus RMX, Expansion Pack Liquid Grooves, die Begleitung:

 

(Die Akkordfolge stammt wieder von Toontrack.)

Um Ihnen einen besseren Eindruck der Patina und der abwechslungsreichen Nebengeräusche zu ermöglichen, habe ich im folgenden Audiodemo lediglich ein paar Töne in verschiedenen Oktavlagen gespielt. Sie hören zunächst nur das Celeste, dann mische ich das Clavicord hinzu:

 

Die Bandsimulation ist eingeschaltet, der Hall jedoch nicht. Die Samples des Clavicord bringen einen deutlichen Raumanteil mit sich.

Im nächsten Audiodemo hören Sie ein waschechtes Saloon-Piano, Patch Wing Upright – Honky Tonk.

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Das Piano bietet verschiedene Klangcharaktere. Mit Retro haben wir wieder einen Sound aus den 50er Jahren. Leider fehlt hier die Vinyl-Simulation, aber das Klavier verströmt auch ohne diesen Effekt einen einzigartigen Charme und klingt absolut authentisch. Mittels Detuning-Regler wird es schön schräg, ohne aber in Regionen der völligen Verstimmung abzudriften. Animiert man diesen Parameter, so lässt sich der Eindruck einer instabilen Stimmung verstärken (was ich im Audiodemo nicht getan habe). Begleitet wird das Honky Tonk von Toontracks EZdrummer, Kit und MIDI Pack stammen aus der EZX Southern Soul – Erweiterung. Um die Drums auch älter klingen zu lassen, habe ich Decimort 2 der D16 Group und Satin von u-he eingesetzt.

 

Mit dem Klangcharakter „Studio“ und mittlerer Verstimmung hört sich das Saloon-Piano so an:

 

Den Equalizer habe ich folgendermaßen eingestellt:

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Eine Alternative für Blues und Soul ist das Wing Tack Piano:

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welches es auch in einer gealterten Variante mit defektem Tremolo gibt:

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Diese Variante ist ebenfalls mit Character-Parametern und Lo-Fi ausgestattet:

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Man stelle sich eine Western-Szene in Sepia vor:

 

Was Spectrasonics als Tremolo bezeichnet, hört sich eher wie schlotternde und gegeneinander schlagende Saiten in einem alten Holzkasten an. Jedenfalls hat der Klang Seltenheitswert und Persönlichkeit. Letzteres gilt eigentlich für alle Instrumente von Keyscapes: Sie klingen wie Instrumente mit einem Eigenleben, einem besonderen Charakter, mal mit, mal ohne Patina und Retro-Charme, mit einer in gewisser Weise intimen, persönlichen Note. Auch andere Hersteller geben sich viel Mühe, Pianos und auch exotische Formen von Keyboards vom verstimmten und präparierten Klavier bis zum Mellotron detailgetreu wiederzugeben. Aber die Tiefe im Ausdruck, gepaart mit einer exzellenten Audioqualität setzt Maßstäbe und kann ohne Übertreibung als Referenz bezeichnet werden.