Test: Drumasonic 2 und Drumasonic Luxury

 

Nach unserem Test des Session Guitarist Strummed Acoustic 2, einer außergewöhnlich gelungenen Library für akustische Rhythmusgitarren, waren wir neugierig auf die Drums des Herstellers.

 

 

 

 

Das Marktsegment Drum-Libraries ist inzwischen dicht besiedelt und reicht von Stylus RMX über FXpansion BFD 3 und den Best Service Voyager Drums bis zu den beiden EastWest ProDrummern, Toontracks EZdrummer und Superior Drummer – um nur einige der gefragten Produkte zu nennen.

Wer hier landen will, muss mit gutem Sound, einer praxistauglichen Ausstattung und einem annehmbaren Preis punkten – mindestens. Besser noch, mit einigen Extras, die das Produkt von den Mitbewerbern abhebt.

Bei Drumasonic 2 und Drumasonic Luxury fällt auf, dass die „Luxusversion“ mit 99.- EUR billiger ist als der Mitbewerber aus dem selben Haus. Im Vergleich mit der Konkurrenz liegt man in etwa auf Augenhöhe mit dem ProDrummer 1 oder 2, den Voyager Drums und dem EZdrummer.

Beide Libraries bringen 17 GB auf die Waage (verlustfrei komprimiert auf 7,3 GB bei Luxury und 5,3 bei Drumasonic 2).

 

Drumasonic 2 …

bietet zwei Aufnahmeräume, den „damped room“ und den „large room“. Die Instrumente wurden mit unterschiedlichen Mikrofon-Setups aufgenommen (genauer: mit unterschiedlich vielen Mikros). Im Lage Room gibt es ein echtes, mikrofoniertes Surround-Setup in der 5.0 -Konstellation. Damit hätten wir schon das erste Extra, das keiner der oben aufgeführten Mitbewerber zu bieten hat.

Drumasonic 2 bietet mehr als Luxury, etwa zusätzliche Percussion wie Kuhglocke, Tamburin, Sticks und Claps.

 

Drumasonic Luxury …

punktet hingegen mit mehr Artikulationen. Die Spielweisen mit Rods und Besen, Snare mit und ohne angelegten Teppich sowie die Ausstattung mit Round Robins gibt es durchgängig für alle Instrumente, bei Drumasonic 2 nur für einzelne Instrumente. Andererseits gibt es beim Luxury-Paket nur einen Aufnahmeraum. In diesem wurden durchgängig alle Instrumente mit der gleichen Mikrofonierung abgenommen. Die Luxury Library dürfte durch die bessere Ausstattung mit Round Robins und Artikulationen der Kandidat mit mehr Spielgefühl für eine Live-Performance über E-Drums sein.

Der grundsätzliche Aufbau der beiden Produkte ist gleich: Es gibt folgende Pages:

  • Instruments
  • Articulations
  • Effects
  • Grooves

 

 

Drumasonic Luxury

  • Das Drum-Kit besteht aus drei Bassdrums, drei Snares, drei Hi-Hats, vier Crashbecken und zwei Ridebecken.
  • Bis zu zehn Mikrofone können pro Instrument abgemischt werden. Eine Phasenkorrelation sorgt laut Hersteller dafür, dass der Klang immer kraftvoll und rund sein soll, ohne Phasenauslöschungen.
  • 99 Presets liefern komplette Drumkit-Konfigurationen.
  • Wer sofort loslegen will, kombiniert ein fertiges Drumkit mit einer Auswahl an (modifizierbaren) Grooves, die per Drag & Drop als MIDI-Files in den Sequencer gezogen werden können. Hunderte Grooves sind im Lieferumfang enthalten.
  • Mappings erlauben den Import von Grooves anderer Hersteller.
  • On-Board-Effekte vom Transient Shaper bis zur Bandsimulation, vom EQ bis zum Hall sollen eine differenzierte Klanggestaltung erlauben.
  • Um Rechenpower einzusparen ist eine Voice Reduction – Technologie an Bord, die ungenutzte Instrumente, Mikrofone oder Artikulationen deaktiviert (Purge Funktion).
  • Insgesamt sind mehr als 30.000 Samples enthalten.

 

Die Gestaltung der Oberfläche ist anders als beim Strummed Guitarist Acoustic 2 nicht besonders hübsch oder gar verspielt, sonder eher kühl, nüchtern und funktional.

Drumasonic 2

  • Drumasonic 2 bietet drei Bassdrums, sechs Snares, fünf Toms, vier Hi-Hats, fünf Ride- und neun Crash-Becken, zudem, wie eingangs schon erwähnt, Percussion, aufgenommen in zwei Räumen.
  • Zwei der Snares können mit Sticks, Rods oder Besen gespielt werden und bieten echte Round Robin – Samples.
  • Bis zu 11 Mikrophone pro Instrument (Mix in Stereo und Surround)
  • Gegenüber der Vorgängerversion wurde die Palette an Instrumenten erweitert, ebenso wurde das dynamische Ansprechen verbessert, Round Robins hinzugefügt und das Angebot an Mikrofonen erweitert.
  • Unterm Strich ist die Library mit nunmehr rund 30.000 Samples etwa viermal so umfangreich.
  • Viele andere Eigenschaften (Architektur des Interfaces, Phasenreinheit, Effekterack, Mapping für den Import fremder Grooves, Purge-Funktion u.s.w.) entsprechen der Ausstattung von Drumasonic Luxury.

 

Praxis

Wir starten mit Drumasonic 2:

In dem Kit, das per default geladen wird, verfügt alleine die Bassdrum über vier nahe Mikrofonpositionen. Close 1 liefert einen vollen Sound, das Boom-Mikro ebenso, aber nicht ganz so direkt und trocken und mit mehr Raumanteil. Der PAZ-Analyser von Waves zeigt, dass sich beide nicht in die Quere kommen, wenn sie gleichzeitig erklingen. Geringfügige Ausschläge bei den Phasenauslöschungen entstehen, wenn man beispielsweise Close 1 und Boom-Mikro auf die gegenüberliegenden Panoramapositionen legt, was aber eher praxisfern sein dürfte.

Dass keine Phasenprobleme auftreten, betrifft auch die Nahmikrofone (close) 2 und 3, die einen eher höhenbetonten Attack beisteuern. Man kann die Bassdrum wunderbar und bis ins Detail formen, denn alle Mikros verfügen zudem noch über eine AHR-Hüllkurve.

Pro Instrumenten-Slot kann man in der Fußzeile aus einem Drop-Down-Menü ein Instrument laden und eine individuelle Auswahl an Mikrofonen einschalten., von denen jeder Kanalzug über einen Bus auf die Effekts-Page oder einen Direklt Oput von Kontakt geroutet werden kann.

Kreatives Sounddesign ist unter anderem auch dadurch möglich, dass man beispielsweise ein Nahmikro der Bassdrum und das Raumsignal der Hi-Hat auf einen der zehn internen Busse routet und dann entsprechend bearbeitet.

Die Grooves-Page:

 

 

Hören wir in den Backbeat aus der Groove-Library (100 BPM):

 

Das war das Kit „Punchy“ aus der Rock-Abteilung. Aus der selben Kategorie „Chilly Snare“:

 

„Trashy“:

 

Das Funkkit 3 mit einem Funk/Breakbeat-Groove:

 

Diese kleine Auswahl zeigt bereits, dass Drumasonic 2 ausgesprochen vielseitig klingt. Auch die Klangqualität ist exzellent. Live on Stage klingt genau so, wie es heißt:

 

Bei den meisten Presets kommen auch die Effekte ins Spiel:

Unterschiedliche Färbungen der einzelnen Effektmodule und deren Regler hätten die Sache zwar sicher recht bunt gemacht, dennoch vielleicht zur besseren Übersicht beigetragen. Die Regler der oberen Abteilungen EQ, Dynamic und FX sind gerade noch passabel in der Größe, Master-Equalizer und Dynamics sind etwas großzügiger ausgefallen.
In der Praxis geht die Bedienung aber ohne krampfhafte Millimeterarbeit recht gut von der Hand und man weiß immer, an welcher Stelle man gerade operiert. Klickt man auf einen der Effektregler der Instrumentenkanäle, springt im unteren Drittel der Seite eine Ansicht mit weiteren Parametern auf. Außerdem wird der angewählte Kanal hell hervorgehoben. Delay und Reverb sind also beispielsweise keine Ein-Regler-Miniaturausgaben, sondern ausreichend mit Parametern ausgestattete Module, wie diese Abbildung zeigt:

Beim Delay fehlt mir allerdings eine Tempo-Synchronisation.

An anderer Stelle hat der Hersteller sehr weit gedacht und per Split-Link eine Funktion eingefügt, die es erlaubt, die Parameter separat für alle Instrumente oder alle gemeinsamen Mikrofone zu modifizieren. Man kann also für die Direktmikrofone von Bassdrum, Snare, Hi-Hat (u.s.w.) beispielsweise per EQ einen bestimmten Frequenzgang einstellen, für die gemeinsamen Kanäle wie Oberheads und Trash einen anderen. Daneben gibt es natürlich noch die nicht verlinkte individuelle Einstellung und einen globalen Link, der alle Kanäle (mit Ausnahme des Masterkanals) einschließt.

Dieses “Link”-Konzept ist übergreifend realisiert worden: So kann man dies auf der Instruments-Page ebenfalls für Mikrofonsignale nutzen. Dieser von Drumasonic auch als “horizontale Link” bezeichnete Modus stellt zusammen mit den “vertikalen Link”-Modes (kleine und große “All”-Buttons) ein zentrales Feature für einen komfortablen Workflow dar.

Die Grooves-Page …

… bietet folgende Anpassungen:

Shuffle und Quantisierung (für alle Instrumente individuell zu- und abschaltbar),
eine pro Instrument justierbare und insgesamt skalierbare Verschiebung des Timings nach vorne oder hinten (wodurch man im Detail Ungenauigkeiten bzw. ein Mikro-Timing oder „Feeling“ erzeugen kann) sowie
eine Beeinflussung der Dynamik, ebenfalls pro Instrument und global.

Durch diese Optionen kann man jeden Groove dramatisch verändern, etwa verhaltener oder aggressiver gestalten (Velocity), den Drummer auf den Punkt spielen lassen oder ganz entspannt.

Hier ein Groove aus der Kategorie Country im Original, Kit: Large Room, Acoustic, Basic:

 

Nun mit weniger hartem Anschlag:

 

Hier habe ich die Snare ein paar Ticks nach vorne verlegt und die generelle Velocity erhöht. Dadurch kommen nun auch andere Velocity-Layer zum Einsatz:

 

Veränderungen am Timing werden auch grafisch angezeigt (Balkendisplay rechts):

In der Abbildung oben sehen Sie auch, welche globalen Timing bzw. Taktänderungen möglich sind. Dadurch lassen sich auch 6/8 aus 4/4-Takten erzeugen.

Eigene Bearbeitungen eines Grooves nimmt man bei laufendem Playback des internen Players vor und zieht das Ergebnis dann in einen MIDI-Track des Sequencers.

Über den Taster „Sync to Host“ kann man den Groove auch automatisch abspielen lassen und (nach MIDI-Lerndialog) Parameter über einen externen Controller steuern. Hier habe ich die Dynamik via Modulationsrad gesteuert:

 

Auf diese Weise lassen sich perfekt Steigerungen generieren. Das Ganze funktioniert so lange wunderbar, wie man das betreffende Pattern nicht wechseln will. Ideal wäre es, wenn man Patterns auf Key-Switches legen und diese dann im Wechsel dynamisch steuern könnte.

Parameterverläufe wie im letzten Audiodemo kann man nicht als MIDI-Daten in das interne Pattern schreiben und es dann exportieren. Daher bleibt nur der Export im Sync to Host – Modus als Audiodatei. Damit ausklingende Becken oder der interne Hall beim Aneinanderfügen verschiedener Audio-Clips nicht abgesägt werden, sollte man für jedes Pattern einen eigenen Audiotrack anlegen.

Eigene Grooves lassen sich aber auch noch auf eine andere Weise verwirklichen: Klickt man auf die Record-Taste, so kann man eigene Beats einspielen und anschließend mit den Timing- und Dynamik-Funktionen bearbeiten.

Zur Einbindung externer Grooves kommen wir im letzten Abschnitt vor dem Fazit.

 

Auswahl an Instrumenten und Artikulationen

Man kann nicht nur fertige Kits laden, sondern sich auch ein eigenes Drum-Set zusammenstellen. Auf der Instruments-Seite erreicht man über die Karteireiter unten die verschiedenen Instrumente (Bassdrum, Snare etc.) und kann sich über ein Aufklappmenü das Instrument der Wahl aussuchen.

Dazu wechseln wir zu …

Drumasonic Luxury

 

 

Grundsätzlich ist es auch möglich, Mehrere Bassdrums, Snares, Toms, Hi-Hats zu laden. Die Alternativinstrumente werden dann zunächst auf andere Oktaven verteilt (eine zweite Bassdrum landet etwa auf C3, die erste auf C1), doch bei Instrumenten mit vielen verschiedenen Artikulationen wird es irgendwann eng. Es ist allerdings auch musikalisch nicht sinnvoll, gleich mit mehreren Hi-Hats und voller Ausstattung an Artikulationen zu starten. Drummer mit mehreren Hi-Hats im Kit dürften im wirklichen Leben ein seltenes Phänomen sein.

Während man im Instruments-Fenster die Mikrofonierung für jedes Instrument genau einstellen kann (das haben wir eingangs schon gesehen), bietet die Articulations-Page die Möglichkeit, einzelne Spielweisen zu- oder abzuschalten, zwischen Sticks, Rods und Brushes zu wählen und die Artikulation einer bestimmten Taste zuzuweisen (soweit sie noch nicht zugewiesen ist).

 

 

Über die Remapping-Seite lassen sich bestimmte Artikulationen mit der Wahl der Spielweise kombinieren, beispielsweise Mini Roll im Brush-Mode, Center-Schläge im Stick-Mode:

 

 

Auf der Control-Seite weist man bei Bedarf Chokes und das Aktivieren des Snare-Teppichs spezifischen Key-Switches zu. Unter anderem lassen sich hier auch die Hi-Hat-Spielweisen anschlagsdynamisch staffeln. Auch der Wechsel zwischen Sticks, Rods und Besen kann via lernbarem Key-Switch erfolgen.

 

 

 

Klangvielfalt

Drumasonic Luxury deckt sowohl bei den Grooves als auch bei den Sounds eine breite Palette ab. Im Folgenden hören Sie einen Dance-Beat in zwei Variationen mit verschiedenen Kits:

Tiny Machine:

 

Layered Electronics:

 

High Trash Kit:

 

Ein Hip Hop Groove mit dem Kit Dirty Gates aus der SFX-Abteilung:

 

Delay Tales:

 

Ein mit Besen gespielter Jazz-Waltz mit dem Jazz-Kit:

 

Positionierung im Marktsegment

Zu Beginn dieses Tests habe ich auf einige Mitbewerber aufmerksam gemacht. Die beiden Drumasonic-Produkte müssen sich vor diesen nicht verstecken, im Gegenteil: Bei den Drumasonics trifft ein packender, dynamischer Klang auf eine livetaugliche Performance und ein vorbildliches Mikrofon-Setup. Hinzu kommt eine interessante Groove-Bearbeitung und ein detailliertes Artikulations-Management bzw. -Mapping. In dieser Kombination sind die Drumasonic Produkte einzigartig. Vor allem die Vielzahl abwechslungsreicher und außergewöhnlich frisch klingender Preset-Kits bei Drumasonic Luxury ist vorbildlich und wiegt die umfangreichere Ausstattung mit Instrumenten, wie man sie bei einigen Mitbewerbern findet, auf. Drumasonic 2 ist bei den Preset-Kits deutlich schmaler aufgestellt.
Der Fokus liegt weniger auf Masse, sonder eher auf detailliert aufgenommenen Instrumenten, guten Räumen, und vor allem vielen Mikrofonsignalen, die aus tontechnischer Perspektive eine völlige Freiheit der Kombinierbarkeit und des Routing aller Signale ermöglicht.

Wer bereits mit Grooves anderer Drum-Libraries versorgt ist, kann diese über die Drumasonics abspielen lassen. Hier dürfte vor allem die Kooperation mit Toontracks EZdrummer interessant sein.
Mappings werden von Drumasonic konvertiert: Ein auswählbares Quell-Mapping auf der Grooves Page in ein einstellbares Ziel-Mapping auf der Articulations-Page. Drag&Drop des geladenen Grooves konvertiert diesen dann. Beim vorherigen Abspielen sogar bereits “on-the-fly”.

Ein Groove aus EZX Fusion Grooves mit dem Basic Jazz Kit von Toontracks EZdrummer 2:

 

Der Groove lässt sich problemlos mit Drumasonic Luxury abspielen, hier mit dem Mellow Kit …

 

… und dem Jazz-Kit 2:

 

Noch einmal Toontracks EZdrummer mit einem Beat & Kit aus EZX Electronic:

 

Und nun mit dem Kit Stereo Snare aus der SFX-Abteilung von Drumasonic Luxury:

 

Mit Drumasonic 2 funktioniert das Mapping erwartungsgemäß ebenso gut. Hier ein Morph (mit dem gleichnamigen Plug-in von Zynaptiq) aus dem Toontrack-Kit und dem Kit „Next Door“ aus Drumasonic 2:

 

Ein Blick auf die Mapping-Seite zeigt, dass eine ganze Reihe von virtuellen Drummern unterstützt werden – aber auch E-Drums für die Live Performance.

 

 

 

Weiterführendes

Die Snares haben etwas ganz Besonderes zu bieten: Hat man auf der Articulations-Page die “Wires off”-Samples aktiviert, so kann man per Keyboard-Haltepedal (CC#64 per default, frei konfigurierbar) den virtuellen Snare-Teppich lösen. Das Besondere dabei: Es klingt nicht nur die Snare-Drum anders, sondern auch alle Trommeln, also Bassdrum und Toms, bei denen man das Snare-typische “Rascheln” dann auch nicht mehr hört. Dieser global trockene Trommel-Sound hat seinen ganz eigenen Stil und wird in bestimmten Musikrichtungen eingesetzt.

 

Fazit

Drumasonic 2 und Drumasonic Luxury überzeugen mit einem differenzierten, dynamischen Klang und einer Vielzahl fertig konfigurierter Drums-Sets. Die Drum-Sets decken eine breite Palette an Klangvariationen vom trockenen akustischen Set bis zum Special-FX-Kit ab. Man trifft auf eine Menge inspirierender Sounds mit Hinhöreffekt.

In Kombination mit den Grooves, deren Timing und Dynamik man verändern und dadurch mit wenigen Mausklicks neue Variationen erzeugen kann, stellen beide Libraries ein leistungsstarkes Paket dar. Grooves können sogar im Instrument aufgenommen und als bearbeitete MIDI-Patterns in einen MIDI-Track des Host-Sequencers gezogen werden.

Neben akustischen Instrumenten findet sich auch elektronische Percussion. An Genres wird von Jazz bis zu Dance/Club alles abgedeckt, was verlangt wird. Zudem lassen sich Grooves anderer Anbieter mit über passende Mapping abspielen.

Über aufwändige Mikrofonierungen und ein breites Angebot an Effekten lassen sich eigene Klangvorstellungen gezielt realisieren und bis ins Detail ausarbeiten. Drumasonic 2 bietet sogar echte Surround-Mikrofonierungen.

Auch die Kits lassen sich mit einem kompletten Re-Mapping der Artikulationen bis ins kleinste Detail individuell anpassen.

Obwohl beide Libraries mit vielen Detailfunktionen ausgestattet sind, geht der Überblick dank einer plausiblen Architektur nicht verloren. Wer allerdings von Grund auf eigene Kits mit eigenem Sound einschließlich einer Effektbearbeitung erstellen will, sollte angesichts der zahlreichen Gestaltungsmöglichkeiten Zeit mitbringen.

Nicht zuletzt können über Stereo-Ausgänge, die vom Kontakt-Instrument heraus direkt adressiert und den diversen Mikrofonkanälen zugewiesen werden, auch externe Plug-ins gezielt einsetzen. Das betrifft nicht nur die einzelnen Instrumentenmikrofone, sondern auch die internen zehn Effekt-Busse. Per default sind vier Kontakt-Ausgänge angelegt, man kann dies jedoch auf alle verfügbaren Kontakt-Outs erweitern.

Kurz und bündig: Exzellenter, sehr dynamischer Klang; lebendige Grooves mit Gestaltungsoptionen; inspirierende produktionsfertige Presets; vielseitig verwendbar.

Der Preis ist ausgesprochen kundenfreundlich.

Testautor: Holger Obst

 

Plus:

  • Vielzahl produktionsfertiger Kits mit komplett konfiguriertem Sound
  • exzellentes, inspirierendes Klangdesign der fertigen Drumkits
  • umfangreiche Mikrofonierung mit freiem Routing zu den internen Effekten
  • sehr ausdrucksstark und dynamisch spielbar
  • umfangreiche Ausstattung mit Artikulationen und Re-Mapping
  • großes Angebot an Grooves
  • nachträgliche Gestaltung der Grooves (Dynamik, Timing)
  • fairer Preis

Minus:

  • Patterns können nur exportiert aber nicht über Key-Switches gewechselt werden.

Preise:
Drumasonic 2: 159.- EUR
Drumasonic Luxury: 99.- EUR

System:
Kontakt 5 Player

Hersteller: Drumasonic

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