Test: Zynaptiq Morph 2.0

Wer auf der Suche nach außergewöhnlichen Effekten ist oder noch nie dagewesene Instrumente ins Leben rufen will, sollte sich Morph 2.0 von Zynaptiq genauer ansehen. Das Plug-in erschafft aus zwei Klangquellen eine Mutation beider und transformiert deren Klangcharakteristika zu einem neuen Sound.

Überblick

Vorweg: Sie können diesen Test mit einer voll funktionsfähigen 30-Tage-Demo-Version begleiten.

Recording und Studiotechnik

Morph 2.0 ist von grundauf neu entwickelt und hat wenig mit dem vor mehr als zehn Jahren erschienenen Morph 1.0 zu tun. In der Version 2.0 ist der Ursprungs-Algoritzmus erheblich verbessert worden. Zwei neue Algorithmen sind hinzu gekommen: Insgesamt gibt es drei verschiedene Morphing-Algorithmen und zusätzlich zwei weitere Low-Latency-Varianten. Hinzu kommt ein neuer Formant-Shifter, der atonale Klangcharakteristika transponiert. Auch die Oberfläche ist neu gestaltet worden. Lediglich das Anliegen ist das selbe geblieben: Es geht um Klangtransformationen der besonderen Art …

Das Zauberwort heißt „Real Time Structural Audio Morphing“. Morph analysiert in Echtzeit Zeit- und Frequenzeigenschaften zweier Audiosignale (A und B) und erschafft daraus einen neuen Klang. Es bei Morph 2.0 also nicht um ein simples Überblenden von Klängen, sondern um eine Neukreation einer Klangstruktur aus den charakteristischen Klangfarben und der Dynamik zweier Eingangssignale. Dabei eröffnet sich ein breites Spektrum an Zwischenergebnissen.

Wie stark der Einfluss der Klangquelle A oder B auf das Endergebnis ist, hängt von der Position des Fadenkreuzes ab. Bewegungen des Fadenkreuzes führen zu Klangfahrten mit fließenden Übergängen: Morph erlaubt eine knack- und knisterfreie Echtzeitmanipulation der Morphing-Position, ebenso der Formanten-Transponierung.

Dabei klingt es in der linken Hälfte des Morph-Feldes deutlich anders als in der rechten. In beiden Hälften stehen sich die Klangquellen A und B entlang der Vertikalen gegenüber.

Das Morphing kann auch in True Stereo stattfinden – je nach Konfiguration im Host-Sequencer. Zu solchen Feinheiten, auch zur Steuerung über MIDI-Controller kommen wir später noch.

Neben dem Morphin sind auch einfache Überblendungen möglich, nämlich dann, wenn man am oberen oder unteren Rand des Morph-Feldes das Fadenkreuz entlang der X-Achse wandern lässt. Weicht man hiervon ab und driftet ins Innere, so kommt das Morphing zur Geltung.

Neben der Auswahl der fünf neuen Algorithmen (drei verschiedene Varianten plus zwei Low-Latency-Optionen) steht ein Amplitude Sensivity Regler zur Verfügung, der die Dynamik-Eigenschaften des Morphings kontrolliert, sowie ein Complexity-Parameter, der die strukturelle Komplexität des Hybrid-Klanges bestimmt.

Vom Hörerlebnis her reicht die Spanne von einem futuristischen Lo-Fi-Effekt bis zu einer ausgesprochen feinen, edlen Auflösung des Klangs.

Dem transformierten Ausgangssignal können die unbearbeiteten Eingangssignale beider Quellen individuell beigemischt werden.

Ein algorithmischer Reverb macht das Klangdesign komplett. Er verfügt über die Parameter Größe, (Höhen-) Dämpfung und Mix, ist also einfach zu bedienen, bietet dafür aber keine detaillierten Eingriffsmöglichkeiten. Vorweg sei gesagt, dass der Hall warm, musikalisch und hoch auflösend klingt – also definitiv mehr darstellt als ein bloßes Anhängsel.

Alle Bedienelemente sind übersichtlich über ein Fenster erreichbar. Einige Presets und die Algorithmen wählt man über Aufklappmenüs.

Morph eignet sich für allerlei Klangexperimente:

  • Kreuzungen von realen Instrumenten, die physikalisch kaum nachbaubare, neue Instrumente ergeben. Alle Instrumente sind für solche Transformationen geeignet, einschließlich Percussion und Loops.
  • Schaffung von Hybrid-Instrumenten zwischen synthetisch und samplebasierten Instrumentenspuren.
  • Ausgedehnte und facettenreiche Klangfahrten und Klangcollagen mit nur einem Plug-in. Schon recht unspektakuläre Eingangssignale können durch Morph 2.0 zu außergewöhnlichen Effekt-Texturen oder zu filmmusikreifen Hintergrundsounds aufsteigen.
  • Subtile Klangtransformationen durch Morphing zwischen zwei beinahe gleich eingestellten Instrumenten: So können auch langweilige und nicht mehr zeitgemäße Sample-Instrumente zum Leben erweckt werden.

Morph 2 ist für viele Genres geeignet und nicht zuletzt auch ein interessantes Tool für Klangdesigner und für Hersteller virtueller Instrumente oder Klanglibraries, die ihren Sammlungen außergewöhnliche Klänge beisteuern wollen.

Die Film-, Spiele- und Multimediabranche erhält mit Morph ein Werkzeug beispielsweise für Stimmverfremdungen, futuristische oder mystische Geräuschtexturen, spektakuläre Drones und Pads.

Auch im Dance-Bereich kann Morph für spektakuläre Effekte sorgen, etwa indem man zwischen zwei Loops morpht. Will man dem Morphing selbst einen Rhythmus geben, so muss man dafür manuell sorgen. Mit einem XY-Pad wäre das leicht möglich, vorausgesetzt, Morph 2 würde über MIDI-Learn verfügen. Zwar ist es nöglich, über einen MIDI Kanal und eine generische MIDI-Stererung (in unserem Fall in Cubase) auf Morph zuzugreifen, doch diese Prozedur ist eine Baustelle, die von vielen Usern nicht genutzt wird – obwohl es ziemlich einfach funktioniert (siehe unser kleines Tutorial für Cubase 7 zu diesem Thema). Von Herstellerseite ist zu höreen, dass an MIDI-Learn bereits gearbeitet wird. Ein Update ist in Vorbereitung.

Morph ist True-Stereo fähig. Hierfür lädt man Morph 2 in eine Vierkanal-Gruppe routet zwei Stereo-Kanäle (die Eingangssignale A und B) auf diese Gruppe und stellt den Ausgang der Quad-Gruppe auf Stereo.

 

Installation

Nach dem Erwerb erhält man einen Registration-Code, den man im Registrierungsformular eingibt. Anschließend folgt ein Download-Link per Email mit dem persönlichen Aktivierungs-Code. Der Download wiegt 257 MB (Windows).

Morph liegt in der aktuellen Version 2.0.0 plattformübergreifend in den Formaten AU, VST, RTAS und AAX in 32 und 64 Bit vor. (Genauere Infos finden Sie auf im Anhang bzw. auf der Produktseite des Herstellers). Für Windos gibt es separate 32 und 64 Bit-Installer. Welches Format in welchen Plug-in-Ordner geschrieben werden soll, ist ebenfalls wählbar. Am Ende der Installation wird abgefragt, ob ein PACE Anti-Piracy Treiber installiert werden soll. Wenn man sowieso einen iLok betreibt und den aktuellen iLok License Manager installiert hat, ist eine Installation des Treibers nicht erforderlich.

Neben MORPH gibt es eine MORPH SC (Sidechain) Varinate, allerdings derzeit noch nicht im VST 3 – Format. VST 3 soll jedoch in Kürze kommen.

Beim ersten Start wird der Aktivierungscode abgefragt. Anschließend loggt man sich vom Plug-in aus im persönlichen iLok Konto ein und kann dann wählen, ob die Lizenz auf die Workstation selbst oder auf den iLok Dongle (nur iLok 2) geschrieben werden soll.

Insgesamt läuft die Installation reibungslos und – soweit der Rechner mit dem Internet verbunden ist – schnell ab.

 

Die Algorithmen

  • Classic: Der Classic Algorithmus ist eine Weiterentwicklung des Ursprungsalgorithmus aus Morph 2.0. Er arbeitet mit der höchsten Frequenzauflösung und der niedrigsten Zeitauflösung, eignet sich also speziell für das Morphen von Geräuschtexturen oder Pads, weniger für weniger transientenreiches Material.
  • Interweave: Dieser Algorithmus ist darauf ausgelegt, Eigenschaften des Quellmaterials stärker zu berücksichtigen. Die Ergebnisse klingen entsprechend natürlicher und weniger stark verfremdet als bei den anderen Algorithmen.
  • Tight hat die höchste Zeitauflösung und eignet sich daher am besten, um transientenreiches Material wie Drums und Percussion zu morphen. Tight arbeitet mit einer Latenz von 512 Samples und ist zugleich die am wenigsten die CPU beanspruchende Variante. Solange man es nicht übertreibt, werden Transienten in diesem Betriebsmodus gut erkannt und transformiert. Schnell aufeinanderfolgende Hits aus zwei synchronen Drum-Loops führen dennoch zu etwas verwaschenen Ergebnissen. Soll es dann immer noch sauber akzentuiert klingen, ist eine Beimischung der Originale hilfreich.
  • Classic und Interleave arbeiten mit einer Latenz von 2048 Samples. Beide Algorithmen stehen als CPU-schonendere Low-Latency-Version mit 512 Samples Latenz zur Verfügung.

Klangerlebnisse der besonderen Art – der Praxistest

Für unseren Test habe ich die klassische Mono-Konfiguration verwendet, die mit allen gängigen und auch weniger gängigen Sequencern nachgebildet werden kann. Dazu routet man zwei (Mono oder Stereo-) Tracks mit entgegengesetzten Panoramaeinstellungen auf einen Gruppenkanal, in den man Morph als Insert-Effekt lädt. Alternativ erreicht man Morph (in Cubase 7, unserem Test-Host) auch via Sidechain.

Während man die Tracks durchlaufen lässt, probiert man die verschiedenen Morph-Algorithmen aus und experimentiert mit dem Komplexitätsregler und dem Formant-Shifter, wenn drastische Verfremdungen gewünscht sind.

Regelt man die Complexity herunter, so entstehen (mit ausnahme des Classic und Classic LL – Algorithmus) digitale Artefakte, der Klang wird auf eine eigentümliche Art rauer, körniger. Bei den Classic-Algorithmen kann eine Reduzierung des Complexity-Wertes dazu benutzt werden, eine sehr präzise Lautstärkemodulation zu erzeugen.

Mit Amp Sense stellt man die Empfindlichkeit für die Dynamik ein. Niedrige Werte sind für wogende Flächensounds und sanfte Übergänge geeignet. Hier wird der Sustainanteil betont. Eine niedrige Amplitudensensibilität bei perkussivem Material (und mit Interweave- oder Tight-Algorithmus) kann zu Lo-Fi-ähnlichem Begleitrauschen in den Pausen zwischen den Hits führen, was durchaus seinen Reiz haben kann.

Im ersten Audiodemo habe ich versucht, einen Drumbeat so zu verfremden, dass er wie aus einem undefinierbaren, vorsintflutlichen Wiedergabegerät klingt. Dazu wird er mit einer Lo-Fi-Geräuschtextur (ebenfalls ein Loop) gekreuzt. Diese hört man zu Beginn des Audiodemos im Original.

Im zweiten Durchgang des Loops habe ich den Formant Shifter für eine Transponierung nach oben benutzt und anschließend den Complexity-Regler von 100% Richtung Minimum bewegt, um den Klang vollständig zu zerstören. Als Algorithmus habe ich Tight gewählt, da sich dieser am besten für transientenreiches Material eignet:

 

Beide Loos des ersten Audiodemos stammen aus Ueberschall-Libraries.

Im nächsten Demo nehme ich einen Beat aus Electra 2 von Tone 2 und einen von Spectrasonics Omnisphere 2. Ohne Morphing hören sich die Beats (auf entgegengesetzten Panoramapositionen) so an:

 

Nun folgt ein Morphing zwischen beiden mit dem Algorithmus Interweave.

 

Interleave ist so rechenintensiv, dass er sich für eine Live-Performance mit geringer Latenz kaum eignet. Für solche Anforderungen bietet sich Interweave LL (Low Latency) an.

Dazu muss man wissen: Die oben erwähnten 2048 Samples Latenz kommen dadurch zustande, dass das Plug-in ein ausreichend großes Zeitfenster analysieren muss, um die strukturelle Analyse durchführen zu können. Ist die Playback-Buffer-Size viel kleiner als die 2048 Samples (wie im Live-Betrieb, wo man niedrige Latenzen braucht), muss also das Plug-in mehrere Berechnungen parallel durchführen – wodurch die CPU-Last ansteigt.

Im nächsten Versuch geht es um ein Morphing zwischen einem Klavier (Alicias Keys von Native Instruments) und klingenden Steinplatten (The Skiddaw Stones von Soniccouture).

Hier zunächst die beiden Kandidaten zusammen im Original:

 

Ein Morphing – vor und zurück – klingt mit dem Algorithmus Thight so:

 

Zwischenstationen eines solchen Morphings kann man statisch verwenden, um dezente bis destruktive Verfremdungen des Klaviers zu erzielen. Soll der Effekt nicht allzu stark in den Vordergrund treten, mischt man Anteile der Originalsignale bei. Mit folgenden Einstellungen …

Morph2_Bild4

… klingt das Steinklavier so:

 

Der Algorithmus Classic eignet sich unter anderem für Stimmverfremdungen. Im folgenden Audiodemo hören Sie ein Ambience Pad (aus Soundiron Frendo) und mehrere gesprochene Phrasen (aus Soundiron Voice of Rapture: The Bass):

 

Gemorpht hört sich die Stimme so an:

 

Für stärkere Verfremdungen kann man zusätzlich den Formant Shifter einsetzen:

 

Ein Nonnenchor (aus Best Service Mystica, Feamale Chamber Choir) und eine Kirchenorgel (EZkeys Pipe Organ) müssen dank Morph nicht mehr nebeneinander her spielen (wie am Ende des Audiodemos), sondern können auch zu einem Instrument verschmelzen (wie zu Beginn):

 

Diverse vocoderähnliche Sounds sind ebenfalls möglich. Hier habe ich einen Beat und ein rhythmisches Vocal-Pad, beide aus Soniccouture Box of Tricks, gemorpht; am Ende hören Sie die Originale:

 

Im nächsten Audiodemo hören Sie vier Sounds aus Omnisphere 2: Ein gregorianischer Chor, zwei langsame Arpeggien einer Spieluhr und ein Schallplattengeräusch:

 

Hier hören Sie einen langsamen Moprh quer durch das XY-Feld. Verwendet habe ich den Algorithmus Tight, da auch perkussive Elemente im Spiel sind und ich die Transienten möglichst erhalten möchte. Die Sustain-Sounds (Chor und Vinylgeräusch) habe ich nach links geroutet (Morph-Kanal A), die beiden Spieluhren nach rechts (Kanal B). Es klingt nun extrem nostalgisch bis destruktiv:

 

Einige Zwischenpositionen des Morphs haben das Zeug für einen eigenständigen, neuen Klang, den man auch statisch, also ohne Bewegung des Fadenkreuzes, verwenden könnte.

Wechselt man in den Modus Classic, so stellt sich heraus, dass auch dieser herrlich destruktive Möglichkeiten bietet. Kaum ein anderes Plug-in ist in er Lage, derart echt klingende Verfremdungen zwischen defekter Schellackplatte und Kurzwellenradio zu simulieren. Hier habe ich die Komplexität der Berechnung verringert, ebenso die Emfindlichkeit der Amplitudenerkennung und den Originalklang der Spieluhr dezent mit -25dB beigemischt:

 

Der Gregorianische Chor war hier immer noch an der Transformation beteiligt, ist aber kaum noch wahrnehmbar.

Beat (Omnisphere 2) und Bass (SugarBytes Cyclop) …

 

… klingen gemorpht so:

 

Abschließend geht es um den Morph zwischen einem Pad und einer Geräuschtextur, beide aus Iris 2.

Das Pad:

 

Die Geräuschtextur (Ausschnitt):

 

Und das Resultat mit Morph 2, Modus Classic. Im ersten Durchgang bewege ich das Fadenkreuz in der linken Hälfte, danach in der rechten Hälfte des XY-Feldes. Tatsächlich kommt es zu deutlich unterschiedlichen Morphing-Ergebnissen. Während die linke Häfte höhenbetontere, transientenreichere Klänge produziert, wird es in der rechten Hälfte dunkler und bedrohlicher.

 

Fazit

Morph 2 ist ein kinderleicht zu bedienender Spezial-Effekt für außergewöhnliche Klangmutationen. Aus zwei Klängen entsteht etwas völlig Neues. Durch die Echtzeitmanipulation der Morph-Position via Fadenkreuz fährt man durch reizvolle Klanglandschaften.

Die Algorithmen bieten dabei unterschiedliche Morphing-Vorlagen für dynamisches, transientenreiches Material ebenso wie für Flächensounds. Extrem destruktive Verfremdungen erreicht man, indem man die Komplexität der Berechnung herunterfährt und den Formant-Shifter einsetzt. Solche Manipulationen eignen sich besonders, um aus menschlichen Stimmen Monster, Roboter oder extraterrestrische Wesen zu erzeugen.

Morph 2 kann genreübergreifend eingesetzt werden, für mutierende Klanglandschaften ebenso wie für effektvolle Beats. Im Verlauf des Tests bin ich persönlich immer wieder in die Klangdestruktion abgedriftet, vielleicht weil ich schon immer einen Sound wie aus einem defekten Kurzwellenradio oder von einer arg gelittenen Schellackplatte gestalten wollte. Letzteres ist mit bislang mit den diversen hierauf spezialisierten Vinyl-Plug-ins nie überzeugend gelungen: Diese klingen immer so, als würde man dem sauberen High-Tech-Sound einfach eine Portion Patina beimischen. Mit Morph führt man solche Klangquellen hingegen zusammen, Vinylrauschen und Knistern mit dem entsprechenden Instrument, und es entsteht tatsächlich eine Einheit: Es knistert im Klang selbst und nicht im Hintergrund nebenher.

Erwähnenswert ist auch der angenehm musikalisch klingende Hall. Dieser ist zwar nicht in großem Stil editierbar, liefert aber auf die Schnelle so gute Ergebnisse, dass man in vielen Fällen auf ein externes Plug-in verzichten kann.

Morph 2 ist trotz des CPU-Anspruchs sicher auch eine interessante Option für Live-Performances. Will man dabei nicht mit der Maus arbeiten, muss man zuvor generische Controller der Host-Software einrichten. Einen direkten MIDI-Lerndialog findet man in Morph 2 nicht. Das wäre doch etwas für ein künftiges Update.

Unterm Strich bekommt man für einen angemessenen Preis einen Effekt der Sonderklasse, der auch in seiner Audioqualität überzeugen kann.

Alle, die gerne mit Klängen experimentieren, neue Instrumente „erfinden“, sich fließend wandelnde Ambiences erschaffen oder abgedrehte Beats entwerfen wollen, sollten sich die Demo-Version herunterladen. Aber Vorsicht: Die Klangforschung mit Morph 2.0 birgt ein gewisses Suchtpotenzial in sich und könnte lange Nächte mit sich bringen.

Testautor: Andreas Ecker

Plus:

  • außergewöhnliche Klangmutationen
  • vielseitig einsetzbar
  • Algorithmen für Pads und dynamisches Material
  • gute Audioqualität
  • kinderleicht zu bedienen
  • Unterstützung auch älterer Betriebssysteme

Minus:

  • keine VST3-Version
  • je nach Algorithmus hohe CPU-Last, daher nicht uneingeschränkt für eine Live-Performance geeignet

Preis: 199.- Euro

99.- Euro (Upgrade von Morph 1)

System:

Mac: ab OSX 10.6.8

Windows: ab Vista (läuft möglicherweise auch auf XP SP3, wird jedoch nicht offiziell unterstützt)

Formate: AU, AAX, RTAS, VST 2.4

iLok Account erforderlich (siehe Kapitel Installation)

Hersteller: Zynaptiq

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