Test: D16 Group Redoptor

Presets

Da es eine Menge einzustellen gibt, bieten sich die mitgelieferten Presets für den Einsteig an.

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Vor allem die Gitarren-Abteilung ist gut ausgerüstet. Aber auch in den anderen Kategorien finden sich genug Vorlagen. Die Bedienung dürfte niemanden überfordern. Eigene Presets kann man im Browser abspeichern.

Unseren ersten Test starten wir mit Toontrack EZdrummer, Kit Funkmaster Jabo Tight Vinyl, Groove aus Funkmasters EZX. Im Original hört sich der Beat bei 130 BPM so an:

 

Und mit Redoptor beispielsweise so:

 

Für dieses erste Experiment habe ich ein Lo-Fi Preset erstellt und den Namen „Blecheimer Drums“ ins Namensfeld eingetippt. Nun möchte ich es abspeichern. Über den Load/Save-Dialog gelangt man zur Ordnerhierarchie des Rechners. Solche Optionen, eigene Presets abzulegen, gefallen mir weniger. Wenn ich mitten in der Arbeit an einem Projekt stecke, möchte ich nicht umständlich durch die Ordnerhierarchie meines Rechners surfen, erst recht nicht, wenn ich vergessen habe, wo ich die Presets Monate oder Jahre zuvor abgelegt habe. Es geht aber auch anders: Über die Paste/Copy-Funktion am Rand des aufgeklappten Browser-Menüs kann man die aktuelle Konfiguration auf einem freien Preset-Slot ablegen:

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Dann wird das Preset beim nächsten Laden des Plug-ins im internen Browser angezeigt.

Zurück zum Angebot an Presets. Für E-Drums gibt es einige Vorlagen, für akustische Drums nicht. Es ist aber nicht verboten, einfach mal durch das Angebot zu zappen. Dabei trifft man auf variantenreiche Möglichkeiten, überwiegend geht es dabei um Lo-Fi, also nicht um eine sanfte Röhrensimulation zur Klangveredelung.

Bei dem Preset „Irreplaceable“ klingt´s noch mehr nach Blecheimer als bei meinem Entwurf:

 

Dieser Groove stammt von Steinbergs Groove Agent 4, Minimal Kit:

 

Redoptor bietet in der Kategorie Electronic Drums mehrere Presets für Einzelinstrumente (Bassdrum, Snare, Toms, Precussion) und „Break Beat Drive“ für eine E-Drum Gruppe an.

Wie der Name schon andeutet, eignet sich das Preset für einen Break, also einen Effekt, den man zwischendurch einsetzt, etwa um einen Übergang zu signalisieren, vor dem Chorus oder bevor es richtig losgeht.

Hier habe ich für die ersten vier Takte Redoptor eingesetzt, danach Decimort 2 (ebenfalls von der D16 Group):

 

Bei der Gelegenheit sei auch auf die Größenverhältnisse zwischen den beiden Plug-ins hingewiesen:

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Auch daran erkennt man (neben dem Browser, der bei Decimort 2, Sigmund und Antresol komfortabler ist), dass Redoptor eine ältere Entwicklung des Herstellers ist, die den Sprung in die zweite Generation möglicherweise noch vor sich hat.

Aufgrund der reduzierten Fensterbreite auf releasetime werden die beide Oberflächen kleiner als im Original abgebildet. Die vorangegangenen Screenshots zeigen Redoptor hingegen in Originalgröße, wenngleich durch die Datenkompression nicht so scharf wie im Original.

Das Interface ist also nicht großzügig aber ausreichend dimensioniert. Man kann ohne Anstrengung alle Details erkennen.

Hier habe ich den bereits zu Beginn verwendeten Groove des EZdrummers sowie zwei Loops aus Ueberschall Guitar verwendet (die ich mit Celemony Melodyne bearbeitet habe).

 

Break Beat Drive verleiht der Gitarre Wärme, macht sie voller und zugleich ein wenig rockiger. Nicht schlecht:

 

Für Gitarren gibt es wie erwähnt einige Presets:

Combo Emulated:

 

Speaker Stack Emulated:

 

Das selbe Preset ohne das dort verwendeten High Cut Filter:

 

Plötzlich werden Nebengeräusche (Saitenrutscher) deutlich hörbar, als Spezialeffekt nicht schlecht (und per Dry/Wet dosierbar).

Beim Preset Crystal Valve hört man sehr schön den Einfluss der virtuellen Röhre:

 

Dieses Preset gefällt mir bislang am besten.

Zwei andere Loops aus Ueberschall Guitar, im Original:

 

Das Redoptor-Preset Acoustic schärft den Klang:

 

Chilly klingt nach wiederum nach einem kleinen, bösen Amp:

 

Die Presets für Gitarren können durchweg gefallen. Sie ersetzen zwar keine ausgewachsene Amp/Speaker-Simulation, können aber in Kombination mit Bodentreter-Effekten, Kompressor, Echo oder Hall einen Gitarren-Kanalzug bereichern.

Hier verwende ich das Preset Vintage für Redoptor, das alleine so klingt:

 

Nun kommt Antresol hinzu:

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Audio 16

Und Presswerk von u-he:

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Die Drums liegen nun weit zurück. Um sie wieder ins Spiel zu bringen, benutze ich ebenfalls Presswerk und davor den Brainworx bx_panEQ:

 

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Inhalt:

Überblick
Zusammenfassung
Presets
Zu den technischen Details
Redoptor für den Master-Kanal – ein Versuch
Weiterführendes
Fazit