Test: Brainworx bx_subsynth

An der Bearbeitung der tiefen Frequenzen beißen sich auch gestandene Profis gelegentlich die Zähne aus. Den Bass im Mix satt, druckvoll und zugleich präzise und klar zu gestalten, ist eine Kunst für sich. Der bx_subsynth soll dabei nicht nur helfen, sondern regelrecht neue Dimensionen bei Tiefenbässen eröffnen. Ob und wie das tatsächlich gelingt, erfahren Sie in unserem Test, wie immer einschließlich Audiodemos.

Brainworx hat sich bei Emulationen herausragender Hardware bereits einen Namen gemacht. Abgesehen von den zahlreichen Amp/Speaker– und Effekt-Emulationen für Gitarren und Bässe gilt beispielsweise der virtuelle Neve Channel-Strip bx_console als Referenz. Auch im bx_PanEQ mit seiner erweiterten M/S-Funktion sind API-Equalizer-Emulationen bester Qualität verarbeitet.

Unser Testkandidat, der bx_subsynth basiert auf einer Emulation des Wellenform-Modellings aus dem dbx 120XP Subharmonics Synthesizer, der in den 1970er und 80er Jahren als Geheimwaffe für satte Tiefenbässe galt. Manche Disco- und Club-Nummer wäre ohne dieses Gerät weitaus weniger in die Beine und den Bauch gegangen.

Der dbx 120XP generierte zwei subharmonische Bässe auf der Basis des eingehenden Audiosignals ohne dabei Interferenzen (Auslöschungen oder Verstärkungen) mit mittleren oder höheren Frequenzen zu produzieren. Neben zwei Reglern für die Frequenzbereiche der beiden subharmonischen Bässe, einem globalen Regler für die Stärke der Subbässe und einem internen Crossover-Schalter (80 oder 120 Hz) verfügte er über eine generelle Bassanhebung (LF Boost).

Recording und Studiotechnik

 

Der bx_subsynth im Überblick

Beim bx_subsynth beließ man es nicht bei einer 1:1 – Emulation des dbx 120XP, sondern bohrte das Prinzip des Vorbilds auf, um einen noch klareren, präziseren und runderen, dominanten Bass zu erzeugen.

Brainworx hat den beiden Subharmonics des Originals zunächst noch einen dritten Generator hinzugefügt, dessen Wirkungsbereich etwas höher angelegt ist (Zielfrequenz 56-80 Hz) und wodurch sich das Plug-in auch für andere Instrumente als Bass und Bassdrum eignen soll, etwa um einer etwas dünn geratenen A- oder E-Gitarre mehr Fülle und Fundament zu verleihen.

Schon ein flüchtiger Blick auf die Ausstattung mit Reglern zeigt, dass der bx_subsynth deutlich mehr können sollte als das Original. Es bleibt nämlich nicht beim dritten Sub-Generator. Brainworx hat dem bx_subsynth weitere Module spendiert. Zu den Zusatzfunktionen zählen:

  • Wahl des Eingangssignals (Mittel-/Seitensignal)
  • M/S-Sektion mit Mono-Maker und Stereo-Verbreiterung
  • Parallel-Processing
  • separate Eingangsverstärkung für alle drei Bänder (über die kleinen Trim-Regler in Form eines Schraubenkopfes)
  • Solo-Funktion für jedes Band
  • Pegelanzeigen für Input, Output und die drei Subharmonics-Generatoren
  • Edge-Modul für weitere Klangformung einschließlich Vorverstärkung/Sättigung, Filter und Punch-Regler für die Einschwingphase (Attack).

Darüber hinaus gibt es Vorteile der virtuellen Welt, die analoge Hardware nicht bieten kann:

  • vier alternative Konfigurationen (A, B, C, D), zwischen denen man für einen direkten Vergleich wechseln kann
  • Preset-Library
  • Undo/Redo

Der bx_subsynth im Detail

Schnörkellos präsentiert sich der Preset-Browser (hier unter Cubase Pro 9):

Die Namen der 32 Vorlagen sind zugleich Empfehlungen für ihre Anwendung. Dabei geht es nicht nur um Bässe und fette Beats. Der bx_sybsynth möchte auch bei Vocals, Orgeln, Synthie-Flächen und Gitarren eingesetzt werden. Zappt man durch die Presets, so gewinnt man einen ersten Eindruck des beachtlichen Facettenreichtums, das der bx_subsynth zu bieten hat. Über das Preset „Zero“ gelangt man zu einer neutralen Reglerstellung.

Wir kommen zu den ersten Audiodemos. Bitte beachten Sie, dass der Effekt des bx_subsynth nur über Boxen und Kopfhörer angemessen wahrgenommen werden kann, die dem Frequenzbereich unter 50 Hz abbilden. Einen Subwoofer brauchen Sie dafür nicht unbedingt, aber Billig-Kopfhörer und Brüllwürfel am Büro-PC sind in diesem Fall untauglich. Die Audiodemos liegen als 192k mp3 vor.

Aus einem Drum-Loop aus Ueberschall Astral Electro Flux …

 

… wird mit dem Preset Beat Dance Squeeze dieser wuchtige Sound:

 

Das Bass-Fundament ist beeindruckend und kann auf einfache Weise über den Mix-Regler von dezent bis monströs gestaltet werden. Hier stellt man die Balance zwischen unbearbeitetem und Effektsignal her (Parallel-Processing).

Erstaunlicherweise beginnen die Bässe trotz der Energiezufuhr nicht zu dröhnen, auch bleibt das gesamte Klangbild rund und klar.

Dreht man den Gain In – Regler auf, so erreichen die Pegelanzeigen den roten Bereich, ohne dass es zu digitalen Verzerrungen kommt. Es machen sich vielmehr Sättigungseffekte bemerkbar; der Klang wird rauer. Regelt man zurück, so wirkt der Klang aufgeräumter, ohne dass das zusätzliche Volumen im Bassbereich gänzlich verloren geht. Alleine im Zusammenspiel zwischen Gain In und (zwecks Pegelausgleich) Gain Out kann man unterschiedliche Klangfarben realisieren. Darüber hinaus wäre eine inverse Kopplung des Input- und Output-Reglers nützlich oder ein Schalter, über den man einen automatischen Pegelabgleich derart erzielt, dass die Lautstärke des Ausgangssignals auf dem Level des Eingangssignals bleibt (ähnlich einem automatischen Makeup Gain, wie es einige Kompressoren bieten). Man kann jedoch auch gut ohne diese Funktionen leben.

Will man bei einem Beat bzw. einer Schlagzeuggruppe den Fokus auf die Bassdrum als Grundlage für die Generierung der Subharmonics legen, so stellt man Synthesis Input auf Mid: Die Bassdrum ist in der Stereomitte platziert und wird nun sehr schön herausgearbeitet. Schaltet man hingegen auf Stereo, so wird das Gesamtsignal ausgeglichener bearbeitet. Die Bassdrum tritt im Falle der Schlagzeuggruppe dann nicht mehr ganz so stark hervor. Abseits davon eignet sich der Stereo-Modus besonders für Orgeln und Keyboards, Flächenklänge, Sequenzen oder Arpeggien, die das gesamte Panorama beanspruchen.

Auch Operationen am Panorama und Raumklang sind möglich: Über den Mono-Maker stellt man eine Frequenz ein, unterhalb derer das Signal strikt mono über die Mitte wiedergegeben wird. Das schließt aber ein breites Panorama mit entsprechend räumlich wirkendem Klang nicht aus: Stereo Width lässt sich bis auf 400% aufdrehen und betrifft den Frequenzbereich oberhalb der Grenze, die der Mono-Maker setzt.

Überraschender Weise kommt es beim letzten Audiodemo selbst bei hohen Werten des Width-Reglers nicht zu Phasenauslöschungen. Die Korrelationsgrad-Messung von bx_control zeigt eine gesunde 1 an …

… und auch der PAZ-Analyser hat nichts auszusetzen:

Voraussetzung dafür ist natürlich, dass das Originalsignal nicht bereits Phasenauslöschungen in sich trägt. Sind solche vorhanden, werden sie durch die Stereoverbreiterung verstärkt. Es lohnt sich also immer, einen Analyser hinzuzuziehen, wenn man an der Stereobreite oberhalb von 100% operiert.

Hier das Audiodemo zu den oben abgebildeten Einstellungen (mit etwas übertriebener Stereo-Verbreiterung):

 

Wie stark die Subharmonics insgesamt zu Werke gehen sollen, stellt man über den großen zentralen Regler des Sub-Moduls ein:

Zudem verfügt jedes Band über einen eigenen Amount-Regler. Die angegebenen Werte in Hertz bezeichnen übrigens den Zielbereich der erzeugten Subharmonics.

  • Subharmonics zwischen 24 und 36 Hertz werden aus dem Originalklang zwischen 52 und 72 Hertz erzeugt und sind ein klarer Fall für einen Subwoofer.
  • Subharmonics zwischen 36 und 56 Hertz leiten sich aus dem Frequenzbereich von 72 bis 112 Hertz ab,
  • und aus dem Spektrum zwischen 112 bis 160 Hertz entstehen Subharmonics zwischen 56 und 80 Hertz.

Damit wird deutlich, dass alle Instrumente, deren charakteristischer Frequenzgang oberhalb von 160 Hertz liegt, deutlich weniger oder gar nicht von den Subharmoinics-Generatoren profitieren. Das macht sich beispielsweise beim Gesang bemerkbar. Und sicher wird niemand eine Hi-Hat mit dem bx_subsynth bearbeiten wollen. Da der bx_subsynth jedoch neben den Subharmonics Generatoren unter anderem auch Sättigungseffekte ermöglicht, ist er dennoch für höherfrequente Signale oberhalb von 160 Hertz interessant – wie wir noch hören werden.

Die kleinen Trim-Regler im Bereich Synthesized Frequency haben es in sich: Hier verstärkt man pro Band das Signal um bis zu 20 dB mit entsprechend kräftigen Sättigungseffekten und Anzerrungen – soweit das gewünscht ist; feine Dosierungen sind möglich. Die Einstellung der Trim-Schrauben steht in unmittelbarem Kontext zu den globalen Input- und Output-Reglern. Mit wenigen Klicks hat man den Sound in die gewünschte Richtung gebracht. Über die Solo-Taster lässt sich jeder der drei Subharmnics-Generatoren auch akustisch gut kontrollieren.

Ein weiterer Beat aus einer Ueberschall-Library (Sounds of Berlin), zunächst ohne bx_subsynth:

 

Und nun mit dieser Einstellung:

 

Dass man das Attack der Bassdrum so deutlich wahrnimmt, liegt am Tight Punch – Regler des Filter-Moduls. Mit diesem Regler stellt man die Frequenz ein, bei der die Attackphase betont wird. Dahinter steht ein resonanzfähiges Highpass-Filter. Damit die Bassdrum kurz und knackig klopft und nicht lange ausrollt, habe ich zugleich Low End auf minus 8 dB heruntergefahren.

Abgesehen vom Low End – Filter hat das Edge-Modul nichts mehr mit dem dbx 120XP zu tun, sondern ergänzt dessen Klangoptionen, und das kräftig. Alleine die Wahl zwischen Smooth und Harsh liefert in der Praxis zwei Grundtypen des bx_subsynth.

Im Smooth-Modus werden die Subharmonics eher gezähmt: Hier geht es um einen runden, transparenten und nicht allzu sehr gesättigten Klang. Mit entsprechend extremen Input- und Trim-Einstellungen lassen sich dennoch deftige Anzerrungen realisieren.

Der zuletzt verwendete Beat im Smooth-Modus und mit einer Anhebung des Low End:

 

Mit dem Squeeze-Regler nimmt man Einfluss auf die Dynamics: Im Smooth-Modus werden die Transienten abgefangen; ähnlich wie bei einer Bandsättigung klingt ein Beat in dieser Einstellung etwas komprimiert mit deutlich analogem Charakter – Vintage vom Feinsten. Im Harsh-Modus wirken die Attacks hingegen etwas kantiger – vor allem im Zusammenspiel mit Tight Punch und Low End.

Richtig angezerrt und aggressiv wird es, wenn man im Harsh-Modus zusätztlich Drive aktiviert.

Mit dem Low Cut Filter (20 bis 200 Hz) kann man zu energiereiche Bässe abschwächen und damit die Anzerrung dosieren. Der Edge-Effekt betrifft nur den Frequenzbereich zwischen Low- und High-Cut-Filter (2 kHz bis 20 kHz).

 

Weitere Anwendungsbeispiele

Im Folgenden geht es um einen Loop aus Ueberschall Vocal Dance Hits 2. Drums, Bass und Gesang habe ich auf separate Ausgänge gelegt und in die Kanäle bx_subsynth geladen. Zunächst aber das Originalsignal:

 

Vor allem der Bass kann etwas mehr Substanz vertragen, weshalb ich hier die drei Subharmonics-Generatoren über die Trim-Regler kräftig eingesetzt habe. Ab Takt 5 wird der Bass knurrig und fett:

 

Man hört deutlich, dass im Keller zusätzliche harmonische Teiltöne hinzukommen. Mit einem Oktaver ließe sich das so nicht realisieren. Zum Beweis ein Oktaver:

 

Im Vergleich zum bx_subsynth eine ausgesprochen schwache und unecht klingende Vorstellung. Dem Octaver droht Arbeitslosigkeit.

Auch ein vielgelobter und häufig verwendeter Bass-Maximierer eines renommierten Herstellers dürfte mit dem Erscheinen des bx_subsynth ausgedient haben. Der Maximizer generiert zwar ebenfalls Subharmonics, klingt aber so:

 

Das ist ganz nett, von Vintage-Feeling und dem regelrechten Brutzeln, das mit dem bx_subsynth zu mache ist, fehlt jedoch jede Spur.

Zurück zum Experiment aus Rhythmus, Bass und Vocals: Der Originalbeat der Ueberschall-Library hat mir schon recht gut gefallen, daher habe ich den bx_subsynth hier nur dezent eingesetzt, den Klang ein wenig fleischiger gemacht (Sättigung) und etwas an der Stereobreite gedreht (ab Takt 5):

 

Der Gesang wirkt durch bx_subsynth voller und etwas kräftiger. Allerdings werden stellenweise nun auch tieffrequente Nebengeräusche hörbar (Pop-Laute, Rumpeln), die man wieder mit einem steilflankigen Korrektur-Equalizer herausfiltern müsste:

 

Alle drei Spuren zusammen und mit den drei Instanzen des bx_subsynth ab Takt 5:

 

Auch einem E-Bass kann bx-subsynth gut tun. Hier ein Fender Precision Bass aus IK Multimedia MODO Bass, wieder ab Takt 5 mit bx_subsynth:

 

Ein Beat von Rob Papens Punch, zusammen mit einer Sequenz des SubBoomBass (ebenfalls von Rob Papen), zunächst ohne by-subsynth …

 

Und nun mit diesen Einstellungen für die Drums …

… und diesen für den Bass:

 

Das pulsiert regelrecht.

Nun habe ich noch Vocals hinzugefügt (aus Ueberschall Dance Vocals Vol. 2), wiederum zunächst ohne und dann mit dem bx_subsynth:

 

Der Effekt fällt hier erwartungsgemäß subtiler aus als beim Bass, doch es wird deutlich, dass auch Vocals durch den bx_subsynth gewinnen: Besonders männliche Stimmen klingen voller und kräftiger.

Im nächsten Beispiel habe ich einen Beat von Toontracks EZdrummer mit einem MODO-Bass und einem Gitarrensolo aus Ueberschall Solo Guitar kombiniert. Zunächst ohne bx_subsynth:

 

Der bx_subsynth schärft die Gitarre und fügt Verzerrungen hinzu. Auch im Basskanal habe ich ihn eingesetzt, um dem Bass etwas mehr Druck zu verleihen:

 

Auch Flächensounds können vom bx_subsynth profitieren. Im letzten Beispiel geht es um ein Pad aus Spectrasonics Omnisphere 2, dem der bx_subsynth zu einer beeindruckenden Fülle und einem lebendigen Panoramaklang verhilft. Wieder zunächst das unbearbeitete, dann das Effekt-Signal:

 

Bedienung

Die Klanggestaltung mit dem bx_subsynth gelingt nach kurzer Einarbeitungszeit beinahe spielerisch. Da die Parameter untereinander interagieren und beispielsweise die Lautheit der einzelnen Subharmonics, die Einstellungen des Tight Punch-Filters sowie Squeeze und Drive eine große Bandbreite von Klangcharakteristika erlauben, wird man mit dem bx_subsynth gerne experimentieren. Dabei sollte man Gebrauch von den vier Snapshots (A, B, C, D) machen und verschiedene Einstellungen miteinander vergleichen. Mehr als 32 Presets helfen beim Einstieg.

 

CPU-Last

Der bx_subsynth gibt sich erfreulich moderat und kann bei niedrigen Latenzen auch live und in mehreren Instanzen eingesetzt werden.

 

Weiterführendes

Kein Zweifel, mit dem bx_subsynth lassen sich neue Klangwelten im tieffrequenten Bereich und den unteren Mitten erobern. Doch man wird ihn selten als solitäres Plug-in einsetzen. Für ein stimmiges Zusammenwirken eignen sich grundsätzlich alle EQs und Kompressoren mit überzeugendem Vintage-Sound, ebenso Effekte wie etwa eine Röhren- oder Bandsimulation.

Unter den EQs habe ich den PSP E27 und den bx_panEQ zusammen mit dem bx_subsynth ausprobiert und kann diese Kombinationen nur empfehlen.

Um neben den Bässen auch das Höhenspektrum zu beleben, eignet sich der Black Box Analog Design HG-2 hervorragend. Zusammen mit dem bx_subsynth eine Wucht. Für gut angepasste und ausbalancierte Einstellungen sollte man sich allerdings etwas Zeit lassen und genau hinhören, sonst hat man schnell zuviel an Sättigung erzielt.

Presswerk von u-he ist ein vielseitiger Kompressor mit Vintage-Feeling auf hohem Niveau und kann dank zahlreicher Anpassungsoptionen auch mit druckvollen Bässen gut umgehen.

Als Bandsimulation bietet sich u-he Satin an, ebenfalls mit extravaganten Optionen. Softube Tape ist eine Alternative (Test folgt in Kürze).

Soll der Sound auf eine virtuelle Schallplatte, ist Abbey Road Vinyl eine gute Wahl.

Ein exzellenter und einfach zu bedienender Limiter ist der bx_limiter.

Für finale Feinheiten und Korrekturen dürfte der bx_digital V3 unübertroffen sein.

 

Fazit

Mit dem bx_subsynth ist Brainworx ein weiterer großer Wurf gelungen. Der dreifache Subharmonics-Generator mit M/S-Panoramabearbeitung, Punch und Edge-Modul für Sättigungs- und Distortion-Effekte klingt rundum analog, geht weit über die Vorlage des Klassikers dbx 120XP hinaus und ist ein Paradebeispiel dafür, dass Plug-ins heute einen Sound bieten können, der als Hardware schlicht nicht verfügbar ist.

Der bx_subsynth eignet sich für ein beeindruckendes Bass-Fundament ohne dabei die Abmischung zu gefährden – solange man es nicht übertreibt. Er ist eine Wunderwaffe für die Bearbeitung des tiefen Frequenzspektrums, die man sich lange gewünscht hat. Neben der primären Anwendung für Bässe und Bassdrums kann er auch anderen Signalen mehr Fülle und Charakter verleihen, etwa einer akustischen oder elektrischen Gitarre, einer Orgel und sogar Gesang. Im Bereich der Filmmusik kann man mit dem bx_subsynth aus eher harmlosen Flächenklängen oder Texturen gewaltige Drones erschaffen, ideal für bedrohliche Klangkulissen. Damit ist der bx_subsynth genreübergreifend von Pop, Rock über Club/Dance bis Multimedia, Theater und die Spielevertonung eine klare Empfehlung.

Derzeit gibt es keinen ernsthaften Mitbewerber, der dem bx_subsynth das Wasser reichen könnte. Oktaver oder andere Subharmonics-Generatoren auch namhafter Hersteller reichen bei weitem nicht an die Klangqualität und Möglichkeiten unseres Testkandidaten heran.

Der reguläre Preis von 149.- US-Dollar (zzgl. USt. im Euroraum) ist angemessen.

Ein Antesten der 14 Tage uneingeschränkt lauffähigen Demo-Version kann ich nur wärmstens empfehlen. Außerdem gibt es mit bx_subfilter eine Auskopplung des resonanzfähigen Tight Punch – Filters plus Low End – Kontrolle als Freeware.

Testautor: Holger Obst

Plus:

  • virtueller Analogsound vom Feinsten
  • drei Subharmonics-Generatoren
  • voller und zugleich transparenter, organischer Klang
  • Edge-Modul für Sättigung und Anzerrung mit zwei alternativen Modi
  • M/S-Bearbeitung mit Mono-Maker
  • Parallel-Processing

Minus:

Preis: 149.- US Dollar zzgl. USt. im Euroraum

Systemanforderungen:

  • Mac ab OSX 10.8 bis 10.12
  • PC ab Win 7
  • Formate: AAX DSP, AAX native, AU, VST2, VST3

Hersteller: Brainworx

Produktseite: Plugin Alliance

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