Test: u-he Uhbik

Wer sich auf die Suche nach echten Surround-Effekten begibt, wird feststellen, dass diese Nische nicht besonders dicht besiedelt ist. Uhbik von u-he ist eine Effekt-Suite, die auch das Mehrkanalformat bis 7.1 bedient.

Unsere Tests vom virtuellen Hybrid-Analogsynthesizer Diva, dem Multi-Bandmaschinensimulator Satin und dem Allround-Kompressor Presswerk haben unsere Erwartungen hochgeschraubt. Alle drei Kandidaten gehören unserer Ansicht nach zu den Top-Produkten in den jeweiligen Sparten. Nicht nur die Audioqualität konnte überzeugen, sondern auch eine durchdachte Architektur mit diversen, teils einzigartigen Extras. Man darf also gespannt sein, was sich hinter Uhbik verbirgt.

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Auf den ersten Blick sind ganze neun Plug-ins zu orten – mit den Bezeichnungen Uhbik-A, -D, -F, -G, -P, -Q, -S und -T. Die Buchstaben hinter „Uhbik“ scheinen zunächst wenig aussagekräftig zu sein, doch schnell stellt sich heraus, dass dieses minimalistische Namensanhängsel tatsächlich zur Orientierung ausreicht.

  • A = Ambience/Room Simulator
  • D = Delay
  • F = Flanger
  • G = Granular Pitch Shifter / Phase Vocoder
  • P = Phaser
  • Q = Equalizer
  • S = Frequency Shifter
  • T = Tremolo

Keines der Plug-ins beschränkt sich auf eine puristische Standardausstattung. Sie alle haben ihre Extras, wie wir noch sehen werden. Da bleibt sich u-he treu. Die Surround-Option kommt noch oben drauf.

Unter Cubase 8.5 (unser Testsystem, auf einem PC i7 6-Core mit Win 8.1) finden sich die Uhbiks denn auch schön hintereinander aufgereiht.

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Wenn Sie mitgezählt haben, sind es aber nur acht. Plug-in Nummer 9 tanzt bei der Namensgebung aus der Reihe und nennt sich Runciter. Dahinter verbirgt sich ein digitales Filter – auch hier mit diversen Extras:

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Die Plug-ins D, F, P und T sind Modulationseffekte und verfügen über einen LFO, der von ultralangsam bis zu sehr schnell (und damit bis in den hörbaren Bereich) modulieren kann. Der LFO lässt sich in Hertz oder Millisekunden frei einstellen, zum Host-Tempo synchronisieren (erweitert per Multiplikator), automatisieren und auch in Echtzeit via MIDI-Learn steuern. Dazu führt man einen Rechtsklick auf den betreffenden Regler aus und bewegt anschließend den gewünschten Controller seines Masterkeyboards. Voraussetzung ist natürlich, dass man zuvor eine MIDI-Spur mit dem Uhbik-Effekt als Ziel angelegt hat.

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Uhbik-T (Tremolo und Pan) bietet als Sonderlösung einen Step-Sequenzer alternativ zum LFO an.

 

Inhalt:

Einleitung
Zusammenfassung
Installation
Die Details
Uhbik-A – Ambience Processor
Uhbik-D – Delay
Uhbik F – Post Retro Flanger
Uhbik P – Pre Future Phaser
Uhbik G – Grains & Pitch
Uhbik Q – Equalizer
Uhbik-S – Frequency Shifter
Uhbik-T – Trans Modern Pan & Tremolo
Runciter – Distorting Filter (digital filter)
Surround
Fazit

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